05.10.2011 10:55
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Stiftungsfonds kämpfen gegen Ausschüttungsschwund

Vermögensverwalter-Kolumne
Die starken Schwankungen des Crash-Sommers 2011 an den Finanzmärkten...
... haben auch bei Stiftungen ihre Spuren hinterlassen.

Von Burkhard Wagner, Vorstand der Partners Vermögensmanagement AG, München

Der Trend, Stiftungen zu gründen, ist in Deutschland grundsätzlich ungebrochen. Mittlerweile zählt man über 10.000 Stiftungen des bürgerlichen Rechts. Die Stiftungsportfolios lassen sich sehr individuell nach den Wünschen des Stifters beziehungsweise der Stiftungssatzung investieren. Allerdings gibt es auch Stiftungsfonds, die für Privatanleger von Interesse sein können. Denn Stiftungen legen ihr Vermögen eher konservativ – zumeist mündelsicher – an. Der ausgeschüttete Ertrag dient dazu, den jeweiligen Zweck einer Stiftung zu finanzieren.

Das gelingt nicht mehr allen Fonds. Normalerweise machen festverzinsliche Anlagen in Form von Staats- und Unternehmensanleihen den größten Anteil am Stiftungsvermögen aus. Genau diese Portfoliobausteine sollten einen möglichst planbaren Ertrag abwerfen. Doch das derzeitige Zinsumfeld mit Mini-Zinsen, die unterhalb der Inflationsrate von 2,6 Prozent liegen, stellen Stiftungsportfolios vor große Herausforderungen. In der Folge mussten alle Stiftungsfonds in den vergangenen Jahren gegen den Ausschüttungsschwund kämpfen.

Vermeintlich konservativ aufgestellte Stiftungsfonds mit einer gemischten Ausrichtung in Aktien und Renten erlitten jüngst in den stürmischen Monaten gar herbe Kursverluste von bis zu 17 Prozent! Andere Fonds, die durch ihre verstärkte Ausrichtung in Aktien korrekturanfälliger erschienen, konnten dagegen in der Aktienkrise zulegen.

Wie geht es weiter?

Das Anlagejahr 2011 war bisher sehr anspruchvoll. Jedoch sollten Stiftungsfonds mit defensiver Ausrichtung genau dann in der Lage sein, Rückschläge im Portfolio zu vermeiden. In den vergangenen eineinhalb Jahren lag die Spanne der Wertentwicklung ausgewählter Fonds zwischen +5 Prozent für den Sarasin Bond-Fund und -5,1 Prozent für den HVB Stiftungsfonds. Einigermaßen überzeugen konnten der MEAG Fairreturn mit +3,6 Prozent und der Allianz Taara Stiftungsfonds mit +4,76 Prozent. Neben dem HVB-Fonds enttäuschten die Fonds von Deka und der DWS.

Ein Stiftungsfonds, der ausschließlich in Aktien investiert, konnte sich trotz aller Aktienschwankungen sehr positiv entwickeln und legte in den letzten eineinhalb Jahren um über 30 Prozent zu. Der „Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen“ konzentriert sich auf Nebenwerte mit hoher Dividendenrendite im deutschsprachigen Raum.

Fazit: Für konservativ ausgerichtete Anleger bieten Stiftungsfonds auf mittlere Anlagefrist von drei bis fünf Jahren interessante Anlagealternativen. Für die meisten Fonds wird es aber in der nächsten Zeit schwieriger, bei schwächeren Rentenmärkten positive Renditen abzuliefern.

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.vermoegensprofis.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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