Südafrika: Im Land der Gegensätze
Afrika und Aufschwung müssen kein Widerspruch sein
Ganz im Süden des schwarzen Kontinents zeigt ein Land der Finanzwelt, dass Afrika und Aufschwung kein Widerspruch sein müssen. 13 Jahre ist es her, dass das System der Apartheid ein Ende fand. Seitdem hat es Südafrika zu einer beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung gebracht.
Das Land am Kap wächst um vier bis sechs Prozent jährlich, gemessen am Bruttoinlandsprodukt hat es Südafrika auf Platz 27 der internationalen Rangliste geschafft. An der Börse in Johannesburg – dem größten und einzig liquiden Aktienmarkt in Afrikas – haben die Haussiers das Ruder fest in der Hand:
Der Rohstoffboom hat dem südafrikanischen Leitindex JSE in den vergangenen Jahren eine rasante Rally beschert. Schließlich befinden sich 40 Prozent der weltweit bekannten Goldvorkommen in Südafrika.
Südafrika hat mehr zu bieten als nur Gold
Doch Südafrika habe viel mehr zu bieten als nur Gold, meint Marc Roggensinger, der mit dem UBS Equity Fund South Africa einen der wenigen reinen Südafrika-Fonds managt. "Vor allem die wachsende Mittelschicht forciert den Aufschwung", erklärt er.
Der private Konsum gibt dem Immobilien- und Automobilsektor Auftrieb, aber auch der Finanz- und Telekommunikationssektor entwickeln sich gut. Das Ende der Apartheid bedeutete das Ende der internationalen Sanktionen und Kapitalkontrollen.
Und das hat vielen Unternehmen zu Erfolg über die Landesgrenzen hinaus verholfen. Banken, Telekomanbieter oder Einzelhändler operieren auf dem ganzen Kontinent und erreichen auch Konsumenten anderer afrikanischer Staaten.
Hohe Arbeitslosigkeit und Kriminalität
Allerdings sollten Investoren sich bewusst sein, dass der imposante Aufschwung nur die eine Seite der Medaille ist: Trotz des langanhaltenden Booms lebt die Hälfte der Bevölkerung – die meisten davon Schwarze – unterhalb der Armutsgrenze. Verantwortlich dafür ist die enorm hohe Arbeitslosigkeit.
Bei gut 25 Prozent liegt die offizielle Quote, inoffiziell wird von bis zu 40 Prozent gesprochen. Das bereitet den Nährboden für Kriminalität. Südafrika kämpft gegen eine beispiellose Anzahl von Gewaltverbrechen mit mehr als 20000 Morden im Jahr.
Positiver Einfluss der Fußball-WM 2010
Das sei ein Problem, auch für ausländische Investoren, gibt Roggensinger zu. Der Südafrika-Experte glaubt aber, dass die Fußball-Weltmeisterschaft, die 2010 in Südafrika stattfindet, darauf einen positiven Einfluß haben wird:
"Die Veranstalter wollen schließlich, dass viele Touristen ins Land kommen. Und um diese nicht durch die hohe Kriminalität abzuschrecken, wird die Regierung die Maßnahmen zur Verbrechensbekämpfung verstärken."
Fazit: Südafrika bietet risikobereiten Investoren hochinteressante Chancen. Obwohl es an der Börse steil nach oben geht, sind die Aktien noch moderat bewertet. Ein Risiko bleibt allerdings die Entwicklung der Weltkonjunktur. Südafrikas Wirtschaft ist abhängig von ausländischem Kapital. Und bei einer Eintrübung der Weltwirtschaft würden sich die ausländischen Investoren schnell zurückziehen.
Exkurs: Erfolg und Bedeutung der Börse in Südafrika
Die Kurse südafrikanischer Aktien kennen seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Der Index JSE All Share hat allein in den vergangenen drei Jahren 310 Prozent zugelegt und damit den MSCI Emerging Markets deutlich geschlagen. Südafrika ist im MSCI Emerging Markets mit knapp neun Prozent gewichtet und zählt damit zu den größeren Positionen in dem Schwellenländer-Index.
Fonds mit hohem Südafrika-Anteil
Fonds: Südafrika-Anteil (in %)
1. UBS Equity Fund South Africa1: 100,0*
2. EMIF South Africa: 100,0
3. Magna Africa Fund A: 32,0
4. JPM Emerging Value A (acc) $: 14,0
5. Comgest Magellan: 12,9
6. Fidelity Emerging Markets: 8,7
7. UniEMGlobal: 8,6
8. Baring Emerging Opp.: 8,0
*Der UBS-Fonds kann über die Börse Stuttgart gehandelt werden.
