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07.03.2012 10:55

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BÖRSE HAMBURG

Umsätze im Fondshandel knapp unter Marke von 100 Millionen Euro


Der Umsatz im Fondshandel an der Börse Hamburg ist im Februar gesunken, so die Börse Hamburg.

Anleger hätten Fondsanteile im Volumen von 98,9 Millionen Euro gehandelt. Im Monat zuvor habe das Handelsvolumen 114,8 Millionen Euro betragen. Im Mittelpunkt des Handels im Februar hätten offene Immobilienfonds und Aktienfonds gestanden.

"In den offenen Immobilienfonds waren die Umsätze erneut besonders hoch", kommentiere Niklas Breckling, Makler bei der Wertpapierhandelsbank Schnigge, die Entwicklung im Februar. "Vor allem die Frage, ob die drei Immobilienfonds KanAm grundinvest (KanAm grundinvest Fonds), CS Euroreal (CS Euroreal A EUR) und SEB ImmoInvest (SEB ImmoInvest P) wieder öffnen oder aufgelöst werden, hat den Fondshandel im Februar bewegt." Im Fall des KanAm grundinvest habe die Fondsgesellschaft am Morgen des 29. Februars bekannt gegeben, dass der Fonds abgewickelt werde. Unter dem Strich würden die drei Fonds nach Umsatz einmal mehr die Tabellenspitze bilden.

Mit 18,3 Millionen Euro Umsatz sei der CS Euroreal im Februar abermals am stärksten gehandelt worden. Anteile am SEB ImmoInvest seien auf einen Umsatz von 13,9 Millionen Euro gekommen, im KanAm grundinvest seien Anteile im Volumen von 6,1 Millionen Euro umgesetzt worden. In den Top-10 nach Umsatz würden sich dazu vier weitere offene Immobilienfonds finden, bei denen die Kapitalanlagegesellschaft die Anteilsrücknahme ausgesetzt habe oder die sich in Auflösung befinden würden. Diese Fonds könnten nur an der Börse gehandelt werden.

Spätestens im Mai entscheide sich, ob der CS Euroreal und der SEB ImmoInvest wieder öffnen würden oder aufgelöst werden müssten. "Nicht nur aus Sicht der Börse wäre eine Auflösung sehr bedauerlich. Denn der Grundgedanke, sich schon mit relativ geringen Beträgen an Immobilienvermögen beteiligen zu können, ist gerade auch für Privatanleger weiterhin wichtig und gut. Ganz entscheidend wird es jedoch darauf ankommen, ob es gelingt, das Vertrauen der Anleger in diese Assetklasse wieder herzustellen.", sage Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg.

Eines der bestimmenden Themen am Aktienmarkt im Februar - das zweite Hilfspaket für Griechenland - habe auch den Fondshandel bewegt. "Aktienfonds waren schwer im Kommen - hier war eine deutlich stärkere Nachfrage zu sehen", erläutere Breckling. "Der positive Beschluss über das Rettungspaket war zwar schon seit längerem eingepreist. Aber einige Anleger haben wieder Mut zu investieren." So hätten zum Beispiel der Stuttgarter Aktienfonds (Stuttgarter-Aktien-Fonds) mit einem Umsatz von 1,1 Millionen Euro und der Mischfonds Flossbach von Storch Multiple Opportunities (Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R) mit 5,2 Millionen Euro Umsatz bei Käufern punkten können.

Diese Fonds und der ebenfalls gefragte DWS Top Dividende , die zu einem großen Teil in dividendenstarke Titel investieren würden, würden laut Breckling möglicherweise auch von der anstehenden Hauptversammlungssaison profitieren, in der das Thema Ausschüttungen in den Fokus rücke. "Die Frage lautet: Ist der Anstieg der vergangenen Wochen gerechtfertigt - und wann kommt die Konsolidierung? Die Marke von 7.000 Punkten ist schon ein harter Brocken", so die Einschätzung von Breckling.

Unter den Top-10 der Performancespitzenreiter würden sich im Februar mehrere Aktienfonds mit unterschiedlichen Regionen- oder Branchenschwerpunkten finden. Die höchste Wertsteigerung habe der Schroder ISF US Smaller Companies (SISF US Smaller Companies A ausschüttend) erzielt, der in kleine Werte am US-amerikanischen Markt investiere. Die Anteile an diesem Fonds hätten ihren Wert mehr als verdoppeln können - sie hätten ein Plus von 54,84 Prozent verbucht.

Auch viele Fonds, die auf Titel in den aufstrebenden Volkswirtschaften setzen würden, seien am Markt gesucht gewesen. So sei der Wert der Anteile des HSBC BRIC Equity (HSBC GIF BRIC Equity M1C) mit dem Anlageschwerpunkt in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) um annähernd 17 Prozent gestiegen. Ferner seien einzelne Afrika-Fonds gefragt gewesen, dazugekommen seien Fonds auf norwegische Aktien. Insgesamt hätten im Februar zahlreiche Aktienfonds mit unterschiedlichen Schwerpunkten Zuwächse zwischen 5 und 10 Prozent erzielt. Auch der KanAm grundinvest sei mit einem Plus von 20,22 Prozent auf Monatssicht ein Top-Performer gewesen. (07.03.2012/fc/a/f)

Hamburg (www.fondscheck.de)

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