Südkorea: Schweißen auf Teufel komm raus
Koreas Börse ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht
In der oberschwäbischen Kleinstadt Biberach wusste man schon vergangenes Jahr, dass sich der Wirtschaftsaufschwung in Asien nicht nur auf die Riesenländer China und Indien beschränkt.
Das ortsansässige Unternehmen Liebherr schraubte nämlich im Sommer 2006 seinen größten jemals hergestellten Turmdrehkran in Seoul zusammen. Bei Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering. Mit dem Kran werden jetzt bis zu 70 Tonnen schwere Schiffsteile versetzt.
Und das zahlt sich aus. Für das Unternehmen genauso wie für Anleger. Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering ist eines der Star-Unternehmen an der Börse Seoul. Um 60 Prozent hat die Werftaktie in diesem Jahr zugelegt.
Deutlich mehr als der Leitindex Kospi 200, der es auf rund 20 Prozent bringt. Das Erstaunliche: Im vorigen Jahr schlummerte Koreas Börse noch im Dornröschenschlaf. Jetzt eilt sie von Rekord zu Rekord. Hinter Singapur und Kuala Lumpur ist Seoul die drittbeste Börse Asiens in diesem Jahr.
Unternehmen mit Weltruf
Das Land hat ja auch einiges vorzuweisen: Südkorea ist die drittgrößte Volkswirtschaft des Kontinents. Und wächst jährlich recht stabil um die fünf Prozent. Die Unternehmen genießen teilweise Weltruf, vor allem die Elektronikgrößen LG und Samsung, dazu Daewoo und Hyundai, alles riesige Konglomerate, Chaebols genannt.
Die koreanischen Werften sind sogar mit Abstand das Beste, was der Planet in dieser Branche zu bieten hat. Unternehmen wie Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering, Daehan Group oder Hyundai Heavy Industries dominieren den Weltmarkt – vor China und Japan.
Sie sind derart mit Aufträgen eingedeckt, dass sie eine ganz neue Dockform erfinden mussten, um der Flut an Bestellungen Herr zu werden. So werden in Korea riesige Tanker jetzt komplett an Land statt in Trockendocks gebaut, um danach auf Rollen und mithilfe von Barkassen ins Wasser bugsiert zu werden. Das geht fix, dauert nur neun Stunden.
Schnelligkeit ist Trumpf
Schnelligkeit ist Trumpf, denn die koreanischen Unternehmen spekulieren auf Aufträge aus China. Die Volksrepublik will ihre Flotte von Mega-Öltankern, die gegenwärtig 25 Schiffe umfasst, bis 2010 auf 90 Schiffe erhöhen. Da die heimischen Werften dafür aber wohl nicht genügend Kapazitäten haben, könnten Südkoreas Schiffbauer einspringen und jede Menge neue Orders an Land ziehen.
Die Regierung in Seoul freut’s. Doch sie bleibt bescheiden. "Eine Erholungsphase", nennt der stellvertretender Finanzminister Cho Won Dong den wirtschaftlichen Aufschwung Koreas. Die Regierung will nicht euphorisch werden, es gibt schließlich auch Probleme im Land.
Denn ähnlich wie China hat Südkorea alle Hände voll zu tun, das Heißlaufen einiger Industriebereiche zu verhindern. Es ist vor allem der Bau-Boom, der Sorgen bereitet. In diesem Jahr erhielten Südkoreas Baugesellschaften bereits Aufträge für umgerechnet 11,4 Milliarden Dollar, 28 Prozent mehr als im Vorjahr.
In Seoul werden ganze Stadtviertel dem Erdboden gleichgemacht, um neuen, vermeintlich schickeren Wohn- und Shopping-Paradiesen zu weichen. Südkoreas Regierung selbst plant eine neue Satellitenstadt mit 100 000 neuen Wohnungen – und unterwandert damit die eigenen "Bremsabsichten".
Immobilienpreise auf dem Niveau von Tokio
Die Immobilienpreise haben bereits das Niveau von Tokio erreicht, weswegen Politiker nach Preiskontrollen und höheren Zinsen rufen. Die Notenbank jedoch will aber aus Rücksicht auf die Wirtschaft die Leitzinsen nicht weiter erhöhen. Lediglich mehr Reserven müssen die Geschäftsbanken inzwischen auf die Seite legen.
