Studie: Weiter zu wenige Frauen im Top-Management

Deutschland gehöre damit zur internationalen Spitze. "Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch eine Menge zu tun bleibt, bis die wirtschaftliche Gleichstellung der Geschlechter gelebte Realität ist", sagte Booz-Partnerin Christine Rupp. Noch immer gebe es zu große Unterschiede etwa in der Bezahlung, zudem seien noch immer viel zu wenige Frauen im Top-Management.
Zwar sei der Nachholbedarf hier in Ländern wie Indien oder Ägypten wesentlich größer. Doch auch hierzulande gebe es weiter erhebliche Defizite. Gut die Hälfte der Hochschulabsolventen in Deutschland seien weiblich, aber nur 31 Prozent hätten leitenden Funktionen. "Im Top-Management der 500 größten deutschen Konzerne beträgt der Frauenanteil sogar nur 2,4 Prozent", sagte Rupp.
Auch insgesamt seien zu wenige Frauen erwerbstätig. Wäre das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ausgeglichen, könnte alleine die deutsche Wirtschaftsleistung um satte 4 Prozent steigen. Die Politik müsse die Voraussetzungen dafür schaffen, "dass Frauen ihr volles ökonomisches Potenzial ausschöpfen und damit auch die Weltwirtschaft substanziell voranbringen können", sagte Rupp.
MÜNCHEN (dpa-AFX)
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