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20.08.2007 15:04

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Robert Shiller: "In den Schwellenländern gibt es Überbewertungen"


Robert Shiller ist Ökonomie-Professor in Yale. Bekannt wurde er im Jahr 2000 durch seinen Besteller "Irrationaler Überschwang" indem er vor einem Einbruch der Aktienmärkte warnte. Seit Jahren warnt Shiller nun schon vor einem Platzen der Immobilienblase in den USA. FundResearch befragte Shiller daher zu den Auswirkungen der US-Hypothekenkrise auf die Märkte.

"Die US-Bürger sind weiterhin sehr zuversichtlich"

FundResearch: Herr Shiller, wie ist denn die Stimmung unter den Immobilienbesitzern in den USA, nachdem die Preise nun seit einigen Monaten am Fallen sind?

Robert Shiller: Nicht so schlecht, wie man denken könnte. Kurzfristig werden zwar weiterhin fallende Preise erwartet. Langfristig sind die meisten Eigenheimbesitzer aber optimistisch, dass sie mit ihren Häusern eine gute Geldanlage getätigt haben.

FundResearch: Wie das?

Shiller: Das hängt damit zusammen, dass die Menschen in den USA die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin sehr zuversichtlich beurteilen.

"US-Aktien sind derzeit nicht so stark überbewertet 2000"

FundResearch: Erwarten Sie denn nun eine schnelles Ende der Krise am US-Immobilienmarkt?

Shiller: Nein, Immobilienpreise reagieren in der Regel sehr langsam auf Veränderungen. Daher kann es bis zu zehn Jahre dauern, bis der Markt einen Boden gefunden hat. Das ist übrigens nichts Ungewöhnliches: In Japan sind die Immobilienpreise nach 1991 über 15 Jahre lang gefallen.

FundResearch: In Japan sind in diesem Zeitraum auch die Aktienkurse stark zurückgegangen. Erwarten Sie eine ähnliche Entwicklung für die US-Börsen?

Shiller: Auszuschließen ist das sicherlich nicht, wenn der Immobilienmarkt weiter stark einbricht Doch das Risiko ist begrenzt: US-Aktien sind derzeit nicht so stark überbewertet wie in Japan 1991 oder in den USA im Jahr 2000.

"In Indien sind die Aktienkurse zu schnell und zu stark gestiegen"

FundResearch: Handeln die Zentralbanken richtig, indem sie dem Markt frisches Geld zur Verfügung stellen?

Shiller: Die Zentralbanken mussten auf jeden Fall handeln, sonst hätte die Krise um sich greifen können. Und ich bin mir sicher: Sollte sich die Situation erneut verschärfen, werden die Zentralbanken auf jeden Fall wieder mit aggressiven monetären Schritten eingreifen.

FundResearch: In welchen Märkten sehen Sie derzeit die größten Blasen?

Shiller: Vor allem in den Schwellenländern. In einigen Märkten wie zum Beispiel Indien sind die Immobilienpreise und die Aktienkurse zu schnell und zu stark gestiegen.



Schwellenländer-Aktienfonds*

Fonds: Performance seit 1.1.2007 (in %)
1. carmignac emergents: 14.2
2. Global Advantage Emerging Mkts.: 6.3
3. Comgest Magellan: 1.9
4. Vont. Emerg. Mkts. Eq. A2: 1.7
5. JPM Emerging Equity A (dis) $: -0.4

Fonds: Performance 5 Jahre (in %)
1. Global Advantage Emerging Mkts.: 284.0
2. carmignac emergents: 276.9
3. Comgest Magellan: 229.3
4. JPM Emerging Equity A (dis) $: 218.3
5. Vont. Emerg. Mkts. Eq. A2: 171.0

Fonds: ISIN
1. carmignac emergents: FR0010149302
2. Comgest Magellan: FR0000292278
3. Global Advantage Emerging Mkts.: LU0047906267
4. JPM Emerging Equity A (dis) $: LU0053685615
5. Vont. Emerg. Mkts. Eq. A2: LU0040507039

Quelle: *FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 17.08.2007, 5-Jahresperformance per 31.07.2007.




Weitere Infos: http://www.econ.yale.edu/~shiller/

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