Dadurch soll die Kreditnachfrage wenigstens etwas gebremst und der in Ballungszentren überhitzte Immobilienmarkt abgekühlt werden. Vize-Minister Dong gibt sich zuversichtlich: "Wir sehen schon Zeichen der Abkühlung."
Allerdings noch nicht, was die Nachfrage aus dem Ausland angeht: Im ersten Quartal erhöhten sich die Auslandskontrakte gegenüber 2006 um 71 Prozent. Vor allem Länder aus dem Mittleren Osten sind wichtige Kunden und vergeben Großprojekte für Kraftwerke und Raffinerien.
Korea setzt auf Freihandel und Globalisierung
Die Verbindung zum Ausland ist den Koreanern derzeit ohnehin ein großes Anliegen. So will die Regierung auf ein Freihandelsabkommen mit China drängen, nachdem bereits Verhandlungen mit der Europäischen Union vereinbart wurden. "Korea kann inmitten des zunehmenden globalen Wettbewerbs nicht gegen den Strom des freien Handels schwimmen", sagt Kwon Okyu, Minister für Finanzen und Wirtschaft.
Wegweisend ist ein Freihandelsabkommen, das bereits Anfang April mit den USA geschlossen wurde. Begleitet von heftigen Demonstrationen koreanischer Globalisierungsgegner, hatten Seoul und Washington vereinbart, die Zollgrenzen zwischen beiden Ländern aufzuheben.
Durch das Abkommen soll der beidseitige Handel mittelfristig um 20 Prozent zunehmen – im vergangenen Jahr war der bilaterale Handel noch 74 Milliarden Dollar schwer. Wie schnell das Abkommen greift, bleibt abzuwarten. Dass die Warenausfuhr im April um 19 Prozent stieg, wird von Experten jedenfalls noch nicht den neuen Verträgen zugeschrieben.
Starker Export, Binnenkonsum holt auf
Dass man sein Heil nicht nur im Export sehen darf, lehrt jedenfalls das Beispiel Japan. Erst wenn auch die Binnenkonjunktur an Fahrt gewinnt, steht die Wirtschaft auf stabilen Beinen – zumal Korea auch noch recht einseitig von den beiden größten Handelspartnern USA und China abhängt. Umso erfreulicher ist, dass das Konsumentenvertrauen im vergangenen Monat so hoch war wie seit 14 Monaten nicht mehr.
Die Investitionsausgaben steigen ebenfalls wieder. Auch dank der Werften. Die Daehan Group etwa investiert über die nächsten vier Jahre zwei Milliarden Dollar in den Ausbau eines alten Fischerstädtchens zu einem neuen Schiffbauzentrum. Vielleicht sogar mit Kränen aus Biberach.
Die Börse: 2007 mit viel Schwung
Die Börse Seoul ist weiter in Fahrt. Die vergangenen 15 Wochen wurden alle mit einem Plus abgeschlossen – das gab es am koreanischen Aktienmarkt noch nie. Trotz des jüngsten Höhenflugs des Leitindex Kospi sind die Aktien nach Auffassung von Lee Young-tak, Vorsitzender der Korea Exchange, aber immer noch unterbewertet. Bei einer in London veranstalteten Informationsrunde über ausländische Investitionen in koreanische Unternehmen sagte Lee, das Kurs/Gewinn-Verhältnis läge durchschnittlich bei zwölf. Dies sei niedriger als in China und Vietnam. Erfreulicherweise werde die Rally durch Käufe sowohl ausländischer wie auch inländischer Investoren gestützt – besonders positiv sei die Zunahme von Investmentsparplänen privater Anleger.
Die Wirtschaft: Exporte weiter stark
Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für die koreanische Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von 4,4 Prozent. Die Investmentbank Goldman Sachs geht sogar von 4,8 Prozent aus. Positiv seien das solide Exportwachstum sowie die bessere Binnenkonjunktur. Den Inflationsdruck habe die Bank of Korea offensichtlich eingedämmt. "Wir waren positiv überrascht über die Solidität der Exporte trotz der Verlangsamung der Wirtschaft in den USA", sagt Jerald Schiff, der stellvertretende Direktor des Asien-Pazifik-Abteilung des IWF. Südkoreanische Exporte sowie deren Abnahmeländer seien sehr breit gefächert, sodass sie externen Schocks bis zu einem gewissen Grad standhalten könnten.
