05.02.2013 06:18
Bewerten
(1)

Trittin will Milliardenentlastung bei Strompreis

Ausnahmefälle im Visier: Trittin will Milliardenentlastung bei Strompreis | Nachricht | finanzen.net
Ausnahmefälle im Visier
Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hält die Vorschläge der Bundesregierung und der SPD für ungeeignet, um die Strompreise zu senken.
"Der Strompreis könnte unmittelbar um einen Cent je Kilowattstunde gesenkt werden, wenn man die Ausnahmen für Pommesfabriken, Schlachthöfe und andere auf das Maß reduziert, was vor Schwarz-Gelb der Fall war. Das allein würde 1,5 Milliarden bringen", sagte Trittin der Deutschen Presse-Agentur.

  Man könne zweitens daran gehen, die Befreiungsregeln bei den Netzentgelten von Rechenzentren, Banken und auch Golfplätzen zu streichen. Auch dies würde eine halbe Milliarde Euro bringen, sagte der Grünen-Spitzenkandidat. Allerdings wird in der Bundesregierung ein solch hohes Einsparpotenzial stark bezweifelt. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will den Strompreisanstieg unter anderem durch ein Zurückfahren von Rabatten für energieintensive Industrien bremsen - er sieht hier ein Einsparpotenzial von 500 Millionen Euro.

     Die SPD warnt aus Sorge um Arbeitsplätze anders als die Grünen vor einem zu starken Kappen der Ausnahmen für bestimmte Unternehmen. Sie setzt auf eine Stromsteuerrabatt von etwa 20 Euro pro Stromkunde. Den SPD-Vorstoß für eine Senkung der Stromsteuer lehnte Trittin aber ab. "Eine Senkung der Stromsteuer führt nur zu einer Erhöhung der von den Stromkonzernen einbehaltenen Gewinne", betonte er. "Diese Konzerne geben zurzeit ja schon rund drei Milliarden Euro, die durch die gesunkenen Einkaufspreise für Strom bei ihnen gelandet sind, nicht weiter." Für die Verbraucher komme da nicht viel rum, sagte Trittin und unterstrich klare rot-grüne Differenzen in diesem Bereich.

  Nach Einschätzung des Fraktionschefs müsste dafür gesorgt werden, dass die durch Ökostrom sinkenden Preise an der Strombörse an die Verbraucher weitergegeben werden. Insgesamt sehen die Grünen - auch durch Abschaffung von Sonderregelungen wie einer Ökoenergie-Marktprämie - ein Entlastungspotenzial von bis zu vier Milliarden Euro. Doch diese Einsparungen könnten laut Experten auch weit geringer ausfallen.

   "Das ist allemal klüger, als Betreiber von Solar- und Windparks zu enteignen, wie es der Vorschlag von Herrn Altmaier für nachträgliche Förderkürzungen vorsieht. Oder aber den weiteren Zubau von Erneuerbaren Energien durch massive Verunsicherung zu verhindern", meinte Trittin. Altmaier gebe ja selbst zu, dass er keine Lösung für folgendes Paradox habe: Je günstiger Strom im Einkauf wird, desto teurer wird die Ökostrom-Umlage, weil die Differenz zu den festen Vergütungssätzen wächst. "Das muss man durchbrechen", sagte Trittin.

    BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: birgitH / pixelio.de, kaczor58 / Shutterstock.com

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt stärker -- Dow Jones endet im Plus -- Cisco verdient deutlich weniger -- US-Notenbanker uneins über nächste Zinserhöhung -- EVOTEC, Ryanair, Amazon im Fokus

Lufthansa-Aktionäre setzen wegen Air Berlin auf Konsolidierung. Air Berlin sucht Sanierungsplan in der Insolvenz. Trump lobt Nordkoreas Staatschef Kim. Neuer Druck auf K+S-Aktie durch Verkaufsempfehlungen. Chefwechsel bei US-Krankenversicherer UnitedHealth. Deutsche Euroshop profitiert weiter von niedrigen Zinsen und Zukäufen. SdK sieht Anleihegläubiger von Air Berlin im Nachteil. STADA-Aktie vor Ende des Übernahmeangebotes leicht unter Druck.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett
KW 32: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 32: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Die Deutsche Bank wird optimistischer für deutsche Aktien und sieht beim DAX bis Jahresende noch 3 Prozent Luft nach oben. Was glauben Sie, wie sich der DAX bis zum Ende des Jahres entwickeln wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Air Berlin plcAB1000
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
EVOTEC AG566480
CommerzbankCBK100
Lufthansa AG823212
E.ON SEENAG99
Bitcoin Group SEA1TNV9
Allianz840400
K+S AGKSAG88
Siemens AG723610
Amazon906866
TeslaA1CX3T