21.01.2013 16:31
Bewerten
 (0)

Steigende Kurse am Jahresende beflügeln Fondshandel

Aschheim (www.fondscheck.de) - Die Fondsanleger in Deutschland haben am Ende des vergangenen Jahres wieder stärker mit Fonds gehandelt - das zeigt das ebase Fondsbarometer.

Die B2B Direktbank ebase verwalte ein Kundenvermögen von rund 21 Milliarden Euro, das Fondsbarometer erfasse die Handelsaktivität von mehr als 50.000 Fondsberatern in Deutschland. Im Dezember sei die Handelsaktivität auf 108,9 Punkte angestiegen - und damit auf den höchsten Wert im Jahr 2012. Noch im Oktober (91,6) und November (96,8) habe die Handelsaktivität unter einem Wert von 100 gelegen, das heiße auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. "Trotz der gestiegenen Kaufneigung haben die Fondsberater über das gesamte vierte Quartal betrachtet vorsichtig agiert", sage Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der ebase. "Das zeigt sich auch daran, dass sie weiterhin verstärkt in sicherheitsorientierte Anlagen wie Misch- oder Rentenfonds investiert haben."

Der Kaufquotient, der die Marktbewegung spiegele, sei bei Mischfonds noch einmal auf 1,52 gestiegen, nach 1,31 im dritten Quartal 2012 - der Absatz habe die Rückflüsse um mehr als 50 Prozent überstiegen. Bei den Rentenfonds liege der Kaufquotient bei einem Wert von 1,24. Auf der anderen Seite hätten Dachfonds (0,55), und Aktienfonds (0,79) an Investitionsvolumen eingebüßt. "Die Anleger haben den zuletzt steigenden Kursen an den Börsen offensichtlich noch nicht voll vertraut", bewerte Geyer die Entwicklung. Bei offenen Immobilienfonds schlage sich nach wie vor die Abwicklung einiger Fonds in deutlichen Rückflüssen nieder (0,19).

Die Auswertung der Fondsinvestitionen in die verschiedenen Anlageregionen zeige, dass sich die Skepsis der Fondsberater gegenüber dem Euroraum zuletzt fortgesetzt habe. Fonds mit Fokus auf Deutschland (0,63) oder andere Euroländer (0,86) hätten deutlich an Attraktivität verloren. "Wir registrieren ein wachsendes Interesse an Fonds, die in fernöstliche Märkte investieren", berichte Geyer. Der Kaufquotient habe im vierten Quartal mit 1,59 auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorquartal (1,69) gelegen. "Auch wenn Japan schwächelt, das Vertrauen der Anleger in die Wirtschaftskraft des Kontinents ist ungebrochen", so Geyer weiter. Das Gleiche gelte für Fonds aus anderen Emerging Markets: Ein Kaufquotient von 1,31 belege das fortgesetzte Interesse der Investoren. (21.01.2013/fc/a/f)

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt tief im Minus -- US-Börsen leicht schwächer -- Lufthansa: Gespräche gescheitert, Streik am Freitag -- SAP, Apple, Samsung im Fokus

Apple bestätigt Neuheiten-Präsentation. Telekom nennt Mindestpreis für US-Tochter. Moody's stuft SGL Carbon auf B2 ab. Ölpreise kaum verändert. Generalstreik gegen Inflation in Argentinien. IWF will sich 'sehr bald' zu Lagarde-Vorwürfen treffen. USA schmieden angeblich Syrien-Bündnis.
Beste Produktmarken

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Welche Darstellerin verdient am meisten?

Angesichts möglicher Streiks bei der Lufthansa und der Bahn werden die Forderungen nach einer gesetzlichen Lösung lauter. Wie stehen Sie dazu?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen

Anzeige