21.11.2012 18:00
Bewerten
(32)

Schroder Property-Chef: "Deutschland droht keine Immobilien-Blase"

Nachgehakt bei...: Schroder Property-Chef: "Deutschland droht keine Immobilien-Blase" | Nachricht | finanzen.net
Die Bundesbank hat zum ersten Mal vor rasant steigenden Immobilienpreisen in Ballungszentren gewarnt
Nachgehakt bei...
Der Chef des Immobilieninvestors Schroder Property, Michael Ruhl, sieht in Deutschland keine Immobilienblase - wohl aber steigende Preise und Mieten. Worauf Käufer achten sollten.
€uro am Sonntag
von Markus Hinterberger, Euro am Sonntag

Die Bundesbank hat zum ersten Mal vor rasant steigenden Immobilienpreisen in Ballungszentren gewarnt. Allein im vergangenen Jahr sind in den sieben größten deutschen Städten die Preise um neun Prozent gestiegen. Warum Deutschland dennoch keine Immobilienblase droht und wie Käufer vorgehen sollten, erklärt Michael Ruhl.

€uro am Sonntag: Herr Ruhl, in vielen Regionen steigen die Preise viel stärker als die Mieten. Droht Deutschland nun eine Immobilienblase?
Michael Ruhl:
Das glaube ich nicht. Die Bundesbanker sehen die Situation aus der Perspektive der niedrigen Zinsen. Diese verführen dazu, sich eine Immobilie zu kaufen, obwohl man es sich nicht leisten kann. Die so erhöhte Nachfrage führt zu steigenden Preisen, die nicht nachhaltig sind. Das könnte zu Blasen führen.

Aber hierzulande müssen Käufer mindestens 20 Prozent Eigenkapital mitbringen.
Richtig. Daher zieht das Argument nicht.

Viele ziehen Parallelen zum Ausland. Überzeugt Sie das nicht?
Diese Vergleiche hinken. Deutschland wird viel zu oft mit den USA und Groß­britannien verglichen. Dort mietet man nicht, sondern kauft und spekuliert, dass man bei einem Umzug das Haus oder die Wohnung zu einem höheren Preis wieder verkaufen kann, um damit auch seine Schulden zu tilgen. Das geht gut, solange die Preise steigen. Fallen sie aber, kann so etwas herauskommen wie die US-Immobilienkrise. Deutsche kaufen in der Regel nur einmal im Leben ein Eigenheim. Die Frage, ob diese Immobilie an Wert zunimmt, ist zweitrangig.

Wie lange werden die Preise hierzulande noch steigen?
Solange die deutsche Wirtschaft im Verhältnis zum Rest der EU besser läuft, wird Geld aus dem Ausland kommen und die Nachfrage in den Metropolen und Zuzugsregionen noch weiter treiben.

Und was machen die Mieten?
Die werden auch steigen. Wohnen ist hierzulande noch sehr günstig. Zudem wollen Investoren, die teuer gekauft haben, Rendite in Form hoher Mieten sehen — und das werden sie in den genannten Regionen.

Worauf sollten Käufer achten?
Wer das Objekt vermieten will, sollte schauen, dass er nicht viel mehr als das 20-Fache der Jahresmiete zahlt. Dann dauert es, grob gesagt, 20 Jahre bis sich das Investment rechnet. Mehr zahlen nur sehr langfristig orientierte Anleger oder solche, die auf steigende Preise hoffen.

Bildquellen: rnagy / Shutterstock.com, zstock / Shutterstock.com

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt mit kräftigen Zugewinnen -- Dow im Plus -- ZEW-Konjunkturerwartungen fallen -- Bitcoin-Zertifikat lässt spekulative Anleger voll auf ihre Kosten kommen -- BMW, UniCredit, BHP im Fokus

Euro gibt Vortagesgewinne ab. Angeblich vier neue Audi-Vorstände im Gespräch. Tesco-Aktie mit kräftigem Plus nach starkem Wachstum. Kenneth Rogoff sieht den Crash kommen - das ist seine Lösung. Brüssel vertieft Prüfung der Monsanto-Übernahme durch Bayer. Grand City womöglich vor Aufnahme in MDAX. Great Wall: Kein Kontakt zu Fiat wegen Übernahme.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
BMW AG519000
Amazon906866
Allianz840400
EVOTEC AG566480
Nordex AGA0D655
Lufthansa AG823212
Siemens AG723610