"Schwellenländer sind ein Investment für die nächsten 50 Jahre"
"Indische Aktien sind nicht zu teuer"
Viele Experten warnen schon lange, dass Aktien aus China und Indien zu teuer sind. Dennoch sind die Kurse weiter gestiegen. Und gewarnt wird immer noch.
"Zu Unrecht", wie Ajay Dayal meint, Emerging-Markets-Experte von ABN Amro. "Gerade indische Aktien sind nicht zu teuer. Für das kommende Jahr weisen sie ein KGV von 16 auf, und das bei einem Wachstum von 20 bis 30 Prozent. In Europa sind die Dividendenpapiere ähnlich teuer, aber bei einem viel geringeren Wachstum", sagt Dayal.
In China sieht er indes Anzeichen einer Blase. Das habe allerdings handfeste Gründe. "Die Chinesen können fast nur in die einheimischen Aktienmärkte investieren. Daher trifft eine hohe Nachfrage auf ein geringes Angebot."
Allerdings investieren Dayal und andere China-Fondsmanager meist nur zu einem verschwindend geringen Teil in die A-Aktien aus Shanghai.
Binnenkonsum und Infrastruktur treiben Chinas Wirtschaft an
"Wir haben nur etwa fünf Prozent A-Aktien in unserem China-Fonds. Bei den H-Shares aus Hongkong sehe ich dagegen keine großen Bewertungsprobleme", sagt Dayal. Auch dort stimme die Wachstumsstory.
"In China wachsen die meisten Werte mit 25 bis 30 Prozent. Das Wachstum ist meist sogar so stark, dass die Prognosen deutlich übertroffen werden – aber nicht, weil die Analysen so konservativ sind, sondern wegen der Dynamik", sagt der Experte.
"Nur eine sehr starke Rezession in den USA – die wir aber nicht erwarten – könnte Chinas Aufstieg kurzfristig bremsen", sagt er. Warum er so optimistisch ist? "Chinas Export-Abhängigkeit nimmt von Jahr zu Jahr ab. Inzwischen ist der Binnenkonsum einer der stärksten Antriebe für die Wirtschaft", sagt Dayal.
Als weiteren Wachstumstreiber sieht der ABN-Mann die Investitionen in die Infrastruktur. "China will in den kommenden fünf bis zehn Jahren mehr als 200 Milliarden Dollar in den Ausbau von Eisenbahnen, Flughäfen und Straßen investieren."
"Die Schwellenländer sind eine Story für die nächsten 50 Jahre"
In Lateinamerika sieht Dayal erhebliches Potenzial in Brasilien. "Viele Anleger beachten dort nur das Thema Rohstoffe – ein Trugschluss. Der Markt ist sehr gut diversifiziert und viele Unternehmen wie etwa CVRD sind Weltklasse", sagt er.
Zudem wolle auch Brasiliens Regierung massiv die Infrastruktur ausbauen. "Fast 300 Milliarden Dollar sollen hier in den kommenden Jahren investiert werden", so Dayal.
Aufgrund der guten Aussichten für China und Indien geht Dayal davon aus, dass die beiden Staaten 2050 rund 50 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung erbringen. "Aktuell sind es nur sieben Prozent."
Daher empfiehlt er ausdrücklich, in Emerging Markets zu investieren. "Das ist keine Story für die nächsten fünf, sondern für die kommenden 50 Jahre, worüber sich noch unsere Enkel freuen werden", ahnt der Experte.
Das 21. Jahrhundert gehört den Schwellenländern
Fazit: Die Fakten zeigen: Das 21. Jahrhundert gehört Asien und anderen Schwellenmärkten. Dort boomen die Unternehmen, während US-Konzerne wie General Motors Probleme haben. Daher sollten Anleger ihren Fokus auf die Schwellenländer richten. Dort spielt derzeit und zukünftig die Musik.
Die besten Schwellenländer-Aktienfonds über 10 Jahre
Fonds: Performance 10 Jahre (in %)
1. DWS Emerging Markets: 591.4
2. carmignac emergents: 461.3
3. Pro Fonds (Lux) Em. Mkts.: 372.7
4. Comgest Magellan: 358.6
5. ABN Global Emerging Eq.: 262.0
6. Vont. Emerg. Mkts. Eq. A2: 254.7
7. JPM Emerging Equity A (dis) $: 242.6
8. Finter Emerging Markets: 239.7
9. Swisscanto E.F. Emerg.Markets: 236.3
10. First State Gl. Emerg. Mkts.: 227.7
Fonds: WKN
1. ABN Global Emerging Eq.: 987217
2. carmignac emergents: A0DPX3
3. Comgest Magellan: 577954
4. DWS Emerging Markets: 977301
5. Finter Emerging Markets: 974869
6. First State Gl. Emerg. Mkts.: 728156
7. JPM Emerging Equity A (dis) $: 973678
8. Pro Fonds (Lux) Em. Mkts.: 973026
9. Swisscanto E.F. Emerg.Markets: 986640
10. Vont. Emerg. Mkts. Eq. A2: 972722
Quelle: *FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 31.10.2007.
