20.12.2012 11:29
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Thema des Monats Dezember 2012

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Die Stärke der Dividenden – James Harries, Investment-Direktor bei Newton Investment Management Limited, über die weltweite Suche nach ertragreichen Aktien.

Angesichts der lediglich moderaten Erträge, die für die meisten bedeutenden Anlageklassen nach wie vor erwartet werden, ist das Kaufinteresse an ertragsorientierten Investments ungebrochen. James Harries, Investment-Direktor für die globalen Fonds von Newton Investment Management Limited (Newton), ist der Meinung, dass sich die Anleger als wichtige Komponente ihrer langfristigen Gesamterträge deshalb zurzeit auf das Potenzial von Dividenden fokussieren. Außerdem betont er, dass die Dividendenrenditen im Vergleich zu anderen Ertragsinvestments momentan weltweit attraktiv sind. In diesem Zusammenhang weist Harries auf diverse Studien hin, welche die gebündelte Schlagkraft reinvestierter Dividenden belegen. Darüber hinaus kann ein Fokus auf die Dividendenrenditen seiner Auffassung nach auch hilfreiche Anhaltspunkte bei der Identifizierung überdurchschnittlich erfolgreicher Unternehmen liefern, die ihr Kapital diszipliniert und effizient einsetzen und auch ihre Cashflows entsprechend steuern.

Worauf ist das erneute Kaufinteresse der Anleger an Unternehmen, die Dividenden ausschütten, zurückzuführen?

James Harries: Meiner Meinung nach gibt es dafür mehrere Gründe. Zunächst einmal sind die Erträge vieler traditioneller Anlageformen seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise gesunken. So sind beispielsweise die Zinsen an den etablierten Märkten immer noch ebenso niedrig wie die Renditen der entsprechenden Staatsanleihen. Gleichzeitig bleiben die Investoren gegenüber anderen Anlageklassen – wie beispielsweise hypothekengesicherten Wertpapieren – skeptisch. Aufgrund der Schlagzeilen, die momentan aus der Finanzwelt vermeldet werden, sowie mit Blick auf jene Anleger, die während der globalen Finanzkrise mit solchen Papieren Verluste erlitten haben, richtet sich das allgemeine Kaufinteresse meiner Meinung nach deshalb zurzeit wieder auf ungehebelte, transparente und nachvollziehbare Investments, die sowohl laufende Erträge als auch ein längerfristiges Kapitalwachstum bieten.

Halten Sie diese Tendenz hin zu Dividenden also für eine Komponente eines allgemeinen Trends, im Rahmen dessen sich die Anleger nach der globalen Finanzkrise nun wieder auf die Grundlagen von Aktieninvestments besinnen?

James Harries: Das ist durchaus möglich, denn schließlich sind einige Investoren von eher exotischen Anlageformen enttäuscht worden. Ich bin allerdings der Meinung, dass zwei entscheidende Hauptargumente bereits seit jeher für einen ertragsorientierten Ansatz bei Aktieninvestments sprechen. Zum einen belegt eine Vielzahl von Studien, dass Kapitalerträge in Form reinvestierter Dividenden auf lange Sicht einen wesentlichen Bestandteil der Gesamterträge darstellen können. Zum anderen können Anleger, die konzentriert in Ertragsaktien in - vestieren, von einer Reihe positiver Eigenschaften profitieren, welche Unternehmen, die solche Aktien emittieren, tendenziell aufweisen. Außerdem können Dividendenrenditen unserer Meinung nach auch dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf einer Aktie zu ermitteln. Steigt die Rendite einer Aktie und sinkt gleichzeitig ihr Kurs, so handelt es sich dabei unseres Erachtens um einen günstigen Kaufzeitpunkt. Sinkt jedoch die Rendite, während der Aktienkurs gleichzeitig ansteigt, wäre das unserer Auffassung nach eher eine günstige Verkaufsgelegenheit.

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