17.05.2013 15:36
Bewerten
(1)

Mieterbund fordert 10 Milliarden Euro im Kampf gegen steigende Mieten

Staatliche Mittel: Mieterbund fordert 10 Milliarden Euro im Kampf gegen steigende Mieten | Nachricht | finanzen.net
Staatliche Mittel
Deutschland hat aus Sicht des Deutschen Mieterbunds mit einer neuen Wohnungsnot zu kämpfen.
"Die Menschen können das Wohnen zum Teil nicht mehr bezahlen", sagte Präsident Franz-Georg Rips am Freitag in Berlin. Er forderte jährlich zusätzliche zehn Milliarden Euro aus staatlichen Mitteln, um den Neubau zu fördern und steigende Mieten abzufangen. Notwendig seien Steuererleichterungen für Bauherren, ein höheres Wohngeld und Zuschüsse für Energiespar-Sanierungen. Mietsteigerungen müssten gedämpft werden.

    In Großstädten, Ballungszentren und an Hochschulstandorten fehlten 250 000 Wohnungen berichtete der Verband unter Berufung auf eine Untersuchung des Pestel-Instituts Hannover. 140 000 neue Wohnungen pro Jahr seien notwendig - doppelt so viele wie bisher. Bauherren sollten deshalb künftig vier statt bisher zwei Prozent der Kosten jährlich steuerlich abschreiben können, forderte Rips. Notwendig sei auch, die Innenstädte dichter zu bebauen.

    Die Wohnkostenbelastung der Haushalte sei auf Rekordniveau, hieß es mit Hinweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. 2011 entfielen demnach 34,4 Prozent der Konsumausgaben der Haushalte auf Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung. Vor zehn Jahren waren es 32 Prozent. Bei niedrigen Einkommen liege die Belastung teils bei 50 Prozent, sagte Rips. 100 000 neue Sozialwohnungen pro Jahr seien deshalb nötig.

    Der Mieterbund fordert, dass Eigentümer bei Neuvermietungen höchsten zehn Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangen dürfen. In bestehenden Verträgen sollen sie statt höchstens 20 Prozent in drei Jahren künftig maximal 15 Prozent in vier Jahren aufschlagen dürfen. Die Kosten für energetische Sanierungen sollen Mieter, Vermieter und der Staat zu gleichen Teilen stemmen. Bislang darf der Eigentümer sie mit elf Prozent auf die Jahresmiete umlegen.

    Rips sagte, der Staat müsse seine Förderung für die Energiewende von 1,8 Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro aufstocken. Viele Ausgaben für den Wohnungsbau würden sich durch zusätzliche Steuereinnahmen refinanzieren, argumentierte er.

    Das Problem beschränke sich auf die Städte, betonte der Mieterbund. "Es gibt unglaublich viele entspannte Wohnungsmärkte, sie sind sogar in der Mehrzahl." Der Staat dürfe aber die Infrastruktur in schrumpfenden Regionen nicht vernachlässigen./bf/DP/enl

BERLIN (dpa-AFX)
Bildquellen: istock/Ivan Sedlak, rnagy / Shutterstock.com
  • Tagesgeld
  • Festgeld
  • Depot
  • Giro
  • Autokredit
  • Privatkredit

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX leichter -- Asiens Börsen uneinheitlich -- Deutsche Bank verdient deutlich mehr -- Bayer hebt Prognose an -- BASF startet mit Gewinnsprung ins neue Jahr -- RWE, Wirecard im Fokus

Aktionäre können STADA-Aktien ab sofort andienen. KUKA steigert Umsatz und Gewinn deutlich. Airbus legt durchwachsenen Jahresauftakt hin. KION legt dank Übernahme weiter kräftig zu. Siltronic-Aktie: Siltronic erhöht nach gutem Jahresstart Prognose. Samsung dank guter Chip-Geschäfte mit Gewinnsprung.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 16: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
EU-Vergleich der Arbeitskosten 2016
So viel kostet eine Stunde Arbeit in Europa
KW 16: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Nach hundert Tagen im Amt istTrump der unbeliebteste US-Präsident der modernen Geschichte. Sind Sie mit Donald Trump zufrieden?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
AURELIUSA0JK2A
BASFBASF11
Allianz840400
AIXTRON SEA0WMPJ
Apple Inc.865985
Munich Re SE (ex Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG)843002
BMW AG519000
Nordex AGA0D655
Deutsche Telekom AG555750
BayerBAY001
E.ON SEENAG99