26.11.2012 15:23
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Mit Multi-Asset-Fonds auf Nummer Sicher gehen

Vermögensverwalter-Kolumne
Steuerstreit in den USA, Konjunktursorgen in China und die schier unendliche Staatsschuldenkrise im Euroraum - das Jahr geht, doch die Unwägbarkeiten bleiben.
Und so bleiben auch die Kapitalmärkte rund um den Globus politisch. Die Anleger werden daher auch 2013 große Kursschwankungen erleben. Stabilität bringt in dieser Situation nur die kluge Vermögensaufteilung über unterschiedliche Regionen und Anlageklassen.

Von Uwe Singer, Portfoliomanager der KSW Vermögensverwaltung, Nürnberg

Nachdem die Präsidentschaftswahl in den USA entschieden ist, steuert das Land nun auf die fiskalische Klippe zu, wie die Schuldenobergrenze genannt wird. Sollte diese Grenze nicht rechtzeitig erneut angehoben werden, droht den Vereinigten Staaten der Absturz in eine Rezession.

Sieht man nach Asien stellt sich die Frage, ob China als weltweite Wachstumslokomotive auch zukünftig die Defizite der westlichen Staaten wird ausgleichen können. Wirtschaftswachstum, Einkaufsmanagerindex und die Industrieproduktion deuten zumindest darauf hin, dass eine „harte Landung“, also ein Konjunkturabsturz unwahrscheinlicher geworden ist.

Kursschwankungen nehmen zu

Kurzum: Die politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten bleiben uns 2013 erhalten. Auch die weltweiten Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkte werden von diesen Vorgängen wohl nicht verschont bleiben. Wir rechnen demnach weiterhin mit sehr großen Schwankungen in immer kürzeren Zeitabständen an den Weltbörsen.

Privatanleger, die eine Rendite oberhalb der Inflationsrate erreichen möchten, werden mit solchen Schwankungen leben müssen. Abmildern lässt sich die von uns erwartete hohe Volatilität durch eine geschickte breite Streuung des Vermögens über die verschiedensten Anlageklassen. Umgesetzt wird dieser Ansatz seit Jahrzehnten in sogenannten „Mischfonds“ oder auch „Multi-Asset-Fonds“. Je nach Ausrichtung des Fonds investiert das Management in mehr oder weniger großem Umfang in Aktien- bzw. Rententitel. Dem Fondsportfolio können unter Umständen Rohstoffe oder Derivate beigemischt werden.

Allerdings zeigt die Praxis, dass nur wenige dieser Fonds eine Überrendite gegenüber einer klassischen Benchmark erzielten. Somit ist wieder der Investor gefordert, den für ihn geeigneten Fonds zu identifizieren.

Fonds besser kombinieren

Zunächst sollte ein erfahrener Fondsmanager, zumeist auch ein kompetentes Analystenteam hinter dem Fonds stehen. Weiteres Auswahlkriterium ist die Langfristbetrachtung – am besten über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren. Laufende Informationen über die strategische Ausrichtung, Kosten des Fonds (Ausgabeaufschläge, erfolgsabhängige Vergütungsmodelle), die aktuelle Asset Allokation etc. sind unabdingbar.

Oft erscheint es sinnvoll, mehrere Multi Asset Fonds zu kombinieren, die sich vom strategischen Ansatz her ergänzen. So können Kursschwankungen ausgeglichen und die Renditeaussichten verstetigt werden.

Nach Analysen der KSW Vermögensverwaltung brachte ein geeigneter Mix von Multi-Asset-Fonds in den vergangenen fünf Jahren eine hohe einstellige Durchschnittsrendite - bei einer Schwankungsintensität von nur ca. vier Prozent.

Eine buy-and-hold-Strategie erscheint aber auch bei Multi-Asset-Fonds nicht zweckmäßig. Fonds können ihre Strategie oder das Management wechseln. In solchen Fällen ist zeitnahes Handeln erforderlich, um gegen böse Überraschungen gewappnet zu sein.

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.vermoegensprofis.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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