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26.04.2011 12:14

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iShares TecDAX ETF taktische Beimischung


München (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der Experten von "Euro fondsxpress" ist der iShares TecDax ETF (iShares TecDAX (R) (DE)) kein Ruhekissen für Anleger, aber gut geeignet als taktische Beimischung für erfahrene Anleger.

Mit Aktien, die im TecDAX vertreten seien, hätten Anleger im Jahr 2010 wenig gewinnen können. Das Jahresplus von knapp zwei Prozent entspreche lediglich der Rendite von Festgeld. Damit habe Deutschlands Technologiebarometer weit abgeschlagen hinter den Standardindices rangiert. Der Dax habe 2010 um 16 Prozent zugelegt, der MDAX um 32 Prozent, der SDAX sogar um 43 Prozent.

Das schlechte Abschneiden des TecDAX im Vorjahr habe vor allem an der Kursschwäche der Ökoaktien gelegen. Gut ein Viertel des Index sei auf Werte für regenerative Energien zurückgegangen. Titel wie Q-Cells, SolarWorld und Co hätten 2010 jedoch unter der Kürzung der Einspeisevergütung für Fotovoltaikstrom gelitten.

Obendrein habe der anhaltende Preisdruck, bedingt durch Dumpingangebote asiatischer Konkurrenten, der heimischen Solarindustrie schwer zu schaffen gemacht. Folge: Die neun im TecDAX gelisteten Papiere aus dem Bereich der erneuerbaren Energien hätten im Vorjahr zusammen satte drei Milliarden Euro an Börsenwert verloren.

Jetzt wende sich das Blatt: Durch die Katastrophe in Japan und die laufende Atomdebatte in Deutschland sei der Technologiewerte-Index kräftig in Schwung gekommen und habe ein neues Dreijahreshoch erreicht. Seit Anfang 2011 habe die Techbörse bereits um sechs Prozent zugelegt und damit andere deutsche Indices weit hinter sich gelassen.

Aus fundamentaler Sicht spreche derzeit viel für den TecDAX. Die Gewinne der 30 enthaltenen Unternehmen würden 2011 im Schnitt um 20 Prozent zulegen. Bis auf wenige Ausreißer, etwa die Solarfirma Q-Cells, würden fast alle Firmen am Jahresende ein positives Ergebnis ausweisen. Die gewonnene operative Stärke zeige, dass die einheimische Hightechbörse den Kinderschuhen entwachsen sei. Den Berechnungen unserer Schwesterpublikation EURO am Sonntag zufolge wird der aufsummierte Gewinn je Aktie aller TecDAX-Unternehmen im laufenden Jahr bei rund 60 Euro liegen, so die Experten von "Euro fondsxpress".

Damit errechne sich auf Basis des aktuellen Indexstands ein durchschnittliches Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 16. Auf Basis der Schätzungen für das kommende Jahr würden TecDAX-Aktien im Schnitt sogar nur mit dem 13-fachen Jahresgewinn bewertet.

Aus historischer Sicht sei dieses Niveau für dynamisch wachsende Technologiefirmen günstig, zumal zahlreiche Unternehmen sogar Weltmarktführer auf ihren Gebieten seien. Zum Vergleich: 2007 habe das Markt-KGV im TecDAX bei 28, im Jahr 2008 bei über 50 gelegen. In der Krise 2009 hätten die meisten Unternehmen aus diesem Segment sogar Verluste verkraften müssen.

Für ETF-Anleger sei die Auswahl an TecDAX-Produkten beschränkt. Nur iShares biete einen entsprechenden Indexfonds an. Dieser enthalte die 30 größten und liquidesten Technologie-Unternehmen aus dem Prime Standard der Frankfurter Börse - sofern sie nicht zum DAX gehören würden. Die fünf größten Einzelwerte seien Software AG (10,0%), AIXTRON (9,7%), QIAGEN (9,6%), United Internet (7,6%) und Wirecard (6,0%).

Der iShares TecDAX ETF ist kein Ruhekissen für Anleger, aber gut geeignet als taktische Beimischung für erfahrene Anleger, so die Experten von "Euro fondsxpress". (Ausgabe 16 vom 21.04.2011) (26.04.2011/fc/a/f)

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