02.12.2012 12:00
Bewerten
(0)

Alte Leipziger: Niedrigerer Garantiezins angekündigt

Interview: Alte Leipziger: Niedrigerer Garantiezins angekündigt | Nachricht | finanzen.net
Niedrige Zinsen: Lebensversicherer in Not?
Interview
Die Alte Leipziger senkt die Überschussbeteiligung für Lebensversicherungen deutlich. Das hat Signalwirkung für die gesamte Branche, glaubt Assekurata-Chef Will.
€uro am Sonntag
von Wolfgang Ehrensberger, Euro am Sonntag

Die Rendite von Lebensversicherungen sinkt weiter: Nach dem Garantiezins geht es der Überschussbeteiligung an den Kragen: Die Alte Leipziger senkt die Verzinsung um 0,5 Prozentpunkte auf 3,35 Prozent. Reiner Will, Geschäftsführer der Versicherungsrating­agentur Assekurata, über die Folgen.

€uro am Sonntag: Welche Signal­wirkung geht von dieser Senkung für die ­gesamte Branche aus?
Reiner Will:
Die Alte Leipziger ist vergleichsweise gut aufgestellt. Sie versucht auf diesem Weg, die Aufmerksamkeit auf das Problem der geringen Kapitalmarktzinsen zu lenken. Mit der Deklaration für 2013 macht sie eine klare Ansage, was ein solider, nachhaltig arbeitender Versicherer aus ihrer Sicht derzeit noch leisten kann.

Werden andere Versicherer folgen?
Einzelne Unternehmen werden folgen, andere nicht. Die Überschussbeteiligung insgesamt wird sicher noch fallen. Ich glaube aber nicht, dass sie im Schnitt die drei unterschreiten wird. Wir erwarten, dass im Branchenschnitt die laufende Verzinsung, also Garantiezins plus laufender Zinsüberschuss, bei 3,6 bis 3,7 und die Gesamtverzinsung bei etwas über vier Prozent liegen wird.

Was passiert mit Altverträgen, die noch bei über vier Prozent Garantiezins liegen?
Verträge mit Garantiezins von über vier Prozent werden nicht unter diese Marke fallen. Im Gegenteil: Die Versicherer müssen dafür sogar eine Zinszusatzreserve bilden. Diese Reservesicherheit belastet aktuell die Erträge und reduziert damit auch die Überschussbeteiligung aller übrigen Verträge. Diesen Mechanismus kann man durchaus als Quersubventionierung bezeichnen. Und wer als Versicherer viele Vierprozenter im Kundenstamm hat, der hat derzeit jedenfalls erhöhte Ertragsbelastungen.

Besteht die Gefahr einer Massenflucht aus Lebensversicherungen?
Nein. Fast jeder Bestandskunde bekommt mit einer Lebensversicherung noch immer eine attraktivere Verzinsung als mit jedem anderen Investment in dieser Risikoklasse, etwa einer Bundesanleihe. Warum sollte er also wechseln? Problematischer wäre es, wenn der Kapitalmarktzins rasch auf beispielsweise fünf Prozent steigen würde, die Gesamtverzinsung der Lebensversicherung aber nur bei vier Prozent läge. Dann würden einige Versicherte auf die Idee kommen, in andere Investments zu wechseln. Aber dieses Szenario ist derzeit unwahrscheinlich.

Bildquellen: travellight / Shutterstock.com, Gunnar Pippel / Shutterstock.com

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt fester -- Dow endet im Plus -- Fed lässt Leitzins unverändert -- Facebook steigert Umsatz und Gewinn kräftig -- PayPal mit guten Quartalszahlen -- PUMA, GEA, KION, Peugeot, KlöCo im Fokus

Deutsche Börse verfehlt Erwartungen und stellt Ergebnisziel in Frage. Stärkere Luxus-Nachfrage beflügelt LVMH. OSRAM steigert Umsatz und operativen Gewinn. Daimler enttäuscht Erwartungen. Analysten: Der Euro hat noch Luft nach oben.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Nordex AGA0D655
BMW AG519000
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
Allianz840400
Amazon906866
BASFBASF11
AIXTRON SEA0WMPJ
E.ON SEENAG99