Wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase an den Finanzmärkten dürften die Unternehmen ihre Gesamtverzinsung im Schnitt um 0,2 Prozentpunkte auf 3,6 bis 3,7 Prozent senken, teilte S&P am Dienstag in Frankfurt mit. Die Agentur hält dies für einen sinnvollen Schritt, um die Finanzkraft der Branche zu stärken und sicherzustellen, dass die Versicherer die eingegangenen Zinsgarantien langfristig erfüllen können.
Ernsthafte Sorgen um einzelne Versicherungsunternehmen macht sich S&P trotz des Niedrigzinsumfelds nicht. "Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Versicherer auch in einem mittelfristig anhaltenden Niedrigzinsumfeld ihre Garantien erfüllen können", sagte S&P-Experte Christian Badorff. Bei Unternehmen, die gemessen an ihren finanziellen Mitteln zu hohe Überschussbeteiligungen zahlen, sei allerdings eine Verschlechterung der Ratings denkbar.
Wegen der Niedrigzinsen hatte die Bundesregierung Anfang 2012 bereits den Garantiezins für neue Lebensversicherungsverträge auf 1,75 Prozent gesenkt. Aus früheren Jahren haben die Versicherer aber noch Verträge mit Zinsgarantien von bis zu 4 Prozent im Bestand./stw/fbr
FRANKFURT (dpa-AFX)
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