Die Investments: Acht Korea-Fonds
Von den Korea-Fonds überzeugte der Baring Korea Trust in der jüngsten Vergangenheit am meisten. Der Fonds setzt derzeit vor allem auf den Konsumsektor. Auch Aktien von Tankerschiffbauern sind wegen der anhaltend hohen Öl- und Gaspreise hoch im Fonds gewichtet. Die größten Einzelpositionen im Fonds sind Samsung Electronics, LG Electronics, Mega Study und die Kookmin Bank. Interessant ist auch der noch recht neue Indexfonds (ETF) von iShares (Barclays Global Investors). Er setzt 1 : 1 auf den MSCI Korea. Der Fonds kostet mit einer Jahresgebühr von 0,74 Prozent nur rund die Hälfte dessen, was bei der Konkurrenz fällig ist.
Korea-Fonds
Fonds: Performance seit 1.1.2007 (in %)*
1. Baring Korea Trust: 36.0
2. HSBC GIF Korean Equity AC: 33.6
3. Invesco Korean Equity A: 32.9
4. Atlantis Korea Opportunities: 32.5
5. CAF Korea C (thes.): 30.3
6. Fidelity Korea A USD: 28.9
7. Allianz RCM Korea: 28.6
8. Schroder Korean Equity A Acc: 23.9
9. CS EF Korea: 22.2
10. iShares MSCI Korea DE: 20.5
11. Lyxor ETF MSCI Korea: 19.9
12. Templ. Korea A: 18.3
Fonds: Performance 5 Jahre (in %)*
1. CS EF Korea: 130.4
2. Allianz RCM Korea: 125.9
3. Baring Korea Trust: 115.9
4. Fidelity Korea A USD: 91.9
5. CAF Korea C (thes.): 87.6
6. Invesco Korean Equity A: 71.0
7. Templ. Korea A: 39.0
Quelle: *FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 18.06.2007, 5-Jahresperformance per 31.05.2007.
Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Südkorea
In der oberschwäbischen Kleinstadt Biberach wusste man schon vergangenes Jahr, dass sich der Wirtschaftsaufschwung in Asien nicht nur auf die Riesenländer China und Indien beschränkt.
Das ortsansässige Unternehmen Liebherr schraubte nämlich im Sommer 2006 seinen größten jemals hergestellten Turmdrehkran in Seoul zusammen. Bei Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering. Mit dem Kran werden jetzt bis zu 70 Tonnen schwere Schiffsteile versetzt.
Und das zahlt sich aus. Für das Unternehmen genauso wie für Anleger. Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering ist eines der Star-Unternehmen an der Börse Seoul. Um 60 Prozent hat die Werftaktie in diesem Jahr zugelegt.
Deutlich mehr als der Leitindex Kospi 200, der es auf rund 20 Prozent bringt. Das Erstaunliche: Im vorigen Jahr schlummerte Koreas Börse noch im Dornröschenschlaf. Jetzt eilt sie von Rekord zu Rekord. Hinter Singapur und Kuala Lumpur ist Seoul die drittbeste Börse Asiens in diesem Jahr.
Unternehmen mit Weltruf
Das Land hat ja auch einiges vorzuweisen: Südkorea ist die drittgrößte Volkswirtschaft des Kontinents. Und wächst jährlich recht stabil um die fünf Prozent. Die Unternehmen genießen teilweise Weltruf, vor allem die Elektronikgrößen LG und Samsung, dazu Daewoo und Hyundai, alles riesige Konglomerate, Chaebols genannt.
Die koreanischen Werften sind sogar mit Abstand das Beste, was der Planet in dieser Branche zu bieten hat. Unternehmen wie Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering, Daehan Group oder Hyundai Heavy Industries dominieren den Weltmarkt – vor China und Japan.
Sie sind derart mit Aufträgen eingedeckt, dass sie eine ganz neue Dockform erfinden mussten, um der Flut an Bestellungen Herr zu werden. So werden in Korea riesige Tanker jetzt komplett an Land statt in Trockendocks gebaut, um danach auf Rollen und mithilfe von Barkassen ins Wasser bugsiert zu werden. Das geht fix, dauert nur neun Stunden.
