14.02.2013 09:57
Bewerten
 (0)

Abhilfe gegen Denkfallen

Aktien-Strategie Kolumne: Abhilfe gegen Denkfallen | Nachricht | finanzen.net
Aktienstrategie-Kolumne

Wolfgang Braun

In der vergangenen Woche hatte ich ein paar typische Denkfallen vorgestellt, die bei Geldanlagen lauern.

Im zweiten Teil gehe ich auf eine weitere große Gefahr ein, die sich durchs gesamte Leben von Menschen zieht und nicht nur Investments betrifft. Dazu gibt es Tipps, wie man den Emotionen ein Schnippchen schlägt.

Problem Selbstüberschätzung

Laut RTL haben sich für die zehn Staffeln von „Deutschland sucht den Superstar“ rund 270.000 Menschen beworben. Immer wieder werden dabei echte Gesangstalente entdeckt. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer ist aber eher peinlich. Diverse Umfragen unter Autofahrern zeigen, dass sich rund 90 Prozent für überdurchschnittlich kompetent im Bezug auf ihren Fahrstil halten. Beide Beispiele stehen für die systematische Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, die den Menschen in die Wiege gelegt scheint. Alleine schon aus statistischen Gründen kann nur die Hälfte der Autofahrer besser als die anderen sein.

Besonders bitter: Auch Experten sind von dieser Selbstüberschätzung betroffen. Nicht umsonst steigen Kosten für größere Bauvorhaben wie etwa für den Berliner Flughafen oder Stuttgart 21 trotz (hoffentlich) sorgfältiger Planung meist deutlich über den ursprünglich veranschlagten Preis. Und auch die Börsenprofis sind vor der „Overconfidence“ nicht gefeit. Volltreffer bei der Schätzung zu Konjunktur und Unternehmenszahlen sind selbst bei hochbezahlten Volkswirtschaftlern und Bankanalysten selten, die Abweichungen zu den Vorhersagen oft enorm. Bei dem „Kleinanleger“ macht sich die Selbstüberschätzung gerne nach einer Phase ordentlicher Gewinne breit. Dann werden kritische Berichte ignoriert. Dank des eigenen Geschicks meint man, auch in schwierigem Fahrwasser bestehen zu können.

Mit „System“ handeln

Wenn Emotionen wie Angst und Gier den langfristigen Börsenerfolg bedrohen, bleibt nur eine Lösung. Man muss die Emotionen so weit wie möglich bei der Geldanlage ausblenden und so die Denkfallen umgehen. Grundvoraussetzung ist dabei eine systematische Vorgehensweise bei den Investments. Aktien sollte man nach einem festgelegten Auswahlverfahren kaufen, das sowohl fundamentale als auch charttechnische Kriterien umfasst (wie etwa die von uns entwickelte Anlagestrategie). Ganz wichtig auch: Ein perfektes Auswahlsystem gibt es nicht. Verluste müssen einkalkuliert und akzeptiert werden. Wer sein Geld auf mehrere Positionen streut, kann solche Rückschläge problemlos verkraften.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur der „Aktien-Strategie“ (früher Global Performance). Der seit 1999 erscheinende Börsenbrief hat sich auf deutsche Wachstums-Aktien spezialisiert. Dank einer ausgefeilten und bewährten Anlagestrategie schlägt das Musterdepot die Vergleichsindizes deutlich. So schaffte das Depot seit seiner Auflegung im März 1999 eine durchschnittliche jährliche Performance von rund 15 Prozent - obwohl in diesen Zeitraum der dramatische Niedergang des Neuen Marktes sowie die Finanzkrise 2008 fällt. Weitere Informationen unter www.aktien-strategie.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt freundlich -- Dow im Plus -- SAP erhöht Prognosen für 2017 und 2020 -- Manz- und Pfeiffer Vacuum-Aktien heben ab -- Samsung, BT Group, VW, Alcoa, Yahoo im Fokus

Schaeffler verdient mehr. DuPont meldet Gewinnsprung. Werden Russland-Investments mit US-Präsident Trump wieder attraktiv? Chartanalyst: Das ist bei der Trump-Rally noch drin. Britisches Parlament darf über Brexit-Erklärung abstimmen. Air Berlin-Großaktionär Etihad wirft Chef raus.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken

Umfrage

Am Freitag wurde Donald Trump in das Amt des US-Präsidenten eingeführt. Wsas halten Sie von dem Republikaner?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
BASF BASF11
Bayer BAY001
Allianz 840400
Deutsche Cannabis AG A0BVVK
SAP SE 716460
Commerzbank CBK100
Deutsche Telekom AG 555750
E.ON SE ENAG99
Apple Inc. 865985
Siemens AG 723610
Nordex AG A0D655
Deutsche Lufthansa AG 823212