Krankenkassen erwarten Ausgleich für Wegfall der Praxisgebühr
BERLIN (AFP)--Die gesetzlichen Krankenkassen erwarten als Ausgleich für die von der schwarz-gelben Koalition beschlossene Abschaffung der Praxisgebühr einen finanziellen Ausgleich. "Mit dem Wegfall der Praxisgebühr entgehen den Krankenkassen Einnahmen in einer Höhe von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr", erklärte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, am Montag in Berlin. Die betroffenen Krankenkassen müssten diese Mindereinnahmen voll aus dem Gesundheitsfonds ausgeglichen bekommen.
Pfeiffer äußerte sich zudem kritisch zu der ebenfalls von der Koalition beschlossenen Kürzung des Bundeszuschusses für die gesetzliche Krankenversicherung. "Die Beschlüsse der Bundesregierung lassen die Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung schmelzen wie Schnee in der Sonne", erklärte die GKV-Chefin. Im Ergebnis müssten nun die Beitragszahler der Gesetzlichen Krankenversicherung politische Vorhaben wie das Betreuungsgeld oder den Bau zusätzlicher Straßen finanzieren.
Der Beschluss von Schwarz-Gelb sieht vor, den Bundeszuschuss für den Gesundheitsfonds im kommenden Jahr um 500 Millionen und 2014 um zwei Milliarden Euro zu kürzen.
DJG/AFP/chg
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November 05, 2012 05:45 ET (10:45 GMT)- - 05 45 AM EST 11-05-12
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