29.01.2012 06:00
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Berufsunfähigkeit - was kostet eine Versicherung eigentlich?

BU-Versicherung: Berufsunfähigkeit - was kostet eine Versicherung eigentlich? | Nachricht | finanzen.net
BU-Versicherung
Natürlich muss der Invaliditätsschutz der Berufsunfähigkeitsversicherung bezahlbar sein – aber neben dem Preis sollte auch die Qualität des Versicherungsschutzes im Vordergrund stehen.
Und diese Qualität muss nicht einmal teuer sein. Viele der klassischerweise günstigen − wie die Nürnberger Versicherung (Tarif SBU2600(D)C) oder die Europa (Tarif E-T2 N/R) − schließen in ihren Top-Tarifen die Möglichkeit des Versicherers zur abstrakten Verweisung aus. Damit können die Berufsunfähigkeitsversicherer Sie im Falle einer Invalidität nicht auf einen vergleichbaren Beruf verweisen und so die Rentenzahlung umgehen.

Top-Versicherungsbedingungen entscheidend

Ein weiteres Plus solcher Top-Anbieter: Die Versicherungsbedingungen sehen unter anderem vor, dass Sie Leistungen bereits erhalten, wenn Sie für voraussichtlich 6 Monate berufsunfähig sind – das ist heute Standard bei guten Berufsunfähigkeitsversicherungen. Ebenfalls sinnvoll ist die Nachversicherungsgarantie: Bei bestimmten Anlässen − wie z. B. einer Hochzeit oder einer Beförderung − kann die jährliche Rente nach oben angepasst werden.

Beste Leistungen zu günstigen Preisen

Obwohl die beiden erwähnten Policen zu den besten zählen, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind, sind die Prämien alles andere als teuer. So zahlt ein heute 30-Jähriger monatlich lediglich 33,70 Euro (Nürnberger) bzw. 34,49 Euro (Europa), um als kaufmännischer Angestellter 1.000 Euro Berufsunfähigkeitsrente bis zum 65. Lebensjahr abzusichern – ein teuer Anbieter verlangt mehr als das Doppelte. Entscheidend für den Preis ist aber auch der Beruf: Wer die gleiche Rente als Bauarbeiter abschließen will, zahlt fast 100 Euro beim günstigsten Anbieter. Die günstigen Beiträge berücksichtigen übrigens immer die voraussichtlichen Überschüsse, die der Versicherer erwirtschaften wird – im Fall des Baubetreuers macht diese Überschussverrechnung monatlich immerhin einen Unterschied von knapp 70 Euro aus. Das heißt aber auch: Werden einmal die geplanten Überschüsse nicht erwirtschaftet, würde die Prämie um diese 70 Euro steigen. Das ist zwar unwahrscheinlich, trotzdem sollten Verbraucher immer auch den monatlichen Maximalbeitrag ohne Überschüsse im Auge behalten.

Berufsunfähigkeitsversicherung oder Zusatzpolice?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es einmal als reine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und als Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ), wobei dann meist eine Risikolebensversicherung zusammen mit dem Invaliditätsschutz angeboten wird. Sinnvoll ist die Kombination mit einer Risikolebensversicherung immer dann, wenn der Versicherte tatsächlich jemanden finanziell abzusichern hat. Denn für diesen Fall gibt es vor allem günstige Direktversicherer, die die BUZ zu deutlich günstigeren Preisen anbieten als viele andere Gesellschaften die reine BU. Im Vergleich oben wäre im Angebot der Europa bereits eine kleine Risikolebensversicherung inbegriffen – ohne dass der Schutz dadurch deutlich teuer als der der Nürnberger ohne Risikolebensversicherung wäre. Entscheidend ist aber immer die Qualität der Berufsunfähigkeitsversicherung – die Nebenleistungen der BUZ sollten nur dann als Entscheidungskriterium herangezogen werden, wenn der Versicherungsschutz ansonsten vergleichbar gut ist.

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