von Samantha Meier, Euro am Sonntag
Zwanzig Häuser wurden beschädigt, zwei davon sind nicht mehr bewohnbar. Das ist die Bilanz des vergangenen Dienstagabends, als im Münchner Stadtteil Schwabing eine knapp 70 Jahre alte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt wurde.
Wer für die Schäden aufkommt, ist unklar. Betroffene, die sich an ihre Hausrat-, Gebäude- und Glasversicherung wenden, sollten vorher die Versicherungsbedingungen lesen und auf Kulanz hoffen. Schäden durch Kriegswaffen sind in den meisten Verträgen ausgeschlossen, erklären sowohl der Bund der Versicherten als auch die Allianz, deren Versicherte auf Geld hoffen können.
Insbesondere durch eine Entschärfung von Blindgängern verursachte Schäden sind laut der Versicherungsrating-Agentur Franke und Bornberg in den wenigsten Fällen abgesichert. Die Haftpflichtversicherung des Eigentümers des Grundstücks, auf dem die Bombe gefunden und gesprengt wurde, greift jedenfalls nicht.
Immer wieder müssen Weltkriegsbomben entschärft werden. Experten vermuten, dass noch Zigtausende Blindgänger im Bundesgebiet in der Erde liegen.
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