Schnelligkeit ist Trumpf
Schnelligkeit ist Trumpf, denn die koreanischen Unternehmen spekulieren auf Aufträge aus China. Die Volksrepublik will ihre Flotte von Mega-Öltankern, die gegenwärtig 25 Schiffe umfasst, bis 2010 auf 90 Schiffe erhöhen. Da die heimischen Werften dafür aber wohl nicht genügend Kapazitäten haben, könnten Südkoreas Schiffbauer einspringen und jede Menge neue Orders an Land ziehen.
Die Regierung in Seoul freut’s. Doch sie bleibt bescheiden. "Eine Erholungsphase", nennt der stellvertretender Finanzminister Cho Won Dong den wirtschaftlichen Aufschwung Koreas. Die Regierung will nicht euphorisch werden, es gibt schließlich auch Probleme im Land.
Denn ähnlich wie China hat Südkorea alle Hände voll zu tun, das Heißlaufen einiger Industriebereiche zu verhindern. Es ist vor allem der Bau-Boom, der Sorgen bereitet. In diesem Jahr erhielten Südkoreas Baugesellschaften bereits Aufträge für umgerechnet 11,4 Milliarden Dollar, 28 Prozent mehr als im Vorjahr.
In Seoul werden ganze Stadtviertel dem Erdboden gleichgemacht, um neuen, vermeintlich schickeren Wohn- und Shopping-Paradiesen zu weichen. Südkoreas Regierung selbst plant eine neue Satellitenstadt mit 100 000 neuen Wohnungen – und unterwandert damit die eigenen "Bremsabsichten".
Immobilienpreise auf dem Niveau von Tokio
Die Immobilienpreise haben bereits das Niveau von Tokio erreicht, weswegen Politiker nach Preiskontrollen und höheren Zinsen rufen. Die Notenbank jedoch will aber aus Rücksicht auf die Wirtschaft die Leitzinsen nicht weiter erhöhen. Lediglich mehr Reserven müssen die Geschäftsbanken inzwischen auf die Seite legen.
Dadurch soll die Kreditnachfrage wenigstens etwas gebremst und der in Ballungszentren überhitzte Immobilienmarkt abgekühlt werden. Vize-Minister Dong gibt sich zuversichtlich: "Wir sehen schon Zeichen der Abkühlung."
Allerdings noch nicht, was die Nachfrage aus dem Ausland angeht: Im ersten Quartal erhöhten sich die Auslandskontrakte gegenüber 2006 um 71 Prozent. Vor allem Länder aus dem Mittleren Osten sind wichtige Kunden und vergeben Großprojekte für Kraftwerke und Raffinerien.
Korea setzt auf Freihandel und Globalisierung
Die Verbindung zum Ausland ist den Koreanern derzeit ohnehin ein großes Anliegen. So will die Regierung auf ein Freihandelsabkommen mit China drängen, nachdem bereits Verhandlungen mit der Europäischen Union vereinbart wurden. "Korea kann inmitten des zunehmenden globalen Wettbewerbs nicht gegen den Strom des freien Handels schwimmen", sagt Kwon Okyu, Minister für Finanzen und Wirtschaft.
Wegweisend ist ein Freihandelsabkommen, das bereits Anfang April mit den USA geschlossen wurde. Begleitet von heftigen Demonstrationen koreanischer Globalisierungsgegner, hatten Seoul und Washington vereinbart, die Zollgrenzen zwischen beiden Ländern aufzuheben.
Durch das Abkommen soll der beidseitige Handel mittelfristig um 20 Prozent zunehmen – im vergangenen Jahr war der bilaterale Handel noch 74 Milliarden Dollar schwer. Wie schnell das Abkommen greift, bleibt abzuwarten. Dass die Warenausfuhr im April um 19 Prozent stieg, wird von Experten jedenfalls noch nicht den neuen Verträgen zugeschrieben.
