12.10.2017 16:06
Bewerten
(0)

US-Großbanken verdienen Milliarden - Handelsgeschäft schwächelt

DRUCKEN

New York (Reuters) - Die US-Großbanken JP Morgan und Citigroup haben dem schwachen Anleihenhandel getrotzt und ihren Gewinn im dritten Quartal gesteigert.

Die größte US-Bank JP Morgan profitierte von höheren Leitzinsen und einer stärkeren Kreditvergabe, bei der Citigroup zahlten sich der Verkauf einer Sparte und Kostensenkungen aus. Der Nettogewinn von JP Morgan stieg um sieben Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar, das Ergebnis der Citigroup kletterte um 7,6 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar, wie die Geldhäuser am Donnerstag mitteilten.

"Der Weltwirtschaft geht es weiter gut", sagte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon. Die Lage der US-Verbraucher sei gut, die Lohnsteigerungen solide. Die Bank steigerte ihre Kreditvergabe und konnte den Zinsüberschuss auch dank der Geldpolitik der US-Notenbank Fed steigern. Die Fed hat binnen Jahresfrist den Leitzins um insgesamt 0,75 Prozentpunkte erhöht und dürfte im Dezember erneut an der Zinsschraube drehen. Die Ernüchterung über US-Präsident Donald Trump, der die versprochenen Wirtschaftsreformen bisher nicht geliefert hat, belastet allerdings auch die Kreditnachfrage bei den US-Banken, die nicht mehr so schnell wächst wie vor einem Jahr.

Während das Kreditgeschäft weiterhin läuft, schwächelt das Handelsgeschäft. Bei JP Morgen brachen die Erträge im Anleihenhandel um 27 Prozent ein, im gesamten Handelsgeschäft betrug das Minus 21 Prozent. Bei der Citigroup schrumpften die Handelserträge um elf Prozent. Das ist ein schlechtes Omen für die Deutsche Bank, die besonders im Anleihenhandel stark ist.

Vor Jahresfrist hatte die US-Präsidentschaftswahl und die die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, das Handelsgeschäft angekurbelt. Eine Besserung im Anleihenhandel, der schon in den Vorquartalen schwächelte, scheint nicht in Sicht. Auch im vierten Quartal würden die Erträge im Handelsgeschäft niedriger als im Vorjahreszeitraum sein, sagte JP-Morgan-Finanzchefin Marianne Lake. Insgesamt steigerte JP Morgan die Erträge um 2,7 Prozent auf 25,2 Milliarden Dollar, Citigroup konnte sie um zwei Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar erhöhen.

Dei Institute haben den Bilanzreigen der US-Großbanken eröffnet. Am Freitag folgen Bank of America und Wells Fargo. Goldman Sachs und Morgan Stanley präsentieren ihre Bilanz am Dienstag, die Deutsche Bank legt ihre Zahlen für das dritte Quartal am 26. Oktober vor.

Von der Bank befragte Analysten erwarten bei Deutschlands größtem Geldhaus im Schnitt einen Vorsteuergewinn von 531 Millionen Euro und Erträge von 6,9 Milliarden Euro. Vor Jahresfrist verdiente das Institut vor Steuern 619 Millionen Euro und erwirtschaftete Erträge von 7,5 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank hinkt bei vielen wichtigen Kennziffern der Konkurrenz hinterher, wie eine Vergleich von 13 internationalen Großbanken zeigt, den die Ratingagentur Moody's am Donnerstag bei einer Bankenkonferenz in Frankfurt vorstellte.

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
    1
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
20.10.2017Deutsche Bank buyequinet AG
18.10.2017Deutsche Bank NeutralCredit Suisse Group
06.10.2017Deutsche Bank neutralRBC Capital Markets
28.09.2017Deutsche Bank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
25.09.2017Deutsche Bank NeutralUBS AG
20.10.2017Deutsche Bank buyequinet AG
01.09.2017Deutsche Bank buyequinet AG
31.08.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
27.07.2017Deutsche Bank kaufenDZ BANK
27.07.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
18.10.2017Deutsche Bank NeutralCredit Suisse Group
06.10.2017Deutsche Bank neutralRBC Capital Markets
25.09.2017Deutsche Bank NeutralUBS AG
21.09.2017Deutsche Bank HoldHSBC
18.09.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
28.09.2017Deutsche Bank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
11.09.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
06.09.2017Deutsche Bank ReduceCommerzbank AG
31.08.2017Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
31.08.2017Deutsche Bank UnderperformBNP PARIBAS

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX rutscht zum Wochenende unter 13.000 -- US-Börsen mit neuen Rekorden -- Daimler meldet operativen Gewinneinbruch -- Bitcoin klettert über 6.000 Dollar-Marke -- PayPal, Atlassian, Apple im Fokus

Evotec-Aktie bricht ein: Lakewood erhöht Leerverkaufsposition. Siemens Gamesa greift nach Gewinnwarnung durch. EU-Mitarbeiter untersuchen BMW-Büros wegen Kartellverdachts. General Electric verfehlt Gewinnerwartungen. Software AG bleibt hinter Erwartungen zurück. Austausch der Aktiengattung der Linde AG im DAX.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
KW 42: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 41: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Aktie im Fokus
03:00 Uhr
Daimler: Ein Stern im Wandel
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
BMW AG519000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Allianz840400
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
BYD Co. Ltd.A0M4W9
EVOTEC AG566480
Infineon AG623100
Siemens AG723610
CommerzbankCBK100
Amazon906866