aktualisiert: 19.03.2012 17:10
Bewerten
 (13)

Wie Anleger in Wasser investieren können

Weltwasserforum: Wie Anleger in Wasser investieren können | Nachricht | finanzen.net
Investments in Wasser: Kein Schlag ins Wasser
Weltwasserforum

Mehr Menschen denn je haben Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Herausforderungen um Einsatz und Verteilung der Ressource wachsen jedoch stetig.

€uro am Sonntag

von Julia Groß, €uro am Sonntag

Es war vielleicht strategisch ungünstig, das sechste Welt­wasserforum in Marseille in der vergangenen Woche mit so einer positiven Nachricht zu eröffnen: Laut UN verfügen heute zwei Milliarden mehr Menschen über Zugang zu sauberem Trinkwasser als 1990. Das entspricht 89 Prozent der Weltbevölkerung. Das vorzeitige Erreichen dieses eigentlich für 2015 angestrebten „Millenniumsziels“ scheint die 20.000 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik in ihrem Tatendrang gebremst zu haben: Obwohl das Motto der alle drei Jahre stattfindenden Veranstaltung diesmal „Zeit für Lösungen“ lautet, konnten sie sich einmal mehr nur zu sehr unverbindlichen Erklärungen durchringen.

Dabei fehlt es nicht an Herausforderungen. Nach wie vor mangelt es knapp 800 Millionen Menschen an sauberem Trinkwasser, nur 63 Prozent weltweit benutzen hygienische Toiletten. 80 Prozent aller Abwässer werden nicht wiederaufbereitet in Flüsse und den Ozean eingeleitet. Die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln und Energie lässt den Wasserverbrauch steigen. Deshalb zapfen die Menschen zunehmend nicht erneuerbare Grundwasserreserven an.

Die Probleme betreffen aber nicht nur arme Entwicklungsländer. Im Nahen Osten und in Nordamerika verursachen schlechte Wasserverfügbarkeit und -qualität bereits Kosten in Höhe von 0,5 bis 2,5 Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung. In Südeuropa verschlingt die Landwirtschaft 80 Prozent des Wassers, zahlreiche Mittelmeerstaaten haben ein katastrophal schlechtes Wassermanagement, was immer wieder zu Trinkwasserrationierungen führt.

Ausbau der Infrastruktur
Allen Prognosen zufolge wird die Niederschlagsmenge in der Region aber in den kommenden Jahrzehnten noch erheblich zurückgehen. Der Bedarf an Infrastrukturverbesserungen und innovativen Technologien ist deshalb immens. „Der globale Wassermarkt wächst deutlich stärker als die globale Wirtschaft insgesamt“, sagt Gerhard Wagner, Manager des Swisscanto Equity Fund Water Invest. Davon konnten die Wasser-Fonds und -ETFs in den vergangenen Jahren bereits kräftig profitieren (siehe Tabelle).

In den kommenden Monaten erwarten Branchenbeobachter vermehrt Übernahmen von Unternehmen mit interessanten Technologien, was weitere positive Impulse liefern könnte. „Darüber hinaus sind zahlreiche Firmen im Wassersektor überkapitalisiert und werden Kapital, sei es über Dividenden oder Aktienrückkäufe, an die Anleger zurückführen“, erklärt Wagner.
Die politischen Akteure haben unterdessen schon bald Gelegenheit, ihr Versäumnis von Marseille auszuräumen: Im Juni beginnt der UN-Entwicklungsgipfel Rio + 20.
Wo Anleger in Wasser investieren können (pdf)

Bildquellen: iStock

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX im Plus -- Telekom-Aktie führt DAX an: Gerüchte über Fusion von Sprint und T-Mobile US beflügeln -- Covestro belohnt Aktionäre nach Gewinnverdopplung -- Kraft Heinz, Unilever, Air Berlin im Fokus

Schweizerische Nationalbank gibt erneut Milliarden für stabilen Franken aus. Umstrukturierung von Saudi Aramco könnte Riesen-Börsengang verzögern. Borussia Dortmund kann Ergebnis und Umsatz deutlich steigern. Facebook kommt bald auch im Fernsehen - Direktangriff auf YouTube. EU-Kommission verwarnt Italien anscheinend wegen steigender Schulden.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Mit welchem Beruf kommt man am ehesten an die Spitze?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken

Umfrage

Die USA fordern von ihren Nato-Verbündeten, wie vereinbart 2 Prozent ihres BIP für das Militär auszugeben. Sollte Deutschland deshalb seine Verteidigungsausgaben erhöhen??
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
Unilever N.V.A0JMZB
Apple Inc.865985
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
E.ON SEENAG99
CommerzbankCBK100
GAZPROM PJSC (spons. ADRs)903276
Covestro AG606214
BASFBASF11
TeslaA1CX3T
BMW AG519000
Siemens AG723610