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06.02.2012 09:57

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Zitat der Woche: Zum sich abzeichnenden Deflationsrisiko


„Infolge der günstigeren Konjunktureinschätzung im produzierenden Gewerbe in Deutschland und Spanien haben sich eine Reihe zuverlässiger Konjunkturindikatoren in der Europäischen Währungsunion (EZB) im Durchschnitt zwar verbessert.

Gleichwohl deuten verschiedene Faktoren langfristig auf eine stärker deflationäre Entwicklung hin“, so Eric Chaney, Chefstratege bei AXA Investment Managers. „So ging die Geldmenge M3 (3M SAAR) im Dezember um 0,7 Prozent zurück und lag damit über zehn Prozent unter dem Langfristtrend. Zudem ist die Kreditvergabe an Nichtfinanzunternehmen buchstäblich eingebrochen. Es ist daher wieder einmal höchste Zeit, dass die EZB Maßnahmen ergreift. Vor allem sind folgende Schritte geboten: Die Senkung des Refinanzierungssatzes von 1,0 Prozent auf 0,75 Prozent mit dem Vorbehalt weiterer Senkungen; der Hinweis, dass der Rat sich die Option, weitere langfristige Refinanzierungsgeschäfte (LTRO) aufzulegen, vorbehält, solange das Bankensystem unter Druck steh als auch der Hinweis darauf, dass das Deflationsrisiko den Rat beunruhigt und er daher zur Umsetzung weiterer unkonventioneller Maßnahmen bereit ist, sofern sich das Geldangebot nicht bald erholt. Nach meiner Auffassung gelten die Argumente für eine quantitative Lockerung (das heißt nichtsterilisierte Käufe von Staatsanleihen je nach BIP-Gewichtungen) nach wie vor und werden durch die jüngste Kontraktion des Geldangebots sogar noch untermauert. Die EZB sollte allerdings warten, bis die Regierungen eine endgültige fiskalpolitische Einigung erzielt haben, bevor sie zu deutlichen Worten greift.“

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