Viele Experten warnen schon lange, dass Aktien aus China und Indien zu teuer sind. Dennoch sind die Kurse weiter gestiegen. Und gewarnt wird immer noch.
"Zu Unrecht", wie Ajay Dayal meint, Emerging-Markets-Experte von ABN Amro. "Gerade indische Aktien sind nicht zu teuer. Für das kommende Jahr weisen sie ein KGV von 16 auf, und das bei einem Wachstum von 20 bis 30 Prozent. In Europa sind die Dividendenpapiere ähnlich teuer, aber bei einem viel geringeren Wachstum", sagt Dayal.
In China sieht er indes Anzeichen einer Blase. Das habe allerdings handfeste Gründe. "Die Chinesen können fast nur in die einheimischen Aktienmärkte investieren. Daher trifft eine hohe Nachfrage auf ein geringes Angebot."
Allerdings investieren Dayal und andere China-Fondsmanager meist nur zu einem verschwindend geringen Teil in die A-Aktien aus Shanghai.
Binnenkonsum und Infrastruktur treiben Chinas Wirtschaft an
"Wir haben nur etwa fünf Prozent A-Aktien in unserem China-Fonds. Bei den H-Shares aus Hongkong sehe ich dagegen keine großen Bewertungsprobleme", sagt Dayal. Auch dort stimme die Wachstumsstory.
"In China wachsen die meisten Werte mit 25 bis 30 Prozent. Das Wachstum ist meist sogar so stark, dass die Prognosen deutlich übertroffen werden – aber nicht, weil die Analysen so konservativ sind, sondern wegen der Dynamik", sagt der Experte.
"Nur eine sehr starke Rezession in den USA – die wir aber nicht erwarten – könnte Chinas Aufstieg kurzfristig bremsen", sagt er. Warum er so optimistisch ist? "Chinas Export-Abhängigkeit nimmt von Jahr zu Jahr ab. Inzwischen ist der Binnenkonsum einer der stärksten Antriebe für die Wirtschaft", sagt Dayal.
Als weiteren Wachstumstreiber sieht der ABN-Mann die Investitionen in die Infrastruktur. "China will in den kommenden fünf bis zehn Jahren mehr als 200 Milliarden Dollar in den Ausbau von Eisenbahnen, Flughäfen und Straßen investieren."
"Die Schwellenländer sind eine Story für die nächsten 50 Jahre"
In Lateinamerika sieht Dayal erhebliches Potenzial in Brasilien. "Viele Anleger beachten dort nur das Thema Rohstoffe – ein Trugschluss. Der Markt ist sehr gut diversifiziert und viele Unternehmen wie etwa CVRD sind Weltklasse", sagt er.
Zudem wolle auch Brasiliens Regierung massiv die Infrastruktur ausbauen. "Fast 300 Milliarden Dollar sollen hier in den kommenden Jahren investiert werden", so Dayal.
Aufgrund der guten Aussichten für China und Indien geht Dayal davon aus, dass die beiden Staaten 2050 rund 50 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung erbringen. "Aktuell sind es nur sieben Prozent."
Daher empfiehlt er ausdrücklich, in Emerging Markets zu investieren. "Das ist keine Story für die nächsten fünf, sondern für die kommenden 50 Jahre, worüber sich noch unsere Enkel freuen werden", ahnt der Experte.
Das 21. Jahrhundert gehört den Schwellenländern
Fazit: Die Fakten zeigen: Das 21. Jahrhundert gehört Asien und anderen Schwellenmärkten. Dort boomen die Unternehmen, während US-Konzerne wie General Motors Probleme haben. Daher sollten Anleger ihren Fokus auf die Schwellenländer richten. Dort spielt derzeit und zukünftig die Musik.
Die besten Schwellenländer-Aktienfonds über 10 Jahre
Fonds: Performance 10 Jahre (in %)
1. DWS Emerging Markets: 591.4
2. carmignac emergents: 461.3
3. Pro Fonds (Lux) Em. Mkts.: 372.7
4. Comgest Magellan: 358.6
5. ABN Global Emerging Eq.: 262.0
6. Vont. Emerg. Mkts. Eq. A2: 254.7
7. JPM Emerging Equity A (dis) $: 242.6
8. Finter Emerging Markets: 239.7
9. Swisscanto E.F. Emerg.Markets: 236.3
10. First State Gl. Emerg. Mkts.: 227.7
Fonds: WKN
1. ABN Global Emerging Eq.: 987217
2. carmignac emergents: A0DPX3
3. Comgest Magellan: 577954
4. DWS Emerging Markets: 977301
5. Finter Emerging Markets: 974869
6. First State Gl. Emerg. Mkts.: 728156
7. JPM Emerging Equity A (dis) $: 973678
8. Pro Fonds (Lux) Em. Mkts.: 973026
9. Swisscanto E.F. Emerg.Markets: 986640
10. Vont. Emerg. Mkts. Eq. A2: 972722
Quelle: *FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 31.10.2007.


