27.12.2012 08:47
Bewerten
 (0)

Krankenkassen warnen vor Finanzrisiken

Gegen unnötige Mehrausgaben
Angesichts neuer Finanzrisiken warnen die Krankenkassen vor einem raschen Abschmelzen ihrer Rekordreserven. Zugleich wehrt sich ihr Spitzenverband GKV gegen unnötige Mehrausgaben.
"Mehr Geld für Ärzte, Krankenhäuser und andere Leistungserbringer im Gesundheitswesen kann es nur für eine Verbesserung der Versorgung der Versicherten geben", sagte Verbandschefin Doris Pfeiffer der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

     Zu einem Finanzpolster von 14 Milliarden Euro bei den einzelnen Kassen kommt nach den jüngsten Regierungszahlen eine Reserve von rund 9,5 Milliarden beim Gesundheitsfonds, der Geldsammel- und Verteilstelle der Kassen. Doch 2013 sollen die Kassen-Ausgaben laut offiziellem Schätzerkreis auf mehr als 190 Milliarden Euro steigen, zudem bedeutet die Abschaffung der Praxisgebühr zum neuen Jahr ein jährliches Minus von rund 2 Milliarden Euro.

 >    Die Finanzen seien solide, sagte Pfeiffer. "Weil dieses Geld aus den Portemonnaies der Beitragszahler stammt, ist und bleibt es die Aufgabe der Krankenkassen, sich gegen unnötige Ausgabenerhöhungen zu stellen", betonte sie aber. Der Chef des AOK-Bundesverbands, Jürgen Graalmann, mahnte: "Die Leistungsausgaben steigen nach wie vor von Jahr zu Jahr stärker als die Bruttolöhne und Renten, von denen die Beiträge gezahlt werden." Diese strukturelle Lücke müsse geschlossen werden, um Defizite auch in den nächsten Jahren zu vermeiden.

    BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Borislav Bajkic / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
  • PKV
  • BU
  • UV
  • ZV
  • KFZ
  • Rechtsschutz
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Heute im Fokus

DAX leicht im Minus -- Alibaba - Was kommt nach dem Mega-IPO -- Siemens kauft US-Konzern Dresser-Rand - Milliardenzukauf -- ThyssenKrupp will Tochter VDM verkaufen

Hanwha Q-Cells wird noch dieses Jahr profitabel. Philips will Teilverkauf der Autoleuchten- und LED-Sparte starten. Mitsubishi kauft für Milliardenbetrag norwegischen Fischfarmer Cermaq. Britischer Einzelhändler Tesco lässt Gewinn für erstes Halbjahr prüfen. IG Metall befürchtet Stellenabbau in Sprinter-Werk.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welche US-Aktien könnten zum Jahresende hin steigen?

Milliarden IPO: Kaufen Sie sich Alibaba-Aktien oder andere Produkte auf Alibaba?

Anzeige