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23.01.2012 11:20

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Zitat der Woche: Zur aktuellen Herabstufung der Ratingagenturen


„Die Märkte reagierten relativ verhalten auf die Herabstufungen durch S&P“, so Manolis Davradakis, Investmentstratege bei AXA Investment Managers.

„Dies gilt um so mehr, als dass die gesamte Region bereits im Dezember auf negative Beobachtung gestellt worden war. Dabei konnten die Befürchtungen eines „Worst-Case“-Szenarios abgewendet werden, nämlich die Herabstufung mehrerer Kernstaaten, allen voran Frankreich, um mehrere Noten. Die Herabstufung von Italien und Spanien um zwei Noten löste keine starken Marktbewegungen aus, da beide Länder in der Investment-Grade-Kategorie verbleiben. Stärker betroffen war hingegen Portugal: Das Land auf der Iberischen Halbinsel wird jetzt von keiner Rating-Agentur mehr als Investment-Grade eingestuft. Der Rating-Ausblick für Frankreich, Italien und Spanien sowie die noch verbleibenden AAA-gerateten Staaten Niederlande, Finnland und Luxemburg – mit Ausnahme Deutschlands – ist jetzt hingegen negativ. Für Investment-Grade-Länder bedeutet die Aufnahme auf die Negativliste eine 33prozentige Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 24 Monaten heruntergestuft zu werden. Auf diese Weise übt S&P weiterhin Druck auf die Euro-Peripherie und ihren „weichen Kern“ (Frankreich, Österreich, Belgien) aus. Kurz darauf stufte S&P auch den EFSF von AAA auf AA+ herab. Damit machte die Rating-Agentur ihre Drohung wahr, dass der Euro-Rettungsfonds dieselbe Bonitätsnote wie sein am schlechtesten gerateter (seinerzeit noch AAA) Garantiegeber erhalten würde. Auch hier hielt sich heute die Marktreaktion in Grenzen: Zehnjährige EFSF-Anleihen rentierten nur um 8 Basispunkte höher.“

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