24.06.2013 07:41
Bewerten
 (0)

Gewerkschaftsbund: Deutsche halten Rente mit 67 für unrealistisch

Bedingungen zu schlecht: Gewerkschaftsbund: Deutsche halten Rente mit 67 für unrealistisch | Nachricht | finanzen.net
Bedingungen zu schlecht

Viele Beschäftigte in Deutschland halten es für unrealistisch, bis zum 67. Lebensjahr arbeiten zu können.

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Danach rechnen 47 Prozent der Befragten nicht damit, dass sie unter ihren derzeit geltenden Arbeitsbedingungen bis zum Rentenalter durchhalten. 42 Prozent glauben dagegen, dies zu schaffen. Für die DGB-Umfrage wurden knapp 5000 Beschäftigte befragt.

   Ob sich ein Arbeitnehmer für arbeitsfähig bis zur gesetzlichen Regelaltersgrenze einschätzt, hängt vor allem vom Beruf ab: Nur in einem Drittel der Branchen hält es mehr als die Hälfte der Beschäftigten für wahrscheinlich, dass sie das Rentenalter erreichen, etwa in der Chemieindustrie, in der öffentlichen Verwaltung oder im Wissenschaftssektor.

   Besonders gering ist der Anteil im Gastgewerbe, im Sozialwesen oder bei Leiharbeitern und Reinigungskräften. Hier hofft nicht einmal ein Drittel der Beschäftigten darauf, die Arbeitsfähigkeit bis zur neuen Regelaltersgrenze zu erhalten. Nach Angaben des DGB hängt dies mit der Arbeitsqualität zusammen: Je schlechter die Arbeitsbedingungen, je mehr Schichtarbeit, je mehr schwere körperliche Tätigkeit anfallen, desto häufiger sind sich die jeweiligen Arbeitnehmer sicher, dass sie ungewollt in Frührente müssen.

   DGB-Chef Michael Sommer fordert deshalb: "Die Bundesregierung muss endlich einsehen, dass die Rente mit 67 für die meisten Beschäftigten unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen unerreichbar ist und zumindest ausgesetzt werden muss."

Dow Jones Newswires

Bildquellen: Yuri Arcurs / Shutterstock.com, @cam / Shutterstock.com
  • PKV
  • BU
  • UV
  • ZV
  • KFZ
  • Rechtsschutz

Berufsunfähigkeitsversicherung

Heute im Fokus

DAX geht mit kleinem Plus ins Wochenende -- Wall Street reagiert verhalten auf Amtsantritt von US-Präsident Trump -- Postbank sieht Chancen auf IPO -- Yellen: US-Geldpolitik auf Kurs -- GE im Fokus

Buffett-Investment BYD träumt vom Gigaerfolg in den USA. AIG schlägt Milliardenrisiken an Berkshire Hathaway los. Deutsche Top-Manager warnen Trump vor Strafzöllen und Abschottung. American Express verdient deutlich weniger. Chinas Wachstum fällt auf niedrigsten Stand seit 1990. Winterkorn bleibt dabei: Von Betrug bei VW nichts gewusst.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Deutsche Bank AG 514000
BASF BASF11
Bayer BAY001
Daimler AG 710000
Scout24 AG A12DM8
AMD Inc. (Advanced Micro Devices) 863186
Apple Inc. 865985
E.ON SE ENAG99
Allianz 840400
Deutsche Telekom AG 555750
Commerzbank CBK100
BMW AG 519000
Nestle SA A0Q4DC
Airbus SE 938914