05.02.2013 14:42
Bewerten
 (0)

Ungemütliche Zeiten für Banker

Deutschland und Großbritannien fahren immer schwerere Geschütze gegen Banker auf.

Top-Manager von Finanzkonzernen müssen bei Verstößen gegen die verschärfte Sorgfaltspflicht mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen. Damit drohte jetzt die Bundesregierung. Seit Ausbruch der Finanzkrise sei praktisch kein Top-Banker verurteilt worden. „Wir haben festgestellt, dass hier eine gewisse Regelungslücke besteht, die wir schließen wollen“, sagt ein hochrangiger Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Verstößt ein Banker oder Versicherungsmanager vorsätzlich gegen Vorschriften für das Risikomanagement und führt das zu einer Existenzgefährdung des Unternehmens, droht eine Haftstrafe von maximal fünf Jahren. Der britische Finanzminister George Osborne brachte darüber hinaus ein Berufsverbot für Manager von Pleiteinstituten ins Spiel und plant zudem eine Aufspaltung der Banken, die nicht wie gefordert Gelder der Sparer vor dem Zugriff der Investmentbanker schützen. Deutschland und Großbritannien preschen damit in Europa voran.

Die geplanten Änderungen sind Teil eines umfassenden Regulierungspakets, über das das Kabinett am morgigen Mittwoch entscheidet. Großbanken sollen demnach künftig ohne Steuergelder saniert und abgewickelt werden können. Ihr Privatkundengeschäft soll zudem gegen Risiken aus Handelsbereichen abgesichert werden. Banken, deren riskante Aktivitäten mehr als 20 Prozent der Bilanzsumme oder über 100 Milliarden Euro ausmachen, sollen diese Bereiche künftig in eine rechtlich eigene Einheit auslagern. Dieser Gesetzentwurf ist eng mit Frankreich abgestimmt. Paris plant ebenfalls die Auslagerung bestimmter riskanter Bereiche.

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX freundlich -- Athener Börse bricht nach Zwangspause um 22 Prozent ein -- Commerzbank verdreifacht nahezu den Gewinn -- HSBC mit leichtem Gewinnrückgang

Geldgeber präsentieren in Griechenland Forderungen. Merkel will offenbar zu vierter Amtszeit antreten. Deutsche Börse will Kapital erhöhen. Chef von Bitcoin-Börse in Japan festgenommen. BMW sieht Platz für weitere Elektromodelle. Chinesische Notenbank sieht Konjunktur weiter unter Druck. Fuchs Petrolub übernimmt Schmierstoffhersteller.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind die10 innovativsten Länder der Welt

Die heißesten deutschen Überflieger

Umfrage

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich einem Pressebericht zufolge offenbar entschieden, 2017 für eine vierte Amtszeit zu kandidieren. Was halten Sie von diesem Plan?