31.01.2013 16:40
Bewerten
 (1)

Mehr Durchblick bei der Riester-Rente

Beipackzettel für Riester
Größere Transparenz bei der Riester-Rente soll die private Altersvorsorge attraktiver machen.
Dieses Ziel verfolgt ein Gesetz, das der Bundestag am Donnerstag beschloss. Kernstück der Reform, die noch vom Bundesrat gebilligt werden muss, ist ein einheitliches Produktinformationsblatt.

   Nach Art eines Beipackzettels soll auf einen Blick über die Kosten des Vertrags, die Rendite-Erwartungen und das Anlage-Risiko aufklärt werden. Dadurch soll der Verbraucher verschiedene Angebote leichter miteinander vergleichen können.

    Derzeit gibt es gut 15 Millionen Riester-Verträge. Viele Angebote stehen bei Verbraucherschützern wegen hoher Kosten und geringer Erträge in der Kritik. In einer Untersuchung der "Stiftung Warentest" erhielten 5 von 29 Produkten die Note "gut".

    Künftig soll eine Modellrechnung darüber informieren, wie hoch die Rente später einmal sein wird. Die Berechnungen werden von einer unabhängigen Stelle kontrolliert oder gleich selbst durchgeführt. Auf einer Skala von eins bis sechs wird zudem das Risiko eingestuft, auf das sich der Sparer einlässt.

   Unabhängig davon sieht das Gesetz eine Anhebung der Fördergrenze von 20.000 auf 24.000 Euro vor. Riester-Spargelder sollen im Falle einer Privatinsolvenz besser geschützt sein. Auch die steuerlich begünstigte Absicherung von Berufs- und Erwerbsunfähigkeit wird verbessert.

    Eine Reihe weiterer Verbesserungen gibt es beim "Wohn-Riester", dem im Jahr 2008 eingeführte Modell einer Eigenheimrente. Bisher dürfen Häuslebauer das angesparte Geld nur zu maximal 75 Prozent dem "Wohn-Riester"-Konto entnehmen. Diese Einschränkung entfällt in Zukunft. Außerdem werden die Einmal-Besteuerung des Wohnförder-Kontos flexibler gestaltet und die jährliche Beitragsanhebung reduziert./ax/vs/DP/hbr

BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Yuri Arcurs / Shutterstock.com
  • Riester
  • Rente
  • LV

Riester-Rente

Heute im Fokus

DAX geht mit Plus ins Wochenende -- Dow: Yellen-Effekt verpufft -- US-Wirtschaft wächst schwach -- VW will wohl Milliarden in Batteriefabrik für E-Autos investieren -- SGL, Google und Oracle im Fokus

Bank of America versucht erneut Kreditkartentochter MBNA zu verkaufen. Monsanto-Managern winkt Millionen-Regen bei Übernahme. Air France tankt nach Sprit-Protesten mehr im Ausland. EU verschärft erneut Sanktionen gegen Nordkorea. Aktionäre von DMG Mori sollen Abfindung von 37,35 Euro erhalten. Yellen: Leitzinserhöhung in den kommenden Monaten angemessen. BMW & Co.: Autobauer rufen in den USA Millionen Wagen zurück.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.
Welche Marke ist die teuerste?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
In welcher Metropolregion leben am meisten Menschen?

Umfrage

Bundeskanzlerin Merkel hält trotz aller Kritik am umstrittenen Flüchtlingspakt mit der Türkei fest. Wie bewerten Sie dessen Chancen?