18.04.2013 17:56
Bewerten
 (1)

Milch wird voraussichtlich teurer

Fünf Cent mehr je Liter
Die Verbraucher in Deutschland müssen bei Milch und einer Reihe von Milchprodukten mit deutlich steigenden Preisen rechnen.
In der aktuellen Verhandlungsrunde mit Handelskonzernen haben erste Molkereien nach unbestätigten Branchen-Informationen bereits Preiserhöhungen durchsetzen können. Trinkmilch könnte demnach Anfang Mai um bis zu fünf Cent je Liter teurer werden. Das würde einem Preisanstieg in der untersten Preislage um gut acht bis gut neun Prozent entsprechen. Im Preispoker mit den Handelsriesen haben die Molkereien gute Karten, weil wegen des sehr lange Winters das Milchangebot geringer ausfällt.

    Der "Lebensmittel Zeitung" zufolge gab es erste Vertragsabschlüsse verschiedener Molkereien mit Aldi. Nach ihren Informationen könnte Milch im Handel ab Mai zwischen vier und fünf Cent pro Liter teurer werden. Über das gesamte Milchfrische-Sortiment solle von zehn Prozent Preiserhöhung die Rede sein. Weder Aldi Nord noch Aldi Süd bestätigten den Vorabbericht am Donnerstag. Aldi Nord erklärte, dass man aus "grundsätzlichen Erwägungen" zu diesem Thema keine Stellung nehme. Das Schwesterunternehmen Aldi Süd teilte mit: "Zum Thema Milchpreise können wir zurzeit noch keine Stellungnahme abgeben."

    Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter geht ebenfalls von steigenden Milchpreisen aus. "Die Erhöhung ist überfällig", sagte Verbandssprecher Hans Foldenauer der dpa. Zum einen hatten die Milchpreise der Marktlage folgend bereits in den vergangenen Monaten steigen müssen. Zum anderen könnten mit einer solchen Anhebung die kräftige Kostensteigerungen insbesondere bei Energie und Futtermittel noch nicht völlig ausgeglichen werden. Der Verband geht davon aus, dass auch der Käsepreis tendenziell steigt.

    Für die Verbraucher könnte Milch Anfang Mai nach Einschätzung von Discountexperte Matthias Queck so teuer werden wie seit Jahren nicht mehr. Ein Rekordpreis drohe aber nicht. Aktuell koste Trinkmilch bei Aldi 54 Cent (1,5 Prozent Fett) beziehungsweise 60 Cent (3,5 Prozent Fett). Im längerfristigen Vergleich ragten der Winter 2007/2008 mit Verbraucherpreisen von 73 Cent je Liter und der Sommer 2008 mit 68 Cent je Liter bei Trinkmilch mit 3,5 Prozent Fettgehalt heraus.

    An den Aldi-Preisen orientieren sich die Supermärkte in der untersten Preislage. Die Milchlieferverträge zwischen den einzelnen Molkereien und Handelskonzernen werden in der Regel für ein halbes Jahr geschlossen. In der zurückliegenden Runde im vergangenen Herbst hatten Molkereien bereits höhere Preise durchgesetzt. Aldi Süd hob Anfang November 2012 den Milchpreis im Laden um 9 Cent je Liter an./vd/DP/stw

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Iakov Kalinin / Shutterstock.com, iStock/ValentynVolkov
  • Tagesgeld
  • Festgeld
  • Depot
  • Giro
  • Autokredit
  • Privatkredit

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Wall Street schließt fest --LPKF senkt Prognose -- FCA wirft Deutscher Bank mangelhafte Kontrollen vor -- Linde bekräftigt Prognose -- Ferrari, Halliburton, Berkshire im Fokus

Aramco-Börsengang - Mit dem Mega-IPO aus der Öl-Abhängigkeit. Allianz legt überraschend Gewinnsprung hin. Australischer Unternehmer outet sich als Bitcoin-Erfinder. Dortmund-Boss Watzke: Ablöse für Hummels "nicht verhandelbar". TTIP: USA üben wohl massiven Druck auf Europa aus.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten
Die schönsten Geldscheine der Welt

Umfrage

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Volkswagen-Spitze für ihr Beharren auf einen Großteil ihrer Bonus-Zahlungen kritisiert. Wie stehen Sie zu dem Thema?