15.05.2013 14:04
Bewerten
(0)

Ärzte fordern Gesundheitssparkonto für Kinder

Gegen Bürgerversicherung: Ärzte fordern Gesundheitssparkonto für Kinder | Nachricht | finanzen.net
Gegen Bürgerversicherung
Vier Monate vor der Bundestagswahl hat sich die deutsche Ärzteschaft klar gegen den Plan von SPD, Grünen und Linken für eine Bürgerversicherung gestellt.
Die Dualität von privater und gesetzlicher Krankenversicherung solle erhalten bleiben, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, am Mittwoch in Berlin. "Gäbe es sie nicht, gäbe es keinen Qualitäts- und Leistungsdruck in der gesetzlichen Krankenversicherung."

    SPD, Grüne und Linke wollen die Schranken zwischen beiden Versicherungsarten einreißen. "Wir halten die Bürgerversicherung für eine absolute Fehlentwicklung", warnte Montgomery. Diese würde sich rasch zu einem Turbolader in die Zwei-Klassen-Medizin erweisen. Die Ärzteschaft will auf dem 116. Deutschen Ärztetag vom 28. bis 31. Mai in Hannover eigene Finanzierungsideen debattieren.

    So sollten Kinder ein Gesundheitssparkonto aus Steuermitteln bekommen. Mit dem Ansparprogramm sollen nach den Ideen der Ärzte die finanziellen Folgen der künftigen demografischen Entwicklung abgefedert werden. Montgomery sagte, denkbar sei etwa, jedem in Deutschland geborenen Kind ein Konto mitzugeben, auf das der Staat jeden Monat bis zum 18. Lebensjahr 100 Euro einzahle.

    Die Finanzautonomie der gesetzlichen Kassen solle wiederhergestellt werden. Der derzeitige Versichertenanteil solle zu einem festen, vom Einkommen unabhängigen und von den Kassen selbst festzulegenden Gesundheitsbeitrag weiterentwickelt werden.

    Der Gesundheitsbeitrag, den der einzelne Versicherte zahlen müsste, soll laut Ärzteschaft auf eine Belastungsgrenze von neun Prozent des Haushaltseinkommens beschränkt werden. Liegt der Beitrag darüber, solle die Differenz über einen Sozialausgleich finanziert werden. Als Größenordnung für solch einen Beitrag kommen den Ärzten zufolge 130 bis 170 Euro pro versicherte Person in Betracht.

    An dem bereits heute auf 7,3 Prozent festgeschriebenen Anteil der Arbeitgeber solle festgehalten werden. Heute gilt ein Einheitssatz für Arbeitgeber und -nehmer von 15,5 Prozent. Der Gesundheitsfonds solle deutlich reformiert werden.

    "Die Resonanz war wie erwartet ablehnend von Seiten der SPD und den Grünen", sagte Montgomery. Von anderen Seiten habe es bereits Zustimmung zu den Ärztevorschlägen gegeben. Aber auch von FDP und Union sei ein deutlich vernehmbares Lob bisher ausgeblieben. Montgomerys Einschätzung: "Das wird nicht Teil des CDU-Wahlprogramms werden."/bw/DP/jkr

BERLIN (dpa-AFX)
Bildquellen: Yuri Arcurs / Shutterstock.com, Clover / Shutterstock.com
  • PKV
  • BU
  • UV
  • ZV
  • KFZ
  • Rechtsschutz

Berufsunfähigkeitsversicherung

Heute im Fokus

DAX kaum verändert -- Wirecard erwartet starkes zweites Halbjahr -- Air Berlin spricht mit drei Interessenten -- Fed uneins über Zinserhöhung -- Vestas, Cisco im Fokus

Gehalt von Air-Berlin-Chef Winkelmann abgesichert. Zinkpreis auf Zehnjahreshoch. Einmalkosten verhageln Geberit das Quartalsergebnis. Swisscom hebt Gewinnprognose leicht an. Hyundai kündigt E-Autos mit höherer Reichweite an. Euro steigt in Richtung 1,18 Dollar. Nächste Brexit-Runde könnte sich womöglich bis Dezember verschieben.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett
KW 32: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 32: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Die Deutsche Bank wird optimistischer für deutsche Aktien und sieht beim DAX bis Jahresende noch 3 Prozent Luft nach oben. Was glauben Sie, wie sich der DAX bis zum Ende des Jahres entwickeln wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Air Berlin plcAB1000
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
EVOTEC AG566480
CommerzbankCBK100
E.ON SEENAG99
Lufthansa AG823212
Bitcoin Group SEA1TNV9
Allianz840400
Siemens AG723610
K+S AGKSAG88
Amazon906866
TeslaA1CX3T