03.05.2013 10:31
Bewerten
 (4)

Albtraum für Sparer

Heiko Aschoff-Kolumne: Albtraum für Sparer | Nachricht | finanzen.net
Heiko Aschoff Kolumne

Heiko Aschoff

Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte gestern den Leitzins für die Euro-Zone auf das Rekordtief von einem halben Prozent ab.

Es wurde sogar eine Absenkung auf ein Viertel Prozent diskutiert. Der EZB-Chef Draghi begründete den bemerkenswerten Schritt mit der Wirtschaftskrise und der geringen Inflationsgefahr.

Strafzinsen

Es wurde sogar erwogen, einen Negativ-Zins einzuführen. Statt Zinsen bei der EZB zu bekommen, würden Institute für ihre Geldanlagen zahlen. Verkehrte Welt? Auf jeden Fall zeigt es den Ernst der Lage. Man möchte um jeden Preis die Investitionsbereitschaft der Unternehmen (über die Banken) ankurbeln.

Geld allein hilft nicht

Leider kann die Notenbank mit der Politik des billigen Geldes nicht alle Probleme lösen. Welchen Anreiz haben Unternehmer, bei steigenden Steuerbelastungen und massiven politischen Eingriffen in die freie Marktwirtschaft in Europa zu investieren? Die Sozialisten in Frankreich machen es vor, wohin das führen kann. Munter wird der Ast abgesägt, auf dem man sitzt.

Leiden der Sparer geht weiter

Wie auch immer die große Politik und das Wirtschaftsgeschehen ausgehen werden, dem nach Rendite suchenden Sparer drohen weitere Vermögensverluste. Bevor vor lauter Verzweiflung in abstruse Steuermodelle, undurchsichtige Zertifikate oder hoch verzinste, pardon riskante Anleihen, sein Heil gesucht wird, sollte man erfolgreiche Weltkonzerne in seine Anlageüberlegungen einbeziehen.

Trotzdem Geld verdienen

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Investition im Auge des Schuldenorkans? Ob Visa oder Mastercard – die Aktionäre der Kreditkartenunternehmen sind glücklich.

Wem dieser Schritt zu weit geht, kein Problem. Wie wäre es mit einer bodenständigen Reckitt Benckiser oder Stericycle?

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit!

Heiko Aschoff ist selbständiger Trader und Geschäftsführer der Investment Ideen GmbH. Als Banker und Pensionsfondsmanager war er mitverantwortlich für über sieben Milliarden Euro Anlagevolumen. Im Börsendienst www.investment-ideen.de stellt er seine persönlichen Anlageempfehlungen vor.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus

  • Tagesgeld
  • Festgeld
  • Depot
  • Giro
  • Autokredit
  • Privatkredit

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt über 11.100-Punkte-Marke -- Dow schließt fester -- EZB verlängert milliardenschwere Anleihenkäufe -- Chinesische Investoren an Einstieg bei Deutscher Bank interessiert -- AIXTRON im Fokus

Harsche Kritik von Ökonomen zum verlängerten EZB-Anleihenkaufprogramm. Darum will Snapchat doch schneller an die Börse als gedacht. thyssenkrupp wurde Ziel von massivem Hacker-Angriff. KKR will bei Konsumforscher GfK einsteigen.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Zalando - Wie der Online-Händler seine Gewinn­margen kräftig steigern will!
Der Einkauf von Waren im Internet gehört zu den Megatrends des 21. Jahrhunderts. Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom shoppen 98% aller Internet-Nutzer inzwischen online, wobei mehr als drei Viertel mehrmals im Monat Produkte über das Internet ordern. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins, warum Zalando zu den Profiteuren dieses Megatrends gehört und wie es seine Gewinnmargen weiter steigern will.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Glauben Sie, dass es in den kommenden sechs Monaten schwieriger wird, die eigenen Renditeerwartungen zu erzielen?