"Ich fürchte, es könnte zu einer Blase kommen", sagte Zimmerer der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). "Die Blase wäre nicht von Großanlegern getrieben, sondern eher von Privatanlegern, die
Inflation und einen Kollaps des Euro fürchten und in Sachwerte flüchten."
Zimmerer verweist in diesem Zusammenhang auf Gefahren durch die Anti-Krisen-Politik der Notenbanken in Europa und USA. "Ich sehe, dass sich für die Zukunft Risiken aufbauen. Die Zentralbanken überfluten die Welt mit billigem Geld. Niedrige Zinsen führen auf Dauer immer zu einer Fehlsteuerung von Investments. Das haben die Immobilienblasen in den USA, Spanien oder Irland gezeigt."
In der Euro-Krise sei Europa "auf dem Weg der Besserung." Es gebe beachtliche Strukturreformen und Sparprogramme, nun brauche es Zeit, bis diese Maßnahmen ihre volle Wirkung entfalten. "Fundamental zum Beispiel muss man sich um Spanien und Italien keine Sorgen machen", so der Allianz-Manager.
Zimmerer plädiert im Streit um die Haltung gegenüber Griechenland für ein Entgegenkommen. "Man sollte den Griechen mehr Zeit geben, sie brauchen länger Geld." Weil die Sparmaßnahmen die Wirtschaftsleistung verringerten, schrumpften die Einnahmen des Staates extrem. "Deshalb brauchen sie Zeit, damit das Wachstum zurückkehrt." Die Regierung in Athen fordert zwei Jahre mehr Zeit zur Erfüllung ihrer Sparauflagen, was die Bundesregierung und andere Helferstaaten bisher ablehnen.
MÜNCHEN (dpa-AFX)
Immobilienpreise 2012: Hier sind die eigenen vier Wände am teuersten
Platz 15: Düsseldorf
Den Auftakt zum Ranking bildet eine der wichtigsten Wirtschaft-, Verkehrs- und Kulturzentren Deutschlands, die Rhein-Ruhr-Metropole Düsseldorf. Um in Düsseldorf ein 120 qm Einzelhaus zu kaufen, muss man in der Regel einen Kaufpreis in Höhe von 420.000 € entrichten. Wohnungen mit einer Gesamtgrundfläche von 80 qm kosten ca. 146.000 €.
Quelle: LBS-Wohnimmobilienmarkt 2012, Bild: © Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH
Bildquellen: Gorin / Shutterstock.com