27.12.2012 06:50
Bewerten
(0)

Mieterbund: Wohnen auch 2013 teurer

Immobilienpreise steigen: Mieterbund: Wohnen auch 2013 teurer | Nachricht | finanzen.net
Immobilienpreise steigen
DRUCKEN
Viele Mieter und Wohnungskäufer müssen im kommenden Jahr mit steigenden Kosten rechnen.
Während der Deutsche Mieterbund gerade bei Neuverträgen kräftige Steigerungen erwartet, geht auch bei den Immobilienpreisen der Preisauftrieb erst einmal weiter. Vor allem in Großstädten sind die Wohnungsmärkte häufig sehr angespannt.

 Die Lage hält der Mieterbund für alarmierend: "Wir müssen in den Ballungszentren und Universitätsstädten bei Neuverträgen mit Mietpreissteigerungen von durchschnittlich 10 Prozent rechnen", sagte Verbandsdirektor Lukas Siebenkotten der Nachrichtenagentur dpa. Bei den laufenden Mietverträgen dürfte das Plus im Durchschnitt bei 2 bis 3 Prozent liegen.

   Die hohen Wohnkosten wachsen vielen Mietern bereits über den Kopf: "Viele Haushalte müssen schon jetzt mehr als ein Drittel ihrer Konsumausgaben fürs Wohnen ausgeben - inklusive Betriebskosten", so Siebenkotten. Bei einkommensschwachen Haushalten seien es mehr als 45 Prozent. Es drohen seiner Ansicht nach schwerwiegende Folgen. "Viele Menschen werden dadurch aus den Zentren an den Stadtrand verdrängt. Das wird nicht ohne gravierende soziale Folgen bleiben. Deswegen müssen Neubauprojekte auch immer einen Teil von Sozialwohnungen beinhalten, deren Zahl derzeit kontinuierlich sinkt."

  Scharfe Kritik äußerte er an der jüngst vom Bundestag beschlossenen Reform des Mietrechts: "Die Reform wird zu einer Welle von Klagen vor den Gerichten führen, die schon so genug zu tun haben."

    Die Neuerungen sehen unter anderem vor, dass Mieter bei energetischer Gebäudesanierung künftig Lärm, Dreck und Gerüste vor dem Fenster drei Monate lang ertragen müssen. Erst wenn das Ganze länger dauert, dürfen sie die Miete mindern.

   Auch wer ein Wohnung kaufen will, muss sich auf weiter steigende Preise einstellen. Die kräftige Nachfrage nach Wohnimmobilien hat die Preise 2012 bereits im zweiten Jahr in Folge klettern lassen. Historisch niedrige Zinsen und die Skepsis gegenüber alternativen Kapitalanlagen haben zuletzt immer mehr Menschen zum Erwerb eines Eigenheims bewegt. Ein Ende des Runs ist nicht in Sicht.

    Nach einer Studie der Feri EuroRating Services setzt sich der Preisauftrieb bis mindestens 2015 fort. Demnach verteuern sich Eigentumswohnungen in den kommenden drei Jahren etwa in Hamburg um fast 16 Prozent, in München um 11, in Stuttgart um knapp 10 und in Frankfurt oder Berlin um 8 Prozent.

    Nach Berechnungen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) war selbstgenutztes Wohneigentum in Deutschland im dritten Quartal im Schnitt 4,1 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Das Interesse richte sich dabei seit Jahren vornehmlich auf Städte, wo die Wohnungsmärkte spürbar angespannt seien. Zudem sei das Interesse an Immobilien als Kapitalanlage im Zuge der Finanzkrise deutlich gestiegen.

    Trotz historisch niedriger Zinsen rechnen die deutschen Bausparkassen im laufenden Jahr größtenteils mit Zuwächsen - 2013 dürfte sich die Entwicklung aber abschwächen. Der Verband der Privaten Bausparkassen erwartet sowohl bei der Zahl der Verträge als auch bei der Bausparsumme eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Auch die Landesbausparkassen (LBS) gehen von einem Plus bei den Bausparverträgen aus. Neben den LBS gibt es bundesweit ein Dutzend private Anbieter.

   Im vergangenen Jahr waren bei den privaten Bausparkassen rund zwei Millionen Verträge über eine Bausparsumme von 64,5 Milliarden Euro abgeschlossen worden. "Beide Vorjahresergebnisse werden wir voraussichtlich leicht übertreffen", sagte Verbandschef Andreas Zehnder. "Die Sehnsucht der Menschen nach einem eigenen Stück Heimat ist durch die Finanzkrise noch bestärkt worden."

    BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: istock/SusanneB, istock/Ivan Sedlak
  • GV
  • PKV
  • BU
  • UV
  • ZV
  • KFZ

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX fester -- Rocket Internet-Aktie fällt: Daten zu HelloFresh-IPO enttäuschen -- Desolate Lage von Air Berlin schlimmer als gedacht -- Toshiba mit Gewinnwarnung -- BMW, Infineon, Alno im Fokus

London steht vor erstem großen russischen Börsengang seit 2014. JOST Werke-Aktien auf Rekordstand. Philips steigert im dritten Quartal Gewinn dank guter Geschäfte in China. Rajoy kündigt Regierungsabsetzung in Katalonien an. Bürger in Norditalien stimmen für mehr Autonomie.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 42: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
KW 42: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
EVOTEC AG566480
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Scout24 AGA12DM8
GeelyA0CACX
CommerzbankCBK100
Infineon AG623100
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Bitcoin Group SEA1TNV9
BASFBASF11
Nordex AGA0D655