13.11.2012 13:24
Bewerten
 (0)

Wohnungsverband: Steigende Energiekosten belasten Mieter

Heiz- und Stromkosten
Energie- und Stromkosten sind nach Einschätzung der deutschen Wohnungswirtschaft derzeit die größten Preistreiber für das Wohnen.
Allein die Preise für Gas, Heizöl und andere Haushaltsenergie seien in den vergangenen zwölfeinhalb Jahren um 112 Prozent angestiegen, sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (GdW), Axel Gedaschko, am Dienstag in Berlin. Auch die Stromkosten legten um gut 78 Prozent zu. Im Vergleich dazu seien die Nettokaltmieten im gleichen Zeitraum nur um 15 Prozent gestiegen.

    Preistreiber seien zudem die Baukosten, die allein in den vergangenen zwei Jahren um 27,5 Prozent zulegten. Vor allem in den Ballungsgebieten sei dadurch der dort dringend notwendige Neubau erheblich teurer geworden. Besonders stiegen die Preise für Baustoffe zur energetischen Sanierung. So legten seit dem Jahr 2000 die Preise für Dämmmaterial für Rohre um 50 Prozent, für Wärmepumpen um 41 Prozent und für Brennwertkessel um 40 Prozent zu.

   Seit Anfang 2010 hätten die Energiepreise sogar drastisch zugelegt. Im Durchschnitt aller Energieträger legten allein die Preise für Heizöl und Gas von Ende 2009 bis Sommer dieses Jahres um gut 20 Prozent zu. Ähnlich erhöhten sich im gleichen Zeitraum die Gebühren für Wasser und Abwasser.

   Als problematisch sieht der GdW, dass neue Wohnungen fast nur noch im "oberen Mietpreissegment" gebaut werden. Grund dafür seien unter anderem die hohen Baulandpreise und die gestiegenen Baukosten, sagte Gedaschko. Er forderte daher den Bund auf, den Ländern weiterhin mindestens 518 Millionen Euro an Wohnraumförderung bereitzustellen. Die Länder müssten diese allerdings auch zweckgebunden einsetzen und nicht für die Sanierung ihrer Haushalte verwenden. Zudem sollte die Städtebauförderung von derzeit 450 Millionen Euro jährlich auf 655 Millionen Euro aufgestockt werden.

    BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: birgitH / pixelio.de
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt fast 3 Prozent fester -- Dow schließt über 2 Prozent stärker -- Deutsche Bank vor Postbank-Verkauf? -- Daimler-Partner BYD verliert 50-Prozent -- United Internet, QSC im Fokus

Nike mit mehr Gewinn. Air France-KLM senkt Prognose erneut. Milliardendeal zwischen BASF und Gazprom geplatzt. Ölpreise geraten erneut unter Druck. IPO: Samsungs De-facto-Holding mit erfolgreichem Börsengang. sieht im kommenden Jahr deutliches Wachstum. Uralkali weitet Produktion aus. Zynga hofft auf Bugs Bunny & Co.
Wer hat die USA von Platz 1 verdrängt?

schaften der Welt

europa

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?

Anzeige