18.06.2013 09:36
Bewerten
 (0)

'SZ': Europaparlament fordert mehr Transparenz bei Finanzprodukten

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Das Europäische Parlament befürchtet laut einem Zeitungsbericht, dass der Verbraucherschutz bei Finanzprodukten ausgehöhlt wird. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstag) mit Bezug auf einen internen Entwurf des Europäischen Rats berichtet, wollen die Mitgliedstaaten einen entscheidenden Passus zur Kostentransparenz aus der Finanzmarktregulierung-Richtlinie "Mifid" streichen.

    "Das Europaparlament will, dass Anleger mindestens jährlich über alle Gebühren und Kosten informiert werden", sagte Sven Giegold, Berichterstatter der Grünen im Europäischen Parlament der SZ. "Es ist nicht akzeptabel, dass die Mitgliedsländer Investoren diese Informationen vorenthalten wollen. Noch kann die Bundesregierung die Interessen der Anleger in der Schlussphase der Verhandlungen durchsetzen", appellierte Giegold in Richtung Berlin.

    An diesem Freitag kommen die Finanzminister zusammen. Erwartet wird, dass sie sich bei ihrem Treffen unter anderem auf eine gemeinsame Position zur "Mifid"-Richtlinie und der zugehörigen Verordnung einigen. Wegen des Vorwurfs, Anleger mit versteckten Kosten über den Tisch zu ziehen, stehen die Anbieter von Investmentfonds und anderen Finanzprodukten unter Regulierungsdruck.

    Für Anleger waren die Kostenstrukturen bei Finanzprodukten in der Vergangenheit häufig in abstrakten Kennziffern und Kleingedrucktem versteckt und damit kaum zu durchschauen. Das Europäische Parlament fordert, dass die Kosten klar ersichtlich in Eurobeträgen offengelegt werden müssen. Doch im aktuellen Entwurf des Rates sind die Details zur Art und Weise, wie die Kosten transparent gemacht werden sollen, dem SZ-Bericht nach gestrichen./hbr/kja

  • PKV
  • BU
  • UV
  • ZV
  • KFZ
  • Rechtsschutz

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt unter 10.400-Punkten -- Wall Street schließt rot -- Commerzbank: 9.000 Stellen und Dividende futsch?-- LANXESS will Chemtura übernehmen -- Deutsche Bank auf Rekordtief -- Ströer im Fokus

Quandt-Erben sortieren BMW-Anteile neu. Griechenland: Gläubiger einig über Führung von Privatisierungsfonds. Stromnetzbetreiber erhöhen Gebühren 2017. EZB-Chef Draghi betont Bedeutung der "Kreditlockerung" für Geldpolitik. ifo-Geschäftsklima hellt sich auf. Audi-Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch verlässt Unternehmen.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?