13.05.2012 03:02
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Rürup-Rente: 3 wichtige Fragen und Antworten

Rentenversicherung
Die Rürup-Rente hat bei Deutschlands Sparern keinen guten Ruf – und auch Verbraucherschützer halten die private Basis-Vorsorge für wirtschaftlich unsinnig.
Allerdings kann sie in Einzelfällen durchaus sinnvoll sein. So lohnen sich Einmaleinzahlungen im Alter, die über einige Jahre die steuerlichen Vorteile ausnutzen. Wer z. B. 100.000 Euro für das Alter in einer Versicherung anlegen will, kann das Kapital auf einen Schlag in eine Sofortrentenversicherung stecken – oder über 5 Jahre jeweils 20.000 Euro in einen Rürup-Vertrag. Der Lohn: Steuervorteile nach den heute geltenden Regeln von bis zu 30.000 Euro.

Lohnen sich Einmaleinzahlungen in die Rürup-Rente?

Der Nachteil: Anders als bei der Sofortrentenversicherung werden die Renten genauso besteuert wie die gesetzliche Rente – Steuervorteile werden keine gewährt. Damit ist das Modell vor allem dann interessant, wenn im Alter kaum Einkünfte erzielt werden, die individuell zu versteuern sind, weil die Altersvorsorge beispielsweise aus Kapitalerträgen besteht, die pauschal versteuert werden. Die Rürup-Rente fließt in solchen Fällen meistens mangels anderer Einkünfte steuerfrei, Zinsen und andere Erträge werden durch die Abgeltungssteuer erfasst.

Sind Rürup-Fonds eine Alternative?

Lange Zeit war der Abschluss einer Rürup-Rente nur als klassische Rentenversicherung fällig – auch das hat viele davon abgehalten, bei der Altersvorsorge auf die Rürup-Rente zu setzen. Seit einiger Zeit aber sind Rürup-Fondssparpläne auf dem Markt, und diese Sparpläne machen das Rürup-Modell für Renditesparer interessant. Das Prinzip dabei: Die Beiträge fließen über fondsgebundene Rentenversicherungen oder Fondssparpläne in Investmentfonds, die deutlich höhere Renditen erzielen können als klassische Rentenversicherungen. Wer also renditeorientiert anlegen und die Rürup-Rente nutzen will, der kann auf Rürup-Fonds umsteigen.

Ist für Selbstständige die Rürup-Rente erste Wahl?

Die meisten Selbstständigen und Freiberufler zahlen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Damit fehlt ihnen im Alter auch die Basis-Versorgung, die die gesetzliche Rente gewährleistet. Und genau diese Basis-Versorgung bietet das Rürup-Modell an. Selbstständige können dabei bei den meisten Verträgen regelmäßig Geld einzahlen, müssen aber nicht und können aussetzen, wenn sie mal weniger Einnahmen haben. Trotzdem bauen sie sich über die Jahre eine Grundversorgung auf, die zudem als Steuersparmodell fungiert. Selbstständige bauen sich so mit staatlicher Unterstützung eine zusätzliche Grundsicherung für das Alter auf.

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Bildquellen: istock/villiers, istock/jez gunnell
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