04.05.2013 12:00

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€uro am Sonntag

EINZELHANDEL

Konsum: Kälte bremst Kauflaune



Konsum: Kälte bremst Kauflaune
Einzelhandel: Durchwachsenes erstes Quartal. Die Jahresprognose steht jedoch.

von Wolfgang Ehrensberger, Euro am Sonntag

Der deutsche Einzelhandel hält trotz eines kältebedingt schwachen Auftaktquartals an seiner Jahresprognose fest. „Es zeigt sich, dass wir mit unserer verhalten optimistischen Jahresprognose von einem nominalen Umsatzplus von einem Prozent 2013 richtig liegen und dort auch rauskommen werden“, sagte der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Kai Falk.

Das erste Quartal habe sich sehr differenziert entwickelt, erläuterte Falk. „Während die Textilbranche stark unter dem langen Winter gelitten hat, liefen Lebensmittel mit einem Umsatzplus von 3,6 Prozent sehr gut.“ Die Durchschnittstemperatur lag im März 2013 um fast sieben Grad niedriger als ein Jahr zuvor. Die Frühjahrs- und Sommermode blieb deshalb häufig in den ­Regalen liegen. Unter dem Strich verbuchte der Einzelhandel im ersten Quartal ein nominales Umsatzminus von 0,2 Prozent, real lag das Minus bei 1,6 Prozent. Allerdings gab es im ersten Quartal 2013 auch drei Verkaufstage weniger als 2012.

Impulse erhofft sich Falk jetzt von der verbesserten Kauflaune der Konsumenten, die ihre Beschäftigungs- und Einkommenssituation nach den jüngsten Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) trotz Eurokrise nach wie vor positiv sehen. Dazu beigetragen haben laut GfK ein stabiler Arbeitsmarkt, steigende Löhne und eine sinkende Inflationsrate, was den Menschen erlaube, 2013 mehr zu konsumieren. Auch sparen die Deutschen wegen der Euroschuldenkrise so wenig wie nie zuvor. So fiel die Sparneigung im April auf einen historischen Tiefstand, wie die Gfk zu ihrer monatlichen Umfrage unter 2000 Verbrauchern mitteilte.

Vor diesem Hintergrund steigt die Bereitschaft der Deutschen zu größeren Anschaffungen. Da sie auch mit höheren Einkommen rechnen, kletterte das für Mai berechnete GfK-Konsumklimabarometer von 6,0 auf 6,2 Punkte — der höchste Stand seit Oktober 2007. Die Verunsicherung durch die Finanzmärkte stimuliere die Konsumenten, in Immobilien, Möbel, Küchen oder teilweise auch Schmuck zu investieren. 

Bildquellen: lev dolgachov / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

crunchy schrieb:
Wertung: 1/5

04.05.2013 15:24:02

Da konnte der GfK-Konsumklimaindex nicht einheizen.
Diese Lachnummer sollte man mal mit den realen Einzelhandelsumsätzen vergleichen. Dann laufen einem permanent kalte Schauer über den Rücken.

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