22.01.2013 15:30

Senden

Umfrage Axa IM: Weiter große Wissenslücken über Fonds unter den Deutschen


    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Wissenslücken der Deutschen über Investmentfonds sind nach wie vor sehr groß. Zugleich ist der Wunsch nach mehr Aufklärung in Sachen Finanzwissen - vor allem an Schulen - innerhalb der Bevölkerung stark. Dies hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Verm ögensverwaltungsgesellschaft Axa Investment Managers (Axa IM) ergeben. Insgesamt wurden zum achten Mal deutschlandweit 1.000 Bürger befragt. Viel geändert hat sich seit der ersten Umfrage im Jahr 2006 bislang nicht.

 

    "Im vergangenen Jahr hat sich eine leichte Verbesserung bei den Wissenslücken in der deutschen Bevölkerung bemerkbar gemacht. Dennoch sind die Lücken aber erschreckend groß", sagt Karin Kleinemas, Marketing-Chefin für Nordeuropa bei Axa IM bei der Vorstellung der aktuellen Ergebnisse in Frankfurt. Die Hälfte aller Befragten hatten gar keine oder nur wenig Ahnung über Fonds, wie der selbst entwickelte Axa-IM-Wissensindex ergab.

 

    Und selbst unter den Befragten, die Fonds besitzen, herrscht zum Teil große Unwissenheit über diese Vermögensanlage. So konnten rund 60 Prozent aller befragten Fondsbesitzer spontan keine Fondsgesellschaft namentlich nennen. Nur ein Drittel aller Fondsbesitzer weiß zudem, dass in Fonds investierte Vermögen bei einer Insolvenz des Fondsanbieters geschützt sind. Und diese Zahl ist trotz allem eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr 2011: Da waren es nur etwas mehr als ein Viertel der Fondsbesitzer, die die richtige Antwort kannten.

 

    "Nach über 20 Jahren Fondsvertrieb ist es uns immer noch nicht gelungen, den Leuten die Grundcharakteristika eines Fonds verständlich zu machen", bekennt Geschäftsführer Uwe Diehl. Es gelte daher, mehr und einfacher zu erklären und zu formulieren, schlussfolgert Kleinemas. Es gibt aber auch Lichtblicke. Denn immerhin wissen inzwischen 60 Prozent der Befragten, dass Rentenfonds nichts mit der Rente zu tun haben, sondern Fonds sind, die in festverzinsliche Wertpapiere investieren. Im Vorjahr kannte nur die Hälfte der Befragten die richtige Antwort. Zugleich aber klafften auch hier wieder Lücken, denn mit dem Alternativbegriff Anleihefonds konnte nur knapp ein Drittel der Befragten etwas anfangen.

 

    Immerhin ein Fünftel der Deutschen scheint sich der Auswirkungen ihrer Wissenslücken bewusst zu sein. "Dieser Teil hat erkannt, dass es sinnvoll ist, sich in Finanzthemen auszukennen und wäre bereit, für eine Verbesserung ihrer Finanzkenntnisse sogar zu bezahlen", sagt Kleinemas. Allerdings seien dies vor allem jene, die bereits sehr gute Kenntnisse hätten beziehungsweise über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro verfügten. Der Beraterfunktion, etwa von Vermögensverwaltern oder Banken, kommt ebenfalls ein sehr wichtiger Stellenwert zu, wie die Umfrage zeigt. 91 Prozent aller Befragten halten eine Beratung bei einer Geldanlage in Fonds für wichtig. Unter den Fondsbesitzern waren es sogar 96 Prozent.

 

    Stark gewünscht wird zudem, dass Finanzwissen bereits im Schulunterricht vermittelt wird. 65 Prozent aller Befragen sprachen sich dafür aus. "Diese Forderung ist damit seit Jahren unverändert hoch", so Kleinemas. "Nur wer sich mit dem Thema Geld bereits als junger Mensch auseinandersetzt, kann später souverän und selbstsicher mit der Geldanlage umgehen."/ck/ag

 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Fondsfinder

Fondsname:
KAG:
Fondsart:
 
Ausgabeaufschlag:
Mindestalter:
Jahresperformance:
Volumen:
S&P Rating:
Fondsnote:
Sortieren nach:
Suchen

ANZEIGE

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen

Anzeige