28.08.2012 11:51
Bewerten
 (1)

Deutschlands Autohändlern droht 'heißer Rabatt-Herbst'

Autoschnäppchen im Herbst
Neuwagenkäufer in Deutschland haben laut einer Studie im Monat August so gute Chancen auf ein Schnäppchen gehabt wie seit langem nicht mehr.
Das fanden die Autoexperten von der Universität Duisburg-Essen in ihren seit sieben Jahren laufenden Untersuchungen zum Preisdruck auf dem deutschen Automarkt heraus.

    Laut der am Dienstag vergelegten Analyse lag der durchschnittliche Listenpreisrabatt auf die 30 beliebtesten Modelle in Deutschland mit 18,9 Prozent zwar auf dem Niveau des Vormonats Juli (19,0 Prozent). Doch im Vergleich zum August 2011 ist der Sprung von 14,9 Prozent beachtlich. Der Preiskampf im August habe ein neues Rekordniveau.

   Die Autoren der Studie, Professor Ferdinand Dudenhöffer und Karsten Neuberger, werten die Rabattschlacht als weiteres Symptom für die Absatzprobleme der Branche. Normalerweise ließen Sonderaktionen im Ferienmonat August nach und zögen erst im verkaufsstärkeren Monat September wieder an. Doch diese Bewegung sei diesmal ausgeblieben.

    "Dies ist ein untrügliches Zeichen für die Nachfrageschwäche im deutschen Automarkt", schreibt Dudenhöffer. Die Auswirkungen der Euro-Schuldenkrise drücken auf den Autoabsatz auch in Deutschland - zuletzt waren die Werte so schwach gewesen wie im Jahr nach der Abwrackprämie. Der deutsche Automarkt hält sich jedoch noch vergleichsweise stabil. EU-weit dagegen ist die Nachfrage angesichts der Schuldenkrise seit Monaten auf Talfahrt.

   Aufs Neue befeuern die Rabattschlacht laut der Studie auch die sogenannten taktischen Zulassungen, mit denen Händler Autos tageweise auf dem Papier anmelden, um sie dann nagelneu mit höheren Rabatten in den Markt geben zu dürfen. Die Rabattspirale und der Zwang, sie auch mitzugehen, trifft die Hersteller unterschiedlich stark. So gibt es auf der einen Seite etwa kerngesunde Hersteller wie Volkswagen (Volkswagen vz), auf der anderen kriselnde wie Opel und Fiat. Fiat-Chef Sergio Marchionne etwa warf VW jüngst vor, mit der Preispolitik ein "Blutbad" anzurichten.

Die Wolfsburger führen derzeit die siebte Generation ihres Verkaufsschlagers Golf ein - und der Vorgänger Golf VI wird über Tageszulassungen teils mit 33 Prozent Rabatt in den Markt gedrückt.

   Die Studie rät Kunden auf der Suche nach Neuwagen, den Preiskampf noch ein wenig zu beäugen. "Wichtige Indikatoren deuten darauf hin, dass der deutsche Automarkt vor einem heißen Rabatt-Herbst steht."

STUTTGART/DUISBURG (dpa-AFX)

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Relevant1
  • Alle1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Nach bewegten Tagen
Europas größter Autobauer Volkswagen steht nach dem erbitterten Machtkampf in seiner Führungsspitze und dem Rücktritt von Chefkontrolleur Ferdinand Piëch vor einer Neuausrichtung.
00:04 Uhr
VW: Aktionäre sticheln (Nachrichten.at)
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
04.05.2015Volkswagen vz kaufenDZ-Bank AG
30.04.2015Volkswagen vz kaufenIndependent Research GmbH
30.04.2015Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
30.04.2015Volkswagen vz buySociété Générale Group S.A. (SG)
30.04.2015Volkswagen vz buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
04.05.2015Volkswagen vz kaufenDZ-Bank AG
30.04.2015Volkswagen vz kaufenIndependent Research GmbH
30.04.2015Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
30.04.2015Volkswagen vz buySociété Générale Group S.A. (SG)
30.04.2015Volkswagen vz buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
28.04.2015Volkswagen vz Equal weightBarclays Capital
28.04.2015Volkswagen vz HoldHSBC
27.04.2015Volkswagen vz Neutralequinet AG
24.04.2015Volkswagen vz HaltenBankhaus Lampe KG
02.04.2015Volkswagen vz Neutralequinet AG
27.04.2015Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
16.04.2015Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
14.04.2015Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
03.02.2015Volkswagen vz UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.
27.01.2015Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen AG Vz. (VW AG) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Volkswagen AG Vz. (VW AG) Analysen

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt tiefrot -- Wall Street mit Verlusten -- Disney mit guten Zahlen -- Lufthansa verdient operativ mehr -- adidas wächst stärker -- Infineon, METRO, O2, Symrise, UBS im Fokus

Volkswagen ohne Piëch - Neustart nach Machtkampf. Schuldendrama holt Griechenlands Märkte wieder ein. Schäuble: IWF fordert keinen Schuldenerlass für Athen. US-Mobilfunker Sprint weitet Verluste aus - Kundenzustrom überrascht. Putin schafft sich eine eigene Weltbank. HSBC verdient überraschend mehr. Rocket Internet setzt noch stärker auf Essens-Lieferdienste - Verlust 2014.
Das können Sie an der Börse verdienen

So viel kosten Eigentumswohnungen in Großstädten

Die höchsten Neuzulassungen

Umfrage

Wie lange halten Sie Ihre Zertifikate durchschnittlich in Ihrem Depot?