Weitere Infos:
www.ubs.com/1/g/globalam/emea/germany/funds.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Südafrika
Ganz im Süden des schwarzen Kontinents zeigt ein Land der Finanzwelt, dass Afrika und Aufschwung kein Widerspruch sein müssen. 13 Jahre ist es her, dass das System der Apartheid ein Ende fand. Seitdem hat es Südafrika zu einer beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung gebracht.
Das Land am Kap wächst um vier bis sechs Prozent jährlich, gemessen am Bruttoinlandsprodukt hat es Südafrika auf Platz 27 der internationalen Rangliste geschafft. An der Börse in Johannesburg – dem größten und einzig liquiden Aktienmarkt in Afrikas – haben die Haussiers das Ruder fest in der Hand:
Der Rohstoffboom hat dem südafrikanischen Leitindex JSE in den vergangenen Jahren eine rasante Rally beschert. Schließlich befinden sich 40 Prozent der weltweit bekannten Goldvorkommen in Südafrika.
Südafrika hat mehr zu bieten als nur Gold
Doch Südafrika habe viel mehr zu bieten als nur Gold, meint Marc Roggensinger, der mit dem UBS Equity Fund South Africa einen der wenigen reinen Südafrika-Fonds managt. "Vor allem die wachsende Mittelschicht forciert den Aufschwung", erklärt er.
Der private Konsum gibt dem Immobilien- und Automobilsektor Auftrieb, aber auch der Finanz- und Telekommunikationssektor entwickeln sich gut. Das Ende der Apartheid bedeutete das Ende der internationalen Sanktionen und Kapitalkontrollen.
Und das hat vielen Unternehmen zu Erfolg über die Landesgrenzen hinaus verholfen. Banken, Telekomanbieter oder Einzelhändler operieren auf dem ganzen Kontinent und erreichen auch Konsumenten anderer afrikanischer Staaten.
Hohe Arbeitslosigkeit und Kriminalität
Allerdings sollten Investoren sich bewusst sein, dass der imposante Aufschwung nur die eine Seite der Medaille ist: Trotz des langanhaltenden Booms lebt die Hälfte der Bevölkerung – die meisten davon Schwarze – unterhalb der Armutsgrenze. Verantwortlich dafür ist die enorm hohe Arbeitslosigkeit.
Bei gut 25 Prozent liegt die offizielle Quote, inoffiziell wird von bis zu 40 Prozent gesprochen. Das bereitet den Nährboden für Kriminalität. Südafrika kämpft gegen eine beispiellose Anzahl von Gewaltverbrechen mit mehr als 20000 Morden im Jahr.
Positiver Einfluss der Fußball-WM 2010
Das sei ein Problem, auch für ausländische Investoren, gibt Roggensinger zu. Der Südafrika-Experte glaubt aber, dass die Fußball-Weltmeisterschaft, die 2010 in Südafrika stattfindet, darauf einen positiven Einfluß haben wird:
"Die Veranstalter wollen schließlich, dass viele Touristen ins Land kommen. Und um diese nicht durch die hohe Kriminalität abzuschrecken, wird die Regierung die Maßnahmen zur Verbrechensbekämpfung verstärken."
Fazit: Südafrika bietet risikobereiten Investoren hochinteressante Chancen. Obwohl es an der Börse steil nach oben geht, sind die Aktien noch moderat bewertet. Ein Risiko bleibt allerdings die Entwicklung der Weltkonjunktur. Südafrikas Wirtschaft ist abhängig von ausländischem Kapital. Und bei einer Eintrübung der Weltwirtschaft würden sich die ausländischen Investoren schnell zurückziehen.
Exkurs: Erfolg und Bedeutung der Börse in Südafrika
Die Kurse südafrikanischer Aktien kennen seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Der Index JSE All Share hat allein in den vergangenen drei Jahren 310 Prozent zugelegt und damit den MSCI Emerging Markets deutlich geschlagen. Südafrika ist im MSCI Emerging Markets mit knapp neun Prozent gewichtet und zählt damit zu den größeren Positionen in dem Schwellenländer-Index.
Fonds mit hohem Südafrika-Anteil
Fonds: Südafrika-Anteil (in %)
1. UBS Equity Fund South Africa1: 100,0*
2. EMIF South Africa: 100,0
3. Magna Africa Fund A: 32,0
4. JPM Emerging Value A (acc) $: 14,0
5. Comgest Magellan: 12,9
6. Fidelity Emerging Markets: 8,7
7. UniEMGlobal: 8,6
8. Baring Emerging Opp.: 8,0
*Der UBS-Fonds kann über die Börse Stuttgart gehandelt werden.
Weitere Infos:
www.ubs.com/1/g/globalam/emea/germany/funds.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Südafrika


