09.01.2013 12:34

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Schwellenländer-Stars 2012


München (www.fondscheck.de) - 2012 war ein schwieriges Jahr für die Schwellenländer, so die Experten von "FundResearch".

Die europäische Staatsschuldenkrise und der globale Konjunkturrückgang seien auch an ihnen nicht spurlos vorbeigegangen. Viele Aktienfonds aus den Emerging Markets hätten das Jahr allerdings dennoch mit einem Plus beendet. Der MSCI Emerging Markets habe zum 31. Dezember 2012 einen Wertzuwachs von 14,94 Prozent verzeichnet. "FundResearch" stelle die fünf Top-Performer unter den Schwellenländer-Aktienfonds vor.

Platz fünf belege der jüngste Fonds dieses Vergleichs. Der Magna Emerging Markets Dividend Fund R (Magna Emerging Markets Dividend Fund R acc) von Charlemagne Capital sei im Juni 2010 aufgelegt worden. Fondmanager Julian Mayo verwalte ein Gesamtvolumen von knapp 40 Millionen Euro. Das Jahr 2012 habe er mit einem Plus von 23,61 Prozent beendet. Zwölf Prozent des Fondsvolumens investiere Mayo in China (Stand: 31. Oktober 2012). Auf Brasilien würden zehn Prozent entfallen und zu je acht Prozent lege der Fondsmanager in Taiwan, Mexiko und Polen an.

Auf Sektorebene setze der Fondmanager mit 42 Prozent insbesondere auf das Finanzwesen. In Nicht-Basiskonsumgütern sei er zu 21 Prozent vertreten und auf den Telekommunikationssektor würden 19 Prozent entfallen. Mayo fokussiere seinen Fonds auf Unternehmen mit hohen Dividendenrenditen. Größter Einzeltitel sei mit 5,51 Prozent der polnische Finanzdienstleister Powszechny Zaklad Ubezpieczen. Weitere Top-Holdings seien der mexikanische Immobilienkonzern Fibra Uno Administración SA de CV mit 5,20 Prozent und das taiwanesische Technologieunternehmen Taiwan Semiconductor Manufacturing mit 4,26 Prozent.

Knapp am Treppchen vorbei auf Platz vier lande der Global Emerging Markets Fund B GBP (First State Global Emerging Markets Fund B Acc GBP) von First State. Jonathan Asante und Glen Finegan würden den 861,65 Millionen Euro großen Fonds managen, der im Dezember 1992 aufgelegt worden sei. Als Jahresabschlussergebnis hätten sie ein Plus von 24,74 Prozent erreicht. In den vergangenen drei Jahren habe der Fonds eine Wertsteigerung von 59,63 Prozent verzeichnet. Die Volatilität liege für diesen Zeitraum bei 11,88 Prozent. Ein Top-Ten-Wert innerhalb der FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)-Peergroup "Aktienfonds Emerging Markets". Mit einer Sharpe Ratio von 1,32 würden die Manager ebenfalls ganz oben mitspielen.

Auf Länderebene würden sie mit 15 Prozent den größten Teil des Fondsvolumens in Südafrika (Stand: 30. September 2012) investieren. Taiwan sei zu 11,8 Prozent im Portfolio vertreten, Indien zu 9,6 Prozent. Die Branchenallokation zeige eine starke Gewichtung nichtzyklischer Konsumgüter (32,8 Prozent). Im Finanzsektor würden Asante und Finegan 18,6 Prozent ihres Fondvolumens anlegen, im IT-Sektor 10,9 Prozent. Top-Holding des Fonds sei der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern Unilever mit 3,4 Prozent. Jeweils 3,3 Prozent würden auf den taiwanischen Halbleiterhersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) und den ebenfalls taiwanesischen Nahrungsmittelkonzern Uni-President entfallen.

Auf dem Bronzerang und nur leicht vor dem First-State-Fonds liege der Emerging Markets Alpha Plus USD (JPM Emerging Markets Alpha Plus A - USD (acc)) von JP Morgan. Die Fondsmanager Amit Mehta und Richard Titherington würden ein Gesamtvolumen von fast 43 Millionen Euro verwalten. 2012 habe für den im August 2008 aufgelegten und mit der €uro-FondsNote 4 bewerteten Fonds mit einem Plus von 24,89 Prozent geendet. Über den Zeitraum der vergangenen drei Jahre stehe ein vergleichsweise geringes Wachstum von 15,97 Prozent. Die anderen Fonds dieses Vergleichs hätten sich in diesem Zeitraum stärker entwickelt. Mit einer Dreijahres-Volatilität von 15,05 Prozent sei der Fonds der risikoreichste der hier vorgestellten Produkte.

