24.01.2013 11:19
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Top-Performer 2012: Deutsche Aktienfonds

München (www.fondscheck.de) - Der Dax legte 2012 eine Rally hin, die nur wenige erwarteten, deutsche Aktienfonds profitierten davon, so die Experten von "FundResearch".

Der MEAG ProInvest von der MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbh habe 2012 die fünftbeste Performance aller Deutschlandfonds gezeigt. Das Fondsmanagerteam habe ein Plus von 33,34 Prozent erreicht. Zum Vergleich: Der deutsche Aktienindex DAX sei auf 29,06 Prozent und der Kategoriedurchschnitt "Aktienfonds Deutschland" des FINANZEN FundAnalyzer (FVBS) auf 22,47 Prozent gekommen. Der gut 90 Mio. Euro starke MEAG ProInvest trage die €uro-FondsNote 3 und sei im Oktober 1990 aufgelegt worden. Die Gesamtgebühr (TER) betrage 1,31 Prozent. Das sei die niedrigste bei den hier verglichenen Fonds.

Über den Zeitraum von drei Jahren erreiche das Managerteam eine Wertentwicklung von 28,73 Prozent. Mit einer Volatilität von 21,84 Prozent für diesen Zeitraum gehöre der Fonds zu den risikoreicheren Produkten der Peer-Group. Die Sharpe-Ratio von 0,35 sei durchschnittlich. Die Branchenallokation des ProInvest zeige mit 27,7 Prozent einen starken Fokus auf Pharma- und Chemietitel (Stand: 30. November 2012). Auf den Industriesektor würden 20,0 Prozent des Fondsvolumens entfallen, auf den Finanzsektor 17,0 Prozent. Die Top-Holdings seien BASF mit 8,8 Prozent, Bayer 8,1 Prozent und SAP mit 7,6 Prozent.

Platz vier gehe an den Concentra A (Concentra A (EUR)) von Allianz Global Investors. Der Fonds sei fast zwei Mrd. Euro stark und trage die €uro-FondsNote 2. Der bereits im März 1956 aufgelegte und damit älteste Fonds dieses Vergleichs habe eine Gesamtgebühr von 1,75 Prozent. Fondsmanager Matthias Born habe 2012 ein Plus von 34,49 Prozent geschafft. In den vergangenen drei Jahren sei der Fonds um 40,13 Prozent geklettert. Die Dreijahres-Volatilität von 20,35 Prozent sei durchschnittlich, die Sharpe-Ratio von 0,53 sei hingegen die viertbeste der Peer-Group.

Born setze auf Sektorebene zu 21,1 Prozent auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Stand: 30. November 2012). In zyklische Konsumgüter investiere er 17,4 Prozent und in Finanzdienstleistungen 15,3 Prozent. Bei seinen Top-Holdings setze der Fondsmanager auf die DAX-Schwergewichte: Ganze zehn Prozent würden auf BASF, 9,9 Prozent auf SAP und 9,2 Prozent auf Bayer entfallen.

Einen Platz auf dem Treppchen erreiche der DWS Deutschland . Im Oktober dieses Jahres feiere der Fonds seinen 20. Geburtstag. Schon jetzt könne sich Fondsmanager Tim Albrecht über die €uro-FondsNote 2 freuen. Mit einem Volumen von 2,74 Mrd. Euro sei der DWS Deutschland der größte Fonds dieses Vergleichs. Die TER betrage 1,40 Prozent. Die Wertentwicklung 2012 habe 36,89 Prozent betragen. Im Zeitraum der vergangenen drei Jahre seien es 43,69 Prozent gewesen.

Die Volatilität von 22,74 Prozent im selben Zeitraum bringe den Fonds in die risikoreichere Hälfte der Peer-Group. Im Sharpe-Ratio-Ranking belege er mit 0,51 Platz fünf. In dauerhafte Konsumgüter investiere Albrecht mit 22,7 Prozent am stärksten (Stand: 30. November 2012). Grundstoffe kämen auf 20,2 Prozent, der Industriesektor auf 17,3 Prozent. Top-Holding sei mit 9,8 Prozent BASF, gefolgt von Bayer (8,2 Prozent) und SAP (7,5 Prozent).

Auf dem Silberrang lande der Deutschland-INVEST von der LBB-INVEST. Der Fonds trage die €uro-FondsNote 2 und werde von Sven Krause gemanagt. Er habe ein Volumen von knapp 40 Mio. Euro und eine Gesamtgebühr von 1,52 Prozent. Im vergangenen Jahr habe Krause mit seinem im November 1990 aufgelegten Fonds ein Plus von 37,03 Prozent und damit fast so viel wie in den vergangenen drei Jahren erreicht. Da seien es 37,65 Prozent gewesen.

Die Dreijahresvolatilität sei mit 19,99 Prozent die geringste dieses Vergleichs. Innerhalb der Peer-Group liege der Fonds damit im Mittelfeld. Mit einer Sharpe-Ratio von 0,51 teile er sich mit dem DWS Deutschland Platz fünf. Krause habe den Chemiesektor mit 19,8 Prozent am stärksten allokiert. Die Automobilindustrie und Investitionsgüter würden mit 14,3 Prozent bzw. 12,5 Prozent dahinter folgen. Bei den Top-Holdings setze er auf dieselben Unternehmen wie die Fondsmanager der anderen bisher vorgestellten Fonds: BASF (9,7 Prozent), SAP (9,7 Prozent) und Bayer (9,3 Prozent).

Platz eins und damit performancestärkster Aktienfonds Deutschlands im Jahr 2012 sei eine echte Überraschung: Der HAIG MB S Plus B von Hauck & Aufhäuser habe 2012 unglaubliche 50,78 Prozent zugelegt. Dass das so nicht zu erwarten gewesen sei, zeige seine Vergangenheit: Über drei Jahre liege die Wertsteigerung bei 5,76 Prozent. Das Fondsmanagementteam könne mit seinem im Oktober 2008 aufgelegten Fonds also auf ein herausragendes Jahr zurückblicken. Das Fondsvolumen sei mit 8,07 Mio. Euro verschwindend gering und die Gesamtgebühr mit 2,36 Prozent entsprechend teuer. Mit einer Volatilität von 29,54 Prozent über drei Jahre gehöre der Fonds zu den risikoreichsten der Peer-Group, mit einer Sharpe-Ratio von 0,03 rangiere dort weit unten.

Auf Branchenebene würden die Fondsmanager 16,0 Prozent in Chemie- und Pharmatitel (Stand: 1. November 2012) investieren. 12,2 Prozent würden in den Rechts-/ Steuer-/ und Wirtschaftssektor und 11,5 Prozent in die Automobilbranche fließen. Diese Allokation unterscheide sich von den anderen Fonds. Auch bei den Top-Holdings gebe es einen Unterschied: Größter Einzeltitel sei nicht Bayer, BASF oder SAP, sondern Siemens mit 9,8 Prozent. Bayer und BASF würden aber mit 8,4 bzw. 8,0 Prozent direkt dahinter folgen. SAP sei mit 7,5 Prozent viertstärkster Titel. (Ausgabe vom 23.01.2013) (24.01.2013/fc/a/f)

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