10.07.2013 05:36
Bewerten
 (0)

Arbeitgeber-Präsident warnt vor Mindestlohn

    BERLIN (dpa-AFX) - Als Reaktion auf ein Gewerkschaftsgutachten hat Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt einem gesetzlichen Mindestlohn erneut eine Absage erteilt. Nach seiner Einschätzung würden entsprechende Pläne von SPD, Grünen und Linkspartei zulasten der Schwächsten auf dem Arbeitsmarkt gehen. "Insbesondere für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose würde der Einstieg in Arbeit erheblich erschwert", sagte Hundt der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch).

    Die schädlichen Folgen ließen sich in allen Ländern Europas beobachten, die einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn hätten. "Dort ist auch die Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit dramatisch höher als in Deutschland", sagte Hundt.

    Am Dienstag hatten die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten eine Studie vorgestellt, wonach ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro in Deutschland mehr als 19,1 Milliarden Euro an Kaufkraftzuwachs bringen würde. Er sei damit ein eigenständiges Konjunkturprogramm. Unmittelbar profitieren würden vom Mindestlohn der Studie zufolge mehr als neun Millionen Beschäftigte./kr/DP/stk

Artikel empfehlen?

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX stabil -- Varoufakis schließt Rücktritt der Regierung in Athen nicht aus -- Griechen-Referendum wird zum entscheidenden Faktor im Schuldendrama -- Prokon-Gläubiger stehen vor der Wahl

Erleichterung bei RWE nach Aus für Kohle-Abgabe. Shell-Chef erwartet steigende Ölpreise - Saudis untermauern Vormachtstellung. Teures schwarz-rotes Energie-Paket. Moody's rückt Griechenland näher in Richtung Zahlungsausfall. Kartellwächter wollen Milliarden-Deal von GE und Electrolux blocken.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Diese Promis machen Werbung für Finanzprodukte

Diese Länder horten die größten Goldreserven.

Umfrage

Wie wird sich nach Ihrer Einschätzung der DAX bis zum Jahresende entwickeln?