28.01.2013 07:23
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Kunden von insolventem Broker FXdirekt sollen entschädigt werden

FXdirekt-Pleite
Die Kunden der insolventen Wertpapierhandelsbank FXdirekt sollen entschädigt werden - möglicherweise benötigt die Entschädigungseinrichtung EdW dafür aber einen Kredit vom Bund.
Der Broker mit Sitz in Oberhausen hatte im Dezember wegen Überschuldung Insolvenz angemeldet. Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin verhängte daraufhin ein Moratorium für alle Zahlungsvorgänge, um das verbleibende Vermögen zu schützen. Am Donnerstag stellte sie den Entschädigungsfall fest, da keine Aussicht besteht, dass die FXdirekt Bank (Motto: "Ihr Geld hat diese Chance verdient") die Ansprüche seiner Kunden selbst bedient.

    Der Leiter der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), Michael Helmers, sagte nun der "Wirtschaftswoche": "Wir haben derzeit einen hohen einstelligen Millionenbetrag auf dem Konto und erwarten laufend weitere Einnahmen aus Beiträgen, so dass ich hoffe, dass wir die Anleger aus Bordmitteln entschädigen können. Aus heutiger Sicht kann ich aber nicht definitiv ausschließen, dass wir einen neuen Kredit vom Bund benötigen."

    Die EdW sichert Verbindlichkeiten der FXdirekt Bank aus Wertpapiergeschäften gegenüber ihren Kunden bis zu einer Höhe von 90 Prozent, maximal jedoch 20.000 Euro, ab. Bei FXdirekt belaufen sich die Verbindlichkeiten nach früheren Angaben auf 17,2 Millionen Euro. Die Bank hatte zuletzt rund 3.200 aktive Kunden. Für den letzten großen Entschädigungsfall Phoenix Kapitaldienst musste die EdW nach Angaben der "Wirtschaftswoche" zwei Darlehen beim Bund aufnehmen.

    BONN/OBERHAUSEN (dpa-AFX)

Bildquellen: istock/Brian Jackson, istock/Nathan Allred
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