29.07.2013 13:35
Bewerten
(0)

Markenfälschung kostet deutsche Wirtschaft Milliarden

Jährlich 50 Milliarden Euro: Markenfälschung kostet deutsche Wirtschaft Milliarden | Nachricht | finanzen.net
Jährlich 50 Milliarden Euro
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) dringt auf ein schärferes Vorgehen gegen Produktpiraterie und Fälscherbanden.
Diese hätten gerade in der Ferienzeit Hochkonjunktur, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag). Die Verletzung geistiger Eigentumsrechte schädige allein die deutsche Wirtschaft um über 50 Milliarden Euro jährlich. Gefälschte Produkte stammten meist aus China oder Vietnam, kämen aber auch aus Indien, Thailand und der Türkei nach Deutschland. Die Palette gefälschter Artikel reiche von der Motorsäge für den Heimwerker bis zu Potenzpillen.

    Strafbar ist nach Angaben des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) der Handel und die Herstellung von Produkten, die durch gewerbliche Schutzrechte geschützt sind. Für gewerbsmäßige Markenrechtsfälschung soll bald eine Mindestfreiheitsstrafe von drei Monaten gelten. Der Bundestag hat diese Gesetzesänderung bereits beschlossen. Nun muss im Herbst der Bundesrat noch zustimmen. "Dies ist ein gutes Zeichen, um die Produktpiraten nicht weiter nahezu risikolos agieren zu lassen", sagte Wansleben. Gerade erst seien im Hamburger Hafen wieder 53 Millionen gefälschte Schmuggelzigaretten sichergestellt worden.

    APM-Geschäftsführer Lennart Röer hält mehr Kontrollen bei den Zollbehörden für notwendig. Außerdem müssten anders als bisher auch Transitlieferungen auf europäischen Häfen und Flughäfen überprüft werden, sagte er am Montag der dpa. Der APM ist eine Initiative von DIHK, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes.

    30 Prozent der Deutschen haben nach einer Studie von Ernst & Young aus dem vergangenen Jahr schon einmal bewusst ein Plagiat gekauft. In der Altersgruppe von 18 bis 25 Jahren war der Anteil am größten (43 Prozent), bei den über 65-Jährigen am geringsten (20 Prozent). Wansleben nannte das fehlende Unrechtsbewusstsein der Abnehmer sehr bedenklich. Weil der Onlinevertrieb dabei eine wichtige Rolle spiele und dazu noch drastisch zunehme, brauchten die Unternehmen dringend einen besseren Schutz ihrer Patente, Marken und Geschmacksmuster.

    In den Urlaubsregionen würden verstärkt Markenfälschungen angeboten, die ein Gesundheitsrisiko bedeuteten. Dies gelte zum Beispiel für Sonnenbrillen, Zigaretten, Parfüms, T-Shirts oder Jeans. Die Sonnenbrillen seien häufig ohne UV-Schutz und die Textilien würden oft mit zweifelhaften Färbemitteln behandelt. Vorsicht sei auch beim Kauf von Medikamenten außerhalb der EU oder über dubiose Online-Plattformen angebracht.

    Bei der Zollkontrolle nach der Rückkehr aus dem Urlaub haben Verbraucher grundsätzlich nichts zu befürchten, es sei denn, sie bringen so großen Mengen mit, dass von Handel ausgegangen werden muss. Der Zoll informiert dann den Markeninhaber und dieser kann Strafanzeige stellen./brd/DP/edh

BERLIN (dpa-AFX)
Bildquellen: istock/pressureUA, Dooley Productions / Shutterstock.com

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich leichter -- Dow verliert -- VW-, Daimler-, BMW-Aktien verlieren kräftig: Deutsche Autoindustrie soll sich abgesprochen haben -- BYD, Tesla, Microsoft, eBay im Fokus

Apple will mit Chinesen Autobatterien bauen: Unerwartete Konkurrenz für Tesla? Bill Gross warnt vor einem möglichen Wirtschaftskollaps. Warum Exxon jetzt plötzlich zum Umweltfreund wird. Bitcoin zurück auf Rekordkurs. General Electric verdient im zweiten Quartal weniger. Erneuter Ether-Diebstahl schreckt die Branche auf.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Sorglos die Koffer packen
In diesen europäischen Ländern kommt man voll auf seine Kosten
KW 28: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt eine Obergrenze für Flüchtlinge weiter ab. Sind Sie für eine solche Grenze?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Lufthansa AG823212
BMW AG519000
ADVA SE510300
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
Allianz840400
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
Amazon906866