03.07.2016 21:54
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Nicht nur auf Reisen gut: Die besten Girokonten

Euro am Sonntag-Service: Nicht nur auf Reisen gut: Die besten Girokonten | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Service
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Bargeld abzuheben oder mit Karte zu zahlen kann vor allem im Urlaub teuer werden. €uro am Sonntag zeigt Konten, die überall günstig sind.
€uro am Sonntag
von Markus Hinterberger, Euro am Sonntag

Seit Banken kaum mehr Geld mit den Einlagen ihrer Kunden verdienen, suchen sie nach anderen Einnahmequellen. Einige Institute haben sie bei den Gebühren am Geldautomaten gefunden. Wer nicht an Automaten des eigenen Instituts abhebt, zahlt im Schnitt vier bis fünf Euro extra. So kassieren die Mitgliedsbanken des Bankenverbands von Kunden fremder Institute schon lange nicht mehr 1,95 Euro, sondern das Doppelte und mehr. Sparkassen und Volksbanken verlangen mitunter mehr als zehn Euro.


Andererseits gibt es Banken, die ihren Kunden versprechen, weltweit kostenlos an Bargeld zu kommen. Doch dieses Versprechen gilt oft nur mit Einschränkungen. Gemeinsam mit der FMH-Finanzberatung hat €uro am Sonntag Girokonten, die mit kostenloser Bargeldversorgung im Ausland werben, untersucht (siehe Tabelle unten).

Was heißt "weltweit kostenfrei"?

Weltweit Bargeld abheben, ohne dass eine Gebühr am Automaten fällig wird, diesen Service bieten derzeit zehn Banken. Doch auch hier lohnt sich ein genauer Blick: So gibt es einige Banken, die bei Abhebungen in Fremdwährung ein Entgelt verlangen. Einzig bei der Consorsbank, der DKB, der "1 Plus"-Kreditkarte der Santander Consumer Bank und dem "iGiro"-Konto der in Rheinland-Pfalz und im Saarland tätigen Sparda-Bank Südwest entfällt diese Gebühr.


Doch es geht auch anders: Die Deutsche Bank und deren Tochter Postbank bieten ihren Kunden kostenlosen Zugang zu Bargeld an Automaten in den eigenen Filialen im Ausland und mithilfe von Partnerbanken in bestimmten Staaten. Wüstenrot direct hat eine Quotenregelung. Wer nur sporadisch an fremden Geldautomaten Bares zieht, ist mit diesem Angebot gut bedient.

Banken wie die ING-DiBa oder 1822direkt bieten ihren Kunden innerhalb der Eurozone kostenlosen Zugang zu Bargeld. Bei der Hamburger Sparkasse und einigen anderen regionalen Instituten können Kunden mit bestimmten Kreditkarten innerhalb der Eurozone oder gar weltweit kostenlos Bargeld abheben. Meist handelt es sich dabei um die Silber-, Gold- oder Platinedition der Visa- oder Mastercard. Diese Karten sind teuer. Die Jahresgebühr beträgt 60 bis 90 Euro, bisweilen auch deutlich mehr.

Plastikgeld ist nicht immer billiger

Außerhalb der Eurozone ist es oft günstiger, beim Bezahlen die Kreditkarte stecken zu lassen und auf Bargeld auszuweichen. Denn fast alle Banken berechnen beim Bezahlen eine Gebühr von mindestens 1,25 Prozent des Umsatzes. Keine Gebühr im Test verlangen nur die Santander Consumer Bank und die Sparda-Bank Südwest.


Manchmal lohnt es sich auch, auf die Girocard umzusteigen. Mit dieser Karte sparen etwa Comdirect-Kunden 0,75 Prozentpunkte, was bei einer Hotelrechnung von umgerechnet 1.000 Euro, die mit Karte bezahlt wird, 7,50 Euro ausmacht. Doch Vorsicht: Außerhalb Europas kann es sein, dass Maestro und V-Pay, so heißen die beiden gängigsten Systeme, nicht funktionieren.

Wer sich nur in der Eurozone bewegt, dem fällt es leicht, die Kosten fürs Geldabheben und Bezahlen mit der Karte auf null zu senken. Wer dies weltweit schaffen will, muss sein Gehaltskonto zur Santander Consumer Bank wechseln oder in Rheinland-Pfalz oder dem Saarland wohnen.

Die besten Girokonten für Vielreisende (pdf)

Zum Weiterlesen:
» Kreditkarten Vergleich: So finden Sie die besten kostenlosen Kreditkarten

Bildquellen: Route66 / Shutterstock.com, 123RF, Pedro Salaverría / Shutterstock.com
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