22.02.2013 14:16
Bewerten
 (0)

„Trennbankensystem ist abzulehnen“

DVFA-Blitzumfrage: Deutsche professionelle Anleger halten Trennbankensystem überwiegend für kontraproduktiv.

Anfang Februar hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf beschlossen, der unter anderem die Abtrennung risikoreicher Bereiche vom Einlagengeschäft beinhaltet – das sogenannte „Trennbankensystem“ (FundResearch berichtete). Die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) hat in einer Blitzumfrage 200 professionelle Anleger – Investmentbanker, Finanzanalysten und Asset Manager – gefragt, wie sie die geplante gesetzgeberische Initiative im Hinblick auf die Zukunft der Bankenlandschaft in Deutschland bewerten.

Fast 37 Prozent der Befragten halten die deutschen Pläne für kontraproduktiv und lehnen die Einführung eines Trennbankensystems ab. Sie sind der Meinung, der deutsche Finanzsektor verliere gegenüber den nicht regulierten Mitbewerbern z.B. aus den USA, dem asiatischen Raum oder Großbritannien an Wettbewerbsfähigkeit. Zukünftige Crashs könnten nicht durch Regulierungen von außen, sondern nur durch Eigenkontrolle und Risikomanagement vermieden werden.

Für 26 Prozent der befragten Investment Professionals ist der Gesetzentwurf ein Placebo im Wahlkampfjahr, das nur an der Oberfläche kratze und stark nachbesserungswürdig sei. Sie halten die Abgrenzung zwischen echtem Eigenhandel und Geschäften im Kundenauftrag für zu weich, wodurch eine Aushebelung der Zielstellung des Gesetzes ermöglicht werde.

Ebenfalls 26 Prozent sind der Ansicht, dass die Einführung eines Trennbankensystems überfällig ist. Das risikoreiche Investmentbanking müsse vom Retailgeschäft getrennt werden, um Ausfallrisiken zu minimieren und zu verhindern, dass weitere Milliardenbeträge zur Stützung der Banken aufgewendet werden. Dass Deutschland mit der Initiative innerhalb Europas voranpresche sei in diesem Zusammenhang sinnvoll.

Elf Prozent der befragten Anleger nutzten die Möglichkeit, freie Kommentare abzugeben. Darin spricht sich eine Mehrheit gegen das Trennbankensystem aus. Gründe dafür sind überwiegend das in Deutschland bewährte Universalbankensystem und die Ablehnung des deutschen Alleingangs. Vielmehr sollte ein solches System weltweit eingeführt werden.

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX stabil -- Asiens Börsen schließen leichter -- Weitere Reformen: Griechen fügen sich ihrem Schicksal -- VW mit Milliardengewinnen -- Intesa SanPaolo, Generali, Deutsche Börse, LSE im Fokus

Einfach-Handy Nokia 3310 kommt zurück. Pfeiffer Vacuum lehnt Übernahmeangebot von Busch endgültig ab. BMW prüft offenbar wegen Brexit Bau des Elektro-Mini in Deutschland. STADA öffnet Bücher für alle Interessenten. Deutsche Bank kommt beim Stellenabbau voran. Samsung will mit hochwertigem Tablet 'Galaxy Tab S3' punkten.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Das sind die Preisträger 2017.
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Nordex AGA0D655
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BMW AG519000
Apple Inc.865985
BASFBASF11
CommerzbankCBK100
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
adidas AGA1EWWW
Scout24 AGA12DM8
TeslaA1CX3T
Siemens AG723610