28.02.2013 11:40
Bewerten
(0)

„Unzufriedenheit mit Ertragsprofil von Staatsanleihen“

Studie: Institutionelle Investoren setzen verstärkt auf Corporate Bonds. Staatsanleihen stehen auf Verkaufsliste.

Institutionelle Investoren in Europa wollen den Anteil von Staatsanleihen in ihren Portfolios zukünftig reduzieren und die Unternehmensanleihen-Quote deutlich erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Aquila Capital in Auftrag gegebene Studie von TNS Infratest zum Anlageverhalten institutioneller Investoren in Europa. An der Umfrage beteiligten sich 255 Investoren aus den Sektoren Banken/Kreditinstitute, Versicherungen, Stiftungen und der öffentlichen Hand in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, der Schweiz, Skandinavien und Spanien.

Jeder fünfte institutionelle Investor plane, den Anteil von Staatsanleihen im Portfolio in den nächsten Monaten abzubauen. Knapp 40 Prozent der in Staatsanleihen investierten Befragten gaben darüber hinaus an, zukünftig mehr Unternehmensanleihen erwerben zu wollen. Von den bereits in Unternehmensanleihen investierten Investoren, wollen 42 Prozent den Anteil in diesem Anleihesegment weiter ausbauen. „Die Studienergebnisse belegen deutlich die Unzufriedenheit institutioneller Investoren mit dem Ertragsprofil von Staatsanleihen“, erkennt Michael Montag, Managing Director bei Aquila Capital. Staatspapiere würden zunehmend in Unternehmensanleihen umgeschichtet. „Den höheren Renditechancen von Corporate Bonds stehen aber deutlich größere Risiken gegenüber. Um erfolgreich an Bondmärkten zu agieren, wird es zukünftig umso mehr auf Diversifikation und die stärkere Fokussierung auf die Risikokomponente ankommen“, erwartet Montag.

In engem Zusammenhang zur geplanten Allokationsveränderung stehe die Einschätzung der zukünftigen Renditeaussichten bei Staatspapieren und Unternehmensanleihen: Die Hälfte der in Staatsanleihen investierten Anleger in Europa geht der Studie zufolge von einer zukünftig positiven Entwicklung von Unternehmensanleihen aus. Dem gegenüber glauben ebenfalls 50 Prozent, dass sich Staatspapiere negativ entwickeln werden.

Im europäischen Vergleich zeigt die Studie deutliche Unterschiede in Bezug auf die Reduzierung des Staatsanleihen-Anteils im Portfolio: In Spanien und Großbritannien planen lediglich vier Prozent der Befragten, sich von Papieren staatlicher Emittenten zu trennen. In Skandinavien sind es 38 Prozent und in der Schweiz 48 Prozent. Die Studie verdeutlicht zudem die Heimatbezogenheit institutioneller Investoren bei Staatsanleihen. Insbesondere Anleger aus den südeuropäischen Krisenländern schätzen die eigenen Staatstitel deutlich vertrauensvoller ein als Investoren der anderen Länder. So würden derzeit 84 Prozent der italienischen Befragten die Papiere des eigenen Landes kaufen. In Spanien vertrauen 68 Prozent der heimischen Anleger ihren Staatsanleihen.

(PD)

powered by
€uro FundResearch

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX schließt mit kleinem Verlust -- BVB-Aktie auf 16-Jahreshoch -- Vorerst keine Zerschlagung von Air Berlin -- Salesforce, Tesla, Bayer, RWE, E.ON, Uniper, innogy, K+S im Fokus

Ströer-Aktie im Minus: Umsatzwarnung von WPP belastet. Eurokurs steigt über 1,18 US-Dollar. Siemens dementiert Aus für Gasturbinenwerk Berlin. Spotify-Börsengang: US-Börsenaufsicht prüft ungewöhnlichen Antrag des Börsenkandidaten. Bundesbank holt Goldbestände früher als geplant nach Frankfurt.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2017
Wer verdiente am meisten?
KW 33: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
K+S AGKSAG88
E.ON SEENAG99
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
BMW AG519000
AlibabaA117ME
Amazon906866
Allianz840400
BASFBASF11
Nordex AGA0D655