16.12.2012 17:05
Bewerten
 (0)

Weihnachtsgeschäft vor Endspurt

80 Mrd. Umsatz erwartet
Eine Woche vor Weihnachten hat der Einzelhandel in Deutschland zu einem Endspurt angesetzt. Schon in den letzten Jahren habe man beobachtet, dass immer mehr Kunden erst knapp vor dem Fest Geschenke einkaufen.
Dies berichtete der Handelsverband Deutschland (HDE) als Vertreter von Kaufhäusern und Geschäften am Sonntag. Im aktuellen Weihnachtsgeschäft rechnet der Verband mit einem Umsatz von 80,4 Milliarden Euro für November und Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 1,5 Prozent - knapp unter der Inflationsrate.

   Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands, Stefan Genth, erklärte: "Der dritte Advents-Samstag hat dem Weihnachtsgeschäft noch einmal Schwung gegeben. Insgesamt ist bei der Kundenfrequenz bisher aber noch Luft nach oben." Die Händler außerhalb der großen Städte seien noch nicht zufrieden, besser laufe es in den Innenstädten. Auch die Zeit zwischen den Jahren werde dank Gutschein- und Bargeld-Geschenken immer wichtiger.

    Zufrieden zeigte sich der Sporthandel. Wegen des Wintereinbruchs in den vergangenen Wochen kauften viele Kunden Skier, Schlittschuhe, Schlitten oder Snowboards. Auch Haushaltswaren, Glas und Porzellan gingen gut weg.

    Kurz vor Weihnachten erwarten gerade die Lebensmittelverkäufer noch einmal einen großen Ansturm. Auf das nächste Wochenende folgen Heiligabend und zwei Feiertage, so dass die Menschen sich für fünf Tage mit Essen und Getränken eindecken.

     Die Rolle des Internets beurteilten verschiedene Verbände ganz unterschiedlich. Der Geschäftsführer vom Handelsverband Bayern, Bernd Ohlmann, sagte, vor allem das Internet treffe die Händler. "Dass so viele Menschen mittlerweile online einkaufen, knabbert uns immer mehr vom Geschäft weg."

    HDE-Hauptgeschäftsführer Genth erklärte hingegen dem "Handelsblatt": "Der Online-Handel ist ein Wachstumsmotor der gesamten Branche." Das Internet-Segment werde einen Gesamtumsatz von mehr als 30 Milliarden Euro erzielen. Für den Einzelhandel sei das aber keine Bedrohung. "Viele Händler lassen sich schon heute nicht mehr auf einen Vertriebsweg festlegen, sondern verkaufen ihre Waren längst über alle Kanäle."

   In Deutschland erwirtschaften laut dem HDE 400 000 Einzelhandelsunternehmen mit drei Millionen Angestellten einen Umsatz von über 420 Milliarden Euro.

    BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Pressmaster / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Wall Street geschlossen -- Deutsche Bank dampft Handel mit Gold und Silber ein -- Aufspaltungsforderung - Was Europa von Google will -- Infineon, BASF, Amazon, Google im Fokus

Opec befeuert Ölpreisverfall. GDL-Chef zeigt sich kampfbereit. Infineon leidet unter herausforderndem Marktumfeld. E.ON verkauft Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden Euro. Arbeitslosigkeit in Frankreich steigt und steigt. Draghi: EZB zu weiteren Maßnahmen bereit. Inflation in Deutschland weiter im Sinkflug. GfK-Konsumklima hellt sich auf. Misstrauensvotum gegen Juncker im Europaparlament gescheitert. GoPro entwickelt eigene Drohnen.
20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?

Anzeige