Starker Export, Binnenkonsum holt auf
Dass man sein Heil nicht nur im Export sehen darf, lehrt jedenfalls das Beispiel Japan. Erst wenn auch die Binnenkonjunktur an Fahrt gewinnt, steht die Wirtschaft auf stabilen Beinen – zumal Korea auch noch recht einseitig von den beiden größten Handelspartnern USA und China abhängt. Umso erfreulicher ist, dass das Konsumentenvertrauen im vergangenen Monat so hoch war wie seit 14 Monaten nicht mehr.
Die Investitionsausgaben steigen ebenfalls wieder. Auch dank der Werften. Die Daehan Group etwa investiert über die nächsten vier Jahre zwei Milliarden Dollar in den Ausbau eines alten Fischerstädtchens zu einem neuen Schiffbauzentrum. Vielleicht sogar mit Kränen aus Biberach.
Die Börse: 2007 mit viel Schwung
Die Börse Seoul ist weiter in Fahrt. Die vergangenen 15 Wochen wurden alle mit einem Plus abgeschlossen – das gab es am koreanischen Aktienmarkt noch nie. Trotz des jüngsten Höhenflugs des Leitindex Kospi sind die Aktien nach Auffassung von Lee Young-tak, Vorsitzender der Korea Exchange, aber immer noch unterbewertet. Bei einer in London veranstalteten Informationsrunde über ausländische Investitionen in koreanische Unternehmen sagte Lee, das Kurs/Gewinn-Verhältnis läge durchschnittlich bei zwölf. Dies sei niedriger als in China und Vietnam. Erfreulicherweise werde die Rally durch Käufe sowohl ausländischer wie auch inländischer Investoren gestützt – besonders positiv sei die Zunahme von Investmentsparplänen privater Anleger.
Die Wirtschaft: Exporte weiter stark
Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für die koreanische Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von 4,4 Prozent. Die Investmentbank Goldman Sachs geht sogar von 4,8 Prozent aus. Positiv seien das solide Exportwachstum sowie die bessere Binnenkonjunktur. Den Inflationsdruck habe die Bank of Korea offensichtlich eingedämmt. "Wir waren positiv überrascht über die Solidität der Exporte trotz der Verlangsamung der Wirtschaft in den USA", sagt Jerald Schiff, der stellvertretende Direktor des Asien-Pazifik-Abteilung des IWF. Südkoreanische Exporte sowie deren Abnahmeländer seien sehr breit gefächert, sodass sie externen Schocks bis zu einem gewissen Grad standhalten könnten.
Die Investments: Acht Korea-Fonds
Von den Korea-Fonds überzeugte der Baring Korea Trust in der jüngsten Vergangenheit am meisten. Der Fonds setzt derzeit vor allem auf den Konsumsektor. Auch Aktien von Tankerschiffbauern sind wegen der anhaltend hohen Öl- und Gaspreise hoch im Fonds gewichtet. Die größten Einzelpositionen im Fonds sind Samsung Electronics, LG Electronics, Mega Study und die Kookmin Bank. Interessant ist auch der noch recht neue Indexfonds (ETF) von iShares (Barclays Global Investors). Er setzt 1 : 1 auf den MSCI Korea. Der Fonds kostet mit einer Jahresgebühr von 0,74 Prozent nur rund die Hälfte dessen, was bei der Konkurrenz fällig ist.
Korea-Fonds
Fonds: Performance seit 1.1.2007 (in %)*
1. Baring Korea Trust: 36.0
2. HSBC GIF Korean Equity AC: 33.6
3. Invesco Korean Equity A: 32.9
4. Atlantis Korea Opportunities: 32.5
5. CAF Korea C (thes.): 30.3
6. Fidelity Korea A USD: 28.9
7. Allianz RCM Korea: 28.6
8. Schroder Korean Equity A Acc: 23.9
9. CS EF Korea: 22.2
10. iShares MSCI Korea DE: 20.5
11. Lyxor ETF MSCI Korea: 19.9
12. Templ. Korea A: 18.3
Fonds: Performance 5 Jahre (in %)*
1. CS EF Korea: 130.4
2. Allianz RCM Korea: 125.9
3. Baring Korea Trust: 115.9
4. Fidelity Korea A USD: 91.9
5. CAF Korea C (thes.): 87.6
6. Invesco Korean Equity A: 71.0
7. Templ. Korea A: 39.0
Quelle: *FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 18.06.2007, 5-Jahresperformance per 31.05.2007.
Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Südkorea


