22.03.2013 13:05
Bewerten
 (0)

Bundestag verwirft Gesetz zur Lohngleichheit von Männern und Frauen

Kein Gesetz
Die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen soll vorerst nicht per Gesetz geregelt werden.
Einen entsprechenden Entwurf der SPD hat der Bundestag am Freitag mit der Stimmenmehrheit von CDU/CSU und FDP abgelehnt. "Appelle allein sind nicht dafür geeignet, die Welt zu verändern", sagte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier vor der Abstimmung. Lohndiskriminierung müsse offengelegt werden, damit sie überwunden werden könne. Der Entwurf der SPD sah vor, Unternehmen zu verpflichten, ihre Lohnstrukturen offenzulegen.

    Die FDP-Politikerin Nicole Bracht-Bendt kritisierte: "Auch wir wollen das, was Sie wollen - nur ohne Gesetz." Dieses sei ein "Bürokratiemonster". Die Fraktionen hielten den Ausbau der Angebote zur Kinderbetreuung für wichtiger.

    Ein Antrag von CDU/CSU und FDP hingegen wurde angenommen, der die Bundesregierung auffordert, "Benachteiligungen von Frauen in Wirtschaft und Arbeitswelt zu beseitigen" und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu stärken. Der Antrag setzt auf Freiwilligkeit der Unternehmen. Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt sagte, Freiwilligkeit sei ein "Codewort für Abwarten und Nichtstun".

    Laut Statistischem Bundesamt verdienen Frauen 22 Prozent weniger als Männer - ohne Berücksichtigung struktureller Faktoren wie Branchenunterschiede, Teilzeitarbeit und verschiedene Führungsstufen.

BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: el lobo / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX fester -- Dow fest -- Zalando springen dank Gewinnhoffnungen über Ausgabepreis -- HP mit weniger Umsatz und Gewinn -- Apple auf Rekordwert -- Twitter im Fokus

USA "besorgt" über mögliche Aufspaltungspläne in der EU gegen Google. Deutsche Bank: Wachstum und Euroschwäche treiben DAX 2015 zu neuen Rekorden. Danone erwägt wohl Verkauf des milliardenschweren Yakult-Anteils. Gesellschafterwechsel bei Burger-King-Franchisenehmer.
20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wenn Zukunft Gegenwart wird

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?

Anzeige