Innerhalb der Peergroup kämen die Fondsmanager mit diesem Wert ins Mittelfeld. Die Sharpe Ratio von 0,26 über drei Jahre sei in diesem Vergleich die geringste. Innerhalb der Peergroup bedeute dieses Ergebnis das untere Mittelfeld. In China würden Mehta und Titherington mit 23,3 Prozent (Stand: 30. September) am stärksten investieren. Südafrika folge dahinter mit 16,1 Prozent vor Südkorea mit 13,9 Prozent. Auf Sektorebene mache das Finanzwesen mit 30,4 Prozent den größten Teil aus. Zyklische Konsumgüter kämen auf 22,9 Prozent, der Energiesektor auf 14,4 Prozent. Bei den Top-Holdings würden die Fondsmanager auf Big-Player setzen: Der Elektronikkonzern Samsung sei zu 5,6 Prozent allokiert. Jeweils 5,4 Prozent würden auf den Fahrzeughersteller Hyundai und die Industrial and Commercial Bank of China entfallen.

Platz zwei gehe an den größten Fonds dieses Vergleichs: Den 1,82 Milliarden Euro Fonds Global Emerging Markets Smaller Companies (Aberdeen Global Emerging Markets Smaller Companies Fund) von Aberdeen Global. Fondsmanager Devan Kaloo könne sich neben einem Plus von 30,61 Prozent in 2012 zudem über die €uro-FondsNote 1 freuen. Über den Zeitraum der vergangenen drei Jahre zeige der im März 2007 aufgelegte Fonds eine Wertentwicklung von 71,93 Prozent. Die Dreijahres-Volatilität liege mit 13,97 Prozent im oberen Viertel der Peergroup. Die Sharpe Ratio von 1,34 bedeute Rang drei.

Auf Länderebene sei Brasilien mit 13,3 Prozent am stärksten allokiert (Stand: 30. November 2011). Auf China und Hongkong würden zusammen 12,2 Prozent des Portfolios entfallen, auf Thailand und Südafrika jeweils neun Prozent. Finanzdienstleister seien mit 23,9 Prozent in der Sektorallokation am stärksten vertreten. Auf allgemeine Konsumgüter würden 22,5 Prozent und auf konjunkturabhängige Konsumgüter 13,7 Prozent entfallen. Im Gegensatz zu den anderen Fonds, fokussiere sich das Aberdeen-Produkt auf Small- und Mid-Caps. Top-Holdings seien das brasilianische Shopping-Center-Unternehmen Iguatemi Empresa de Shopping Centers mit 2,8 Prozent, der mexikanische Flughafenkonzern Aeroportuario Centro Norte mit 2,6 Prozent und die ägyptische National Société Générale Bank mit ebenfalls 2,6 Prozent.

Der perfomancestärkste Emerging-Markets-Aktienfonds des Jahres 2012 sei der New Emerging Markets Equities (BI SICAV - New Emerging Markets Equities R) von BankInvest. Im Vergleich zu den anderen Fonds dieses Vergleichs würden die Fondsmanager Hans Henrik Skov und James Bannan ausschließlich in die so genannten Frontier Markets investieren, eine Subkategorie der Schwellenländer. Ihr Fonds sei im Dezember 2007 aufgelegt worden und habe ein Volumen von knapp 30 Million Euro. Für 2012 stehe ein Plus von 35,85 Prozent. Im Zeitraum der vergangenen drei Jahre habe der Fonds seinen Wert um 47,91 Prozent gesteigert, bei einer Volatilität von 12,91 Prozent. Die Sharpe Ratio liege bei 1,04. Mit beiden Werten sei der Fonds weit oben in der Peergroup vertreten.

Auf Länderebene würden Skov und Bannan mit 22,7 Prozent fast ein Viertel des Fondsvolumens in Nigeria (Stand: 30. September 2012) investieren. Auf Katar würden 9,3 Prozent und auf Vietnam 7,7 Prozent entfallen. Beinahe die Hälfte des Portfolios (45,7 Prozent) würden Finanztitel ausmachen. Nichtzyklische Konsumgüter seien zu 18,4 Prozent vertreten. Auf den Energiesektor würden elf Prozent entfallen. Größter Einzeltitel sei die nigerianische Guaranty Trust Bank mit 7,8 Prozent. Dahinter würden das kasachische Mineralölunternehmen KayMunayGas mit 5,3 Prozent und mit jeweils 5,2 Prozent der vietnamesische Lebensmittelkonzern Vietnam Dairy Products Joint-Stock Company sowie die georgische Bank of Georgia folgen. (Ausgabe vom 08.01.2013) (09.01.2013/fc/a/f)

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