Das Comeback der DWS
Das Jahr 2012 hat stark begonnen. Der DAX legte seinen besten Start seit Langem hin, und mit Deutschlands größter Fondsgesellschaft, der DWS, scheint es wieder bergauf zu gehen. Ob die Trendwende nachhaltig ist, werden die nächsten Monate zeigen. Auffällig ist aber, dass sich gleich neun DWS-Fonds um eine Note verbesserten und sich nur drei Fonds verschlechterten.
Anscheinend haben die Strategen in der Frankfurter Mainzer Landstraße an den richtigen Schrauben gedreht und bringen die Fonds langsam wieder auf Kurs. Immerhin tragen nun drei Fonds mehr die Note 2: DWS ZI Aktien Schweiz, DWS ZI Aktien Euroland und der DWS Invest Euro Corporate Bonds FC. Verbessert haben sich auch der DWS Biotech Typ O (Note 3) und der DWS Russia. Er gibt nun die rote Laterne ab und wird immerhin mit Note 4 bewertet.
Im Überblick:
Die Auf- und Absteiger und Erstbewertungen (PDF)
Dank Vordenker Mark Mobius läuft es auch bei Franklin Templeton gut. Beinahe alle Fonds überzeugen. Das zeigt nun auch wieder der knapp 15 Milliarden Dollar schwere Templeton Asian Growth. Er gehört zu den Dauerbrennern unter den Asien-Fonds — die Performance überzeugt seit Jahren. Daher hat er sich im Februar auch wieder die Top-Note 1 erarbeitet. Der Fonds kommt genauso unkonventionell daher wie der kahlgeschorene Mobius. Hier ist die Aktienauswahl auch immer etwas anders als bei den Konkurrenten. So hat Mobius fast 23 Prozent in Thailand investiert, weit mehr als im entsprechenden MSCI Asia ex Japan. Und auch Pakistan hält er für aussichtsreich. Knapp fünf Prozent hat er dort angelegt. Fragt man ihn, ob derzeit ein guter Zeitpunkt für ein Asien-Investment sei, zitiert er Sir John Templeton: „Die beste Zeit zu investieren ist, wenn man Geld hat.“
Unter den Absteigern von Note 1 auf 2 finden sich in trauter Eintracht die beiden Erfolgsfonds der vergangenen Jahre. Sowohl der Ethna-AKTIV E mit 2,27 Mrd. Euro Volumen als auch der Carmignac Patrimoine mit 21,8 Milliarden Euro Volumen verlieren die Spitzennote. Beiden Portfolios ist ihr vergleichsweise schwaches Jahr 2011 zum Verhängnis geworden. Carmignacs pessimistische Vorhersage traf erst im zweiten Halbjahr ein und Luca Pessarini hatte wohl einige Bankanleihen zu viel im Fonds. Gleichwohl hat sich die Entwicklung beider Fonds stabilisiert, sodass ein weiteres Abrutschen erst einmal nicht zu erwarten ist. Die Ausnahmestellung der vergangenen Jahre haben sie aber eingebüßt.
Unter den erstmals bewerteten Fonds, die auf Anhieb Note 1 bekommen haben, fällt insbesondere der GoldPort Stabilitätsfonds P von DJE ins Auge. Für Goldfans ein interessanter Fonds, denn Manager Stefan Breitner rechnet langfristig mit Inflation und hat deshalb 40 Prozent des Fondsvermögens in Gold angelegt. Neben Gold hält er Schweizer Aktien, kurz laufende Bundesanleihen und Firmenbonds. „Die Anleger sollen ruhig schlafen“, fasst Breitner seinen Ansatz